EM in Portugal als wichtiger Schritt Richtung LA 2028
Sechs deutsche Parakanutinnen und Parakanuten kämpfen bei den Europameisterschaften in Portugal um wichtige Punkte für die Qualifikation Richtung Paralympics 2028. Zudem stehen zwei internationale Demonstrationswettbewerbe im Fokus, die neue Perspektiven für den inklusiven Kanusport eröffnen.
Vom 10. bis 14. Juni finden im portugiesischen Montemor-o-Velho die Europameisterschaften im Parakanu und Kanu-Rennsport statt. Sechs deutsche Parakanutinnen und Parakanuten reisen nach Portugal, um wichtige Punkte im Rennen um die Quotenplätze für die Paralympischen Spiele 2028 in Los Angeles zu sammeln.
Mit dem 1. Mai 2026 hat offiziell der Qualifikationszeitraum für die Paralympischen Spiele 2028 begonnen. In den paralympischen Bootsklassen werden bis Ende Mai 2028 bei Weltmeisterschaften, Weltcups und Kontinentalmeisterschaften Punkte für die internationale Rangliste vergeben. Die besten Ergebnisse fließen in die Wertung ein und entscheiden letztlich über die Vergabe der Startplätze für Los Angeles. (Mehr Infos zum LA28 -Qualifikationssystem)
Mit Felicia Laberer (KL3) und Anja Adler (KL2) gehen zwei Medaillengewinnerinnen des Weltcups in Brandenburg in Portugal an den Start. Auch Claudia Fischer wird in der Klasse KL3 um wichtige Punkte für die Rangliste paddeln.
Chinette Lauridsen startet erstmals in der paralympischen Klasse VL2 und möchte dort wichtige Erfahrungen sowie wertvolle Punkte für die internationale Wertung sammeln.
Bei den Herren vertreten Moriz Berthold in der VL1 sowie Dennis Braun in der KL1 die deutschen Farben. Für Braun ist es die erste Europameisterschaft seiner Karriere.
Neben den paralympischen Wettbewerben werden in Portugal erneut Demonstrationsrennen für Athletinnen und Athleten mit intellektueller Beeinträchtigung (IB / englisch II) ausgetragen. Die Europäische Kanu-Föderation testet damit die langfristige Integration dieser Klasse in das internationale Wettkampfprogramm sowie die Entwicklung entsprechender Klassifizierungsstrukturen. Bereits beim Weltcup in Brandenburg wurden erste Demowettbewerbe erfolgreich durchgeführt.
In den II-Klassen gehen bei den Männern im K1 II Justus Jonas Gunther und Stefan Glawe an den Start. Bei den Frauen vertreten Leona Johs und Joice Kreft die deutschen Farben im K1 II.
Ebenfalls Premiere feiert ein Demonstrationswettbewerb im Kajak-Zweier (K2) der Parakanutinnen und Parakanuten. Die Rennen werden als Mixed-Wettbewerbe ausgetragen. Für Deutschland starten Felicia Laberer und Claudia Fischer in der Klasse KL3.
Cheftrainer André Brendel blickt optimistisch auf die Titelkämpfe: „Für uns ist die Europameisterschaft der zweite wichtige Wettkampf im Rennen um die Quotenplätze für die Paralympischen Spiele 2028 in Los Angeles. Mit den Plätzen zwei und drei bei den Kajak-Damen konnten wir beim Weltcup in Brandenburg bereits wichtige Punkte sammeln. Nun wollen wir auch in den weiteren Startklassen Punkte sammeln.“
Alle Ergebnisse findet ihr unter: Europe Canoe Events
>>> zum Para Kanu + den deutschen Athlet*innen: Parasport.de/sportarten/para-kanu
Text: Deutscher Kanu Verband
Foto: Tom-Lucas Hinz

















