Richtig Mobil

Richtig Mobil

Vom Klinikbett zum Sportverein

Auf einmal ist alles anders …
Jedes Jahr werden in Deutschland 1.500 Menschen in 24 Querschnittzentren nach einem Unfall behandelt. Eine Querschnittlähmung ist der Ausfall von den Funktionen unterhalb der Lähmungshöhe – im Alltag einen Einschnitt in alle Lebensbereiche.

Die größte Herausforderung in der Rehabilitation von Patienten mit einer Querschnittlähmung beginnt mit der Entlassung aus der Klinik. In dieser Phase fühlen sich viele Betroffene sehr isoliert und niedergeschlagen. Um den Übergang in den veränderten Alltag zu erleichtern und dabei zu helfen einen selbstbestimmten Weg einzuschlagen, lernen die Frischverletzten bereits in der Rehabilitation verschiedene Rollstuhlsportangebote kennen. 

Steigerung der Lebensqualität durch Sport 
In den meisten Querschnittzentren können Patienten einige Sportarten wie Rollstuhlbasketball oder Tischtennis direkt ausprobieren. Nach den ersten Praxiserfahrungen gilt es die passende Sportart für den Patienten heraus zu finden. Darüber hinaus wird der Kontakt zu Ansprechpartnern in kooperierenden und wohnortnahen Sportvereinen hergestellt. So gelingt in vielen Fällen ein nahtloser Übergang „vom Klinikbett in den Sportverein“ und die Vermittlung von Kontakten zu anderen Rollstuhlfahrern, die diesen Weg schon gegangen sind.

Hilfe zur Selbsthilfe – Ein Rucksack mit Mission
Die Partner des DRS-Projekts “Richtig mobil – Vom Klinikbett zum Sportverein” haben ein Startpaket mit vielen Informationen, Tipps und Hilfestellungen rund um das Leben mit dem Rollstuhl geschnürt. Dieses wird in Form eines Rucksacks von DRS Klinikbeauftragten oder vom Sportlehrer vor Ort während der Rehabilitation an die Entlassungspatienten übergeben.

Der Rucksack soll den “frischen Rollifahrern” für ihren noch ungewohnten Alltag eine gute Rückendeckung geben. Er ist gefüllt mit Wissen und Präsenten – eine Hilfe zur Selbsthilfe, um Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein. So kann die Teilhabe der Rollifahrerinnen und Rollifahrer am gesellschaftlichen Leben erhöht werden.

Werden Sie, werdet ihr “richtig mobil”! 

Fotoquelle: © Orpheus Mach

Kompetent Mobil

Kompetent Mobil

Kompetenz für Alltag und Beruf

Zielgruppe: alle Rollstuhlfahrer
Verbesserung der Mobilität von Menschen mit verschiedenen Arten von Behinderungen. Alltag, Beruf und Freizeit sollen so langfristig mit wenig oder keiner Unterstützunggemeistert werden können.

An wen richtet sich Kompetent Mobil?
Kompetent Mobil richtet sich an alle Einrichtungen, die mit Menschen mit Behinderungen oder Mobilitätseinschränkungen arbeiten. Durch Aus- und Weiterbildung von Fachkräften in Berufen, die Menschen mit Behinderungen beraten und betreuen, kann Mobilitätssicherheit direkt vermittelt und umgesetzt werden. 

Inhalte
Die Inhalte des Projektes werden über Seminare an interessierte Einrichtungen und Multiplikatoren vermittelt. Es werden Verantwortliche für den Bereich Mobilität geschult, die umfassendes theoretisches und praktisches Wissen für die alltägliche Arbeit mit Menschen mit Mobilitätseinschränkungen erhalten. – Mehr erfahren Sie über diesen Flyer.

Exemplarische Lernziele
• Wege zur Arbeit – sicheres Erreichen des Arbeitsplatzes
• Kompetent mobil mit Bus und Bahn
• Kompetent mobil mit Fahrrad und Handbike
• Kompetent mobil mit Rollstuhl
• Unfallrisiken reduzieren – Erhöhung der Sicherheit im Alltag und Beruf
• Bewegung am Arbeitsplatz – Betriebliche Gesundheitsförderung

Termine und Anmeldung
Alle Schulungsangebote können auch betriebsintern gebucht und durchgeführt werden. 

Projektpartner

Neben dem Berufsförderungswerk Bad Wildbad, Deutschen Rollstuhl-Sportverband (DRS) und Josefsheim Bigge gehört auch die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) zu den Projektpartnern. Das Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport (FiBS) der Deutschen Sporthochschule Köln begleitet das Projekt wissenschaftlich.

Kontakt 
Interessierte Einrichtungen können sich an den Projektkoordinator Jürgen Mies im Josefsheim Bigge (JG Gruppe) wenden:

Telefon: 02962-800-1338 
j.mies@josefsheim-bigge.de
www.josefsheim-bigge.de 

Webseite
>>> www.kompetent-mobil.de

Gemeinsam Mobil

Gemeinsam Mobil

Inklusion in Betrieben erlebbar machen

Die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) hat es sich zum Ziel gesetzt, Inklusion für die eigenen Beschäftigten und die der Mitgliedsbetriebe erlebbar zu machen und so zur Bewusstseinsbildung beizutragen. Begleitend dazu ist es das gemeinsame Anliegen, die Öffentlichkeit zu informieren.  

Um dieses Ziel zu erreichen, hat die BG ETEM gemeinsam mit dem Deutschen Rollstuhl-Sportverband e.V. (DRS) das Projekt „Gemeinsam mobil“ ins Leben gerufen.  

Die Umsetzung des Projekts erfolgt bundesweit dezentral in Seminaren und Workshops, die von Referenten des DRS in den Mitgliedsbetrieben der BG ETEM durchgeführt werden. Die Projekttage werden inhaltlich an die Interessen der Mitgliedsbetriebe angepasst.  

Das Projekt richtet sich gezielt an Schwerbehindertenvertreter, Personalverantwortliche und Betriebsräte von Mitgliedsbetrieben der BG ETEM; es umfasst folgende Inhalte, die von jedem Betrieb frei gewählt werden können:

  • Inklusion durch Sport und im Sport (Vortrag)
  • Sport und Inklusion aus der Sicht des Aktiven (Rollstuhlnutzer)
  • Perspektivwechsel und Selbsterfahrungen
    Herausforderungen im Alltag
    Einfache Rollstuhltechniken und Geschicklichkeitsformen
    Rehabilitationssport und Fitness
    Möglichkeiten des Rollstuhlsports
  • Theorie und Praxis der Inklusion
    Eigenerfahrungen mit Begegnungen auf Augenhöhe 

Die Seminare und Workshops können unterschiedlich in den Betrieben eingebunden werden, hierzu stehen folgende Module zur Verfügung:

  • Workshop für Führungskräfte von Mitgliedsbetrieben
  • Aktionsmedium für betriebliche Gesundheitstage
  • Bestandteil im Rahmen eines Brandschutzseminars
Sicher mobil