Übungsleiter werden

Prävention und Rehabilitation mit einem einfachen, kostengünstigen Mittel wie dem Sport sind das Gebot der Stunde. Dem modernen Übungsleiter kommt damit auch die Aufgabe zu, den Sportlerinnen und Sportlern eine Gesundheits- und Fitnessorientierung zu vermitteln, die langfristig zur Vermeidugn von Krankheiten beiträgt und das Gesungheitsniveau generell steigert.

Behindertensport folgt in der Regel einem ganzheitlichen Ansatz, der je nach Zielsetzung im Reha-, Breiten- oder Leistungssport mehr oder weniger deutlich zum Ausdruck kommt.

Im Leistungssport stehen sicherlich die sport- und trainingsspezifischen Faktoren zur Leistungsoptimierung im Vordergrund. Dagegen wird im Breitensport tätige Übungsleiter sich mehr an dem Grundsatz “Erlebnisse sind wichtiger als Ergebnisse” halten. Im Rehasport wird der ganzheitliche Ansatz und die damit geforderte Kompetenz des Übungsleiters besonders deutlich. Hier geht es neben der Verbesserung körperlicher, physischer Merkmale um gruppenbezogene, soziale Ziele, pädagogische und psychologische Faktoren, die dem einzelnen dienen.

Übungsleiter und Übungsleiterinnen im Kinder- und Jugendbereich legen viel Kreativität an den Tag, um ihren Schützlingen den Sport schmackhaft zu machen.

Nach: Anne Piepel-Taeger in aktiv dabei 01/12 “Der Übungsleiter im Behindertensport” 

Ausbildung

Ausbildung

Neue Ausbildung im DRS: „Übungsleiter/in C Breitensport Behindertensport“

Der DRS hat die Genehmigung zur Durchführung der Ausbildung “Übungsleiter/in C Breitensport Behindertensport“ als Kompaktlehrgang mit Block 10 und Block 100 erhalten. Die Ausbildung umfasst insgesamt 120 Lerneinheiten (LE) und ist auf Grundlage der „Richtlinien für die Ausbildung im Deutschen Behindertensportverband e.V.“ konzipiert worden. Nach Abschluss der Ausbildung erhalten die Teilnehmer die Lizenz: „Übungsleiter/in C Breitensport Behindertensport“

Nach erfolgreicher Absolvierung des Lehrganges „Übungsleiter/in C Breitensport Behindertensport“, indem die Grundlagen – Block 10 (90 LE) vermittelt werden, kann durch eine weitere Ausbildung im Profilbereich Neurologie – Block 60 (90 LE) die Lizenz  „Übungsleiter/in B Rehabilitationssport Neurologie“ erworben werden, die zur Abrechnung des Rehabilitationssports über den Verein mit den Kostenträgern (KOV; BG und KK) berechtigt.

Geänderte Ausbildungsbedingungen für Teilnehmer des DRS zum Erwerb der Lizenz “Übungsleiter/in B Rehabilitationssport (Neurologie)”

Der Ausschuss Bildung/Lehre im DBS besteht auf die Einhaltung seiner Richtlinien für den Rehabilitationssport. Die eigene Ausbildung des DRS ist in der bisherigen Form nicht vollständig und erfordert eine Ergänzung durch den Block 60, Neurologie, gemäß der Richtlinien zur Ausbildung im DBS.

Für Rollstuhlsport-Interessenten, die sich für die Tätigkeit als Übungsleiter qualifizieren möchten, bestehen drei Möglichkeiten mit unterschiedlich großem Aufwand: 

  1. Übungsleiter/in C Breitensport Behindertensport; Umfang: 120 Lerneinheiten (LE) + 1. Hilfe; Lizenz: gültig für Breitensport, nicht für Rehabilitationssport; Ausrichter: DRS; Lizenzaussteller: in Kooperation mit DBS-Landesverbänden
  2. Übungsleiter/in B Rehabilitationssport; Umfang: 120 LE gemäß Punkt 1 (Lizenz Übungsleiter/in C Breitensport Behindertensport) + 90 LE Block 60; (Neurologie); Ausrichter: DRS (120 LE) + DBS-Landesverbände (90 LE); Lizenzaussteller: DBS-Landesverbände
  3. Übungsleiter/in B Rehabilitationssport, mit Spezialisierung im Bereich Neurologie; Umfang: 90 LE Block 10 + 90 LE Block 60 (Neurologie); Ausrichter und Lizenzaussteller: DBS-Landesverbände

Erläuterungen

  • Das allgemeine Angebot zur Ausbildung “Übungsleiter/in B Rehabilitationssport” des DBS (Angebot 3) berücksichtigt nur wenige Inhalte aus dem Rollstuhlsport. Die übergeordnete Zielsetzung der Ausbildung ist den Übungsleiter vielseitiger und in verschiedenen Gruppen einsetzen zu können; d. h., nicht nur bei Rollstuhlfahrern.
  • Besonders für die Rollstuhlfahrer ist diese Regelung sehr unbefriedigend. Ihre eigene Bewegungskompetenz kommt für den Erwerb der Lehrfähigkeit zu wenig zum Tragen.
  • Der DRS-Lehrausschuss bemüht sich eine eigenständige Ausbildung für den Rehabilitationssport für Rollstuhlfahrer im Umfang von 180 LE beim Hauptvorstand des DBS zu beantragen.

Dr. Horst Strohkendl/ehem. Lehrwart im DRS

DRS-Lehrgänge 2018

>>> Eine Übersicht aller Lehrtermine gibt es unter: www.rollstuhlsport.de/termine/schulungen 

Fortbildung

Fortbildung

Fort- und Weiterbildungen sind ein Muss für Übungsleiter, auch im Rollstuhlsport. So können Sportvereine flexibel und zeitnah Trends aufgreifen oder neue medizinische oder sportwissneschaftliche Erkenntnisse in den Rehabilitationssport einfließen lassen.

Dazu werden vom DRS Lehrgänge ausgeschrieben, die den Übungsleitern und den Übungsleiterinnen neue fachliche Kompetenzen vermitteln und deren Qualifikationsprofil erweitern.

Dabei ist nicht allein das Lernen von Fakten gefragt, sondern es wird auch Kreativität gefördert, etwas um Sportarten oder Inhalte zu verändern und an spezifische Erfordernosse zu anzupassen. Insofern sind Übungsleiter im Behindertensport auch innovativ und gestalterisch tätig.

Nach: Anne Piepel-Taeger in aktiv dabei 01/12 “Der Übungsleiter im Behindertensport”