Trainer werden

Trainer-Ausbildung im DRS
Eine Sportart besser zu beherrschen und auszuführen bildet einen großen Anreiz, der vor allem Menschen im jungen Alter motiviert, ihren Sport intensiv zu trainieren. 

Neben der Verbesserung der motorischen Leistungsfähigkeit sind die mentalen Kräfte für die hohe psychische Belastung für den Wettkampf zu schulen. Dazu zählen besonders Siege und Niederlagen im Rahmen des Fairplays zu meistern.

Aufruf: Erfahrene Sportler sind aufgerufen, dieses langfristig angelegte Training bei jungen, leistungsmotivierten Rollstuhlfahrern zu unterstützen.

Gegenstand der Trainerausbildung des DRS ist die dafür erforderliche Lehrfähigkeit zu erlernen. Für die engagierten Trainer können die gemeinsamen Erlebnisse überaus erfüllend sein. Sie können nicht nur das Wachsen ihrer Schützlinge auf der sportlichen Ebene beglieten, sondern, im Sinne der Rehabilitation, das berufliche und gesellschaftliche Leben der Sportler bereichern.

Trainer C-Lizenz Leistungssport in den Sportarten Basketball, Rugby, Tanzen
Umfang: 120 Lerneinheiten (LE) an 6 Wochenenden 

Fort- und Weiterbildungen über spezifische Themen des Rollstuhlsports, auch für Fachkräfte der Rehabilitation und der Rehabilitationstechnik:
Umfang: 16 Lerneinheiten (LE), 1 Wochenende dient auch als Angebot zur Lizenzverlängerung

Basketball

Basketball Trainer

 

Der Trainer bestimmt die Richtung: Die Verantwortung für ein Team zu übernehmen, Ziele zu formulieren, entsprechende Umsetzungspläne zu entwickeln und notwendige Gruppenprozesse zu steuern sind ein großer Spaß für mich! Würde man den Trainer durch die Chemie beschreiben, so wäre er ein Katalysator: Der Trainer ermöglich, verlangsamt oder beschleunigt Prozesse, ohne dabei selbst als Person mitzureagieren”, schreibt Peter Richarz, U-23 Nationaltrainer zu seinen Motivationsgründen.

Für die Zukunft des Rollstuhlbasketballs ist es von grundlegender Bedeutung, dass der Nachwuchs qualifiziert betreut, entwicklungsgemäß gefördert und sportlich weiterentwickelt wird. Das ist jedoch nur mit entsprechend ausgebildeten Trainern und Übungsleitern möglich.

In vielen Vereinen ist eine zunehmende Überalterung in den Mannschaften zu beklagen. Es gibt nur eine Möglichkeit: Engagierte Vereinsmitglieder, z. B. ehemalige Aktive müssen sich für die Nachwuchsarbeit ausbilden lassen und so die interessierten Kinder, Jugendliche und Heranwachsenden in die Vereine zu holen und integrieren.

Die Lehr- und Trainerkommission Rollstuhlbasketball im DRS bietet dazu die entsprechenden Aus- und Fortbildungen an.

  • An jeweils zwei Wochenenden werden Inhalte zur gezielten Nachwuchsförderung praxisorientiert vermittelt – Lehrgangsabschluss ist der Grundlagenschein Rollstuhlbasketball.
  • An jeweils fünf Wochenenden werden die unterschiedlichen theoretischen und praktischen Inhalte des Rollstuhlbasketballsports vermittelt. Teil 5 ist zugleich der Prüfungslehrgang und hat als Abschluss die Trainer C Lizenz.
  • Seit 2013 ist die DRS Lehr- und Trainerkommission Rollstuhlbasketball ebenfalls berechtigt, eine eigenständige Trainer B Ausbildung durchzuführen. Diese Ausbildung wird modular angeboten, wobei ein Teil der Ausbildung immer unter internationaler Beteiligung angeboten wird.

Die LTK Rollstuhlbasketball freut sich sehr, wenn diese unterschiedlichen Angebote von den Vereinen genutzt werden um auch zukünftig qualifiziert Rollstuhlbasketball für viele junge Rollstuhlsportler und Sport-Einsteiger anbieten zu können.

Bitte beachten Sie die Verfahrensumstellung bei Lizenzverlängerungen! – Wir haben die aktuelle Situation für Sie zusammengefasst.  >>> mehr rechts in der Infobox

Weitere Details zum inhaltlichen Aufbau sowie zu den Lehrgangsgebühren finden Sie auf der Fachbereichsseite Rollstuhlbasketball / Kommission Lehre & Trainer: >>> www.drs-rbb.de/lehre-und-trainer/

Rugby

Rugby

 

“Verantwortung übernehmen, Gegner sowie die eigene Mannschaft analytisch betrachten, Stärken und Schwächen herausarbeiten, zureden, bestärken, einstellen, korrigieren – ein sich ständig wiederholender Kreislauf. Großartig!” So Haiko Te Neues, Rollstuhlrugby Trainer seit dem Jahr 2000.

Um die einzigartige Sportart Rollstuhlrugby auch in Zukunft möglichst vielen Menschen anbieten zu können, sind qualifizierte Trainerinnen und Trainer von großer Bedeutung. Dabei sind keine besonderen Fähigkeiten nötig – Spaß an der Sportart und die Freude am Umgang mit Menschen ist jedoch Vorausetzung. “Alles andere, der Umgang mit dem Sportgerät und die Taktik kann Zug um Zug erlernt werden”, so der Trainer-Profi.

Die Trainer-Ausbildung im Rollstuhlrugby beinhaltet die Schulung der vielfältigen motorischen Fertigkeiten, konditionellen Belastungen und spieltaktischen Elementen der Sportart. Hinzu kommt die Kenntnis der organisatorischen Maßnahmen, die ein Training mit querschnittsgelähmten Tetraplegikern und funktionell vergleichbaren anderen schwerbehinderten Rollstuhlfahrern erfordert. Nicht weniger wichtig ist die Auswahl des richtigen Rugbyrollstuhls, aber auch die Zusammenarbeit mit Helfern, Schiedsrichtern und Klassifizierern eines Vereins.

Die Lehr- und Trainerkommission Rollstuhlrugby im DRS bietet dazu die entsprechenden Aus- und Fortbildung an.

  • An jeweils acht Wochenenden mit je 15 Stunden werden die unterschiedlichen theoretischen und praktischen Inhalte des Rollstuhlrugbys vermittelt. Teil 8 ist zugleich der Prüfungslehrgang und hat als Abschluss die Trainer C Lizenz.

Die Lehr- und Trainerkommission Rollstuhlrugby im DRS freut sich sehr, wenn dieses Angebot von den Vereinen genutzt wird, um auch zukünftig qualifiziert Rollstuhlrugby für viele junge Rollstuhlsportler und Sport-Einsteiger anbieten zu können.

Tanzen

Tanztrainer 

“Tanzen hat nichts mit Füßen zu tun, man tanzt mit dem Herzen! Die Füße der Fußgänger oder die Räder des Rollis sind nur Mittel zum Zweck. Sie sind da, um Emotionen zu transportieren.

Der Tanzsport ist sehr integrativ – jeder kann tanzen! Es gibt Tänzer mit und ohne Handicap, gemischte Paare, E-Rollstuhltänzer, Tänzer mit Querschnittlähmung, Spina-Bifida oder Mehrfachbehinderungen…Wichtig ist, dass die Breite zum Tragen kommt und niemand ausgeschlossen wird”, sagt Udo Dumbeck, der seit über 25 Jahren als Rollstuhltanztrainer aktiv ist. 

Trainerziele
Beim Unterrichten von Tanzsport gibt es übergreifende Aspekte, die nicht Rollstuhlsportspezifisch sind. Dazu zählen:

  • Kondition, Koordination, Konzentration 
  • Interpretation von Musik, Ausdruck und tänzerisches Vermögen 
  • Stärkung der Sozialkompetenz: auf den anderen eingehen, Gruppendynamik erfahren, Anerkennung und Geborgenheit verspüren und an andere weitergeben.

Bei Rollstuhltänzern ist es außerdem wichtig:

  • Den Spaß an der Bewegung und Umsetzung der Musik zu vermitteln
  • Körperbewusstsein zu fördern
  • Persönlichkeitsentwicklung, Selbstbewusstsein und die Darstellung nach außen zu stärken
  • Klar zu machen, der Rollstuhlfahrer oder sie trägt genau so viel zur Leistung des Paares bei. Nach Prinzip 50/50 wird der Partner mit Handicap genauso gefordert und bewertet wie der Fußgänger und wird nicht von diesem “hinterher gezogen”.  

Herausforderungen
Die Rollstuhltänzer müssen eine gleichberechtigte Leistung im Verhältnis zu FußgängerTänzern erbringen und werden nicht von diesen “betanzt”. Grundsätzlich ist es nicht schwieriger einem Rollstuhlfahrer das Tanzen beizubringen als einem Fußgänger. Wie beim Basketball, gibt es auch beim Tanzen  bestimmte Techniken, die erlernt werden. 

Die besondere Herausforderung für den Trainer liegt in der Motivation seiner Schüler. Die Anfänger sollen nicht zu früh aufgeben und merken, dass das Tanzen ihnen physisch und psychisch gut tut. Darüber hinaus können leistungsorientierte Tänzer im Wettkampfbereich einiges erreichen.

Voraussetzungen
Begeisterung, Aufgeschlossenheit, Motivationsfähigkeit. Von der fachlichen Seite, Erfahrung im Bereich des Tanzsports, gerne mit Bezug zum Rollstuhlsport. Fußgänger wie Rollstuhlfahrer können Tollstuhltanztrainer werden.

Ausbildungsinhalte 
Die Trainer C Lizenz gliedert sich im Rollstuhltanzsport in 150 Einheiten, die an fünf Wochenenden gebündelt sind. Sie decken viele unterschiedliche Aspekte ab, u.a. Bewegungslehre, Ernährung, Recht und die zahlreichen Tanzformen. Neben den Klassikern wie Standard und Latein gibt es Formen, die besonders für den Breitensport interessant sind wie Disko, freie Tanzform, Choreografisches Tanzen uvm.