Mobilität
Mobilitätskurse
Den richtigen Umgang mit dem Rollstuhl erlernen
Die Mobilitäts- und Rollstuhltrainingskurse eignen sich für alle Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind. Veranstaltet werden diese Kurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Für die Durchführung der Kurse ist ein ausgebildetes Übungsleiterteam aus Sportlehrer*innen und Rehabilitationsfachkräften verantwortlich. Mach Möglichkeit sind immer erfahrene Rollstuhlfahrer*innen im Team. Die Eltern von teilnehmenden Kindern werden in die Ausbildung mit einbezogen. Am Ende des Trainings wissen alle mit dem Rollstuhl besser umzugehen.
Rollstuhl- und Mobilitätstrainingskurse für Kinder und Jugendliche
Der Fachbereich Kinder- und Jugendsport bittet aktuell drei Kurse für Kinder und Jugendliche an. Bei den einwöchigen Lehrgängen, lernen die Rollikids gemeinsam mit ihren Eltern und Geschwistern geeignete Rollstuhlfahrtechniken, um im Alltag kleinere und größere Hindernisse sicher zu überwinden zu können.
In angenehmer Atmosphäre wird auf spielerischem Weg durch gemeinsame Bewegung der Umgang und die Geschicklichkeit mit dem Rollstuhl verbessert. Die Kurse setzen an den Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen an, das gemeinsame Erleben steht im Mittelpunkt. Rollstuhlsport, Fahrtechniktraining, Schwimmen, Rollstuhlversorgung und Alltagstechniken wie Treppensteigen, Rolltreppe-Fahren und Transfer in und aus dem Rollstuhl sind tägliche Programmpunkte.

Die Kurse können vom Arzt verordnet und die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden. Sie richten sich an alle Menschen, jung oder alt, die im täglichen Leben auf einen Rollstuhl angewiesen sind, egal ob zum Sport, im täglichen Gebrauch oder nur für längere Strecken. Ein Kurs pro Jahr richtet sich besonders an Kinder, die einen Elektrorollstuhl fahren oder eine Versorgung mit einem E-Rolli angedacht ist. Die Übungsleiter treffen sich einmal jährlich zur Fortbildung.
Der Erfahrungsaustausch der Teilnehmer und deren Begleiter mit den rollstuhlfahrenden Teammitgliedern hilft bei vielen Entwicklungsprozessen im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe z. B. bei den Themen Selbstständigkeit und Ablöseprozess. Es werden individuelle Tipps, Kniffe und Ideen ausgetauscht; Selbstständigkeitstraining, Selbstbestimmung und Helferanleitung inbegriffen.
Ansprechpartnerinnen
Tatjana Sieck, DRS-Bundeszentrale
Fon 0 40 / 73 06 - 19 91, Fax 0 40 / 73 06 - 13 90
tatjana.sieck@rollstuhlsport.de
Simone Trimborn-Hömberg, DRS-FB Kinder- und Jugendsport
Fon 0 23 04 / 2 35 54
mobikurse@rollikids.de
Bei Fragen zum Thema Rollstuhlmobilität schreiben Sie uns gerne eine kurze E-Mail. – Wir melden uns bei Ihnen!
Rollstuhl- und Mobilitätstrainingskurse für Erwachsene
Der Umgang mit dem eigenen Hilfsmittel ist bekanntlich eine wesentliche Voraussetzung für die Mobilität von Menschen, die im Alltag auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Eine gute Rollstuhlmobilität stellt wiederum die zentrale Bedingung für die selbstständige und selbstbestimmte Teilhabe an sämtlichen Lebensbereichen dar. Aus diesem Grund haben das Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport (FIBS) in Kooperation mit uns als DRS einen Antrag an die Aktion Mensch gestellt, um in enger Kooperation diese Vision wirklich werden zu lassen.
Hierbei soll das bereits im früheren Projekt ›Mobilität 2020‹ entwickelte und wissenschaftlich evaluierte Trainingskonzept für Rollstuhlnutzer*innen bundesweit flächendeckend eingesetzt werden. Flächendeckend soll dabei so definiert sein, dass alle zukünftigen Teilnehmer*innen eine verlässliche und nachhaltige Angebotsstruktur im eigenen Bundesland vorfinden.
Fortsetzung von ›Mobilität 2020‹
Die Anzahl der Trainingsstandorte in einem Bundesland richtet sich dabei nach Landesgröße, Einwohnerdichte und Bedarf. Um möglichst allen Rollstuhlnutzer*innen, die im Alltag auf einen manuellen Rollstuhl angewiesen sind, zukünftig eine wohnortnahe Trainingsteilnahme zu ermöglichen, sind vor allem auch qualifizierte Mobilitäts-Coaches und feste, langfristige Trainingsstandorte in Deutschland von großer Bedeutung. Diese sollen im Projekt ›RoMoWo‹ akquiriert und die Coaches in Fort- und Weiterbildungen zur Durchführung des Programms befähigt werden. Die angebotenen Trainingskurse werden durch digitale Angebote (Übungsbeschreibungen, Videos, Kontaktmöglichkeiten zu Coaches und erfahrenen Rollstuhlnutzer*innen) zukünftig und schrittweise auf der Projekthomepage ergänzt.
Nachdem die Aktion Mensch erfreulicherweise den Antrag genehmigt hat, konnte im April 2024 das dreijährige Projekt ›RoMoWo‹ starten. Nun gilt es für das FIBS und den DRS die ersten Meilensteine und konkreten Inhalte festzulegen, sowie erste Gespräche zu führen. Hierzu werden die beiden Partner individuell auf einzelne potentielle Partner und Standorte zugehen.
Projektseite
romowo – rollstuhlmobilität wohnortnah
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