Silber für Anna-Lena Forster in der Super-Kombination
Das dritte Kombi-Gold in Folge verpasst, eine mental wertvolle Silbermedaille gewonnen: Abfahrts-Goldmedaillengewinnerin Anna-Lena Forster war nach Platz zwei in der Super-Kombination von Cortina d’Ampezzo vor allem „erleichtert“, nachdem sie am Tag zuvor im Super G ausgeschieden war. Andrea Rothfuss wurde Sechste, Anna-Maria Rieder sowie Alexander Rauen mit Guide Jeremias Wilke Elfte. Die Deutschen zeigten vor allem mit den Slalom-Ski gute Leistungen, die hoffen lassen für die technischen Disziplinen von Donnerstag bis Sonntag.
Es war eine schwere Aufgabe, die Anna-Lena Forster vor sich hatte. Nach Abfahrts-Gold zum Paralympics-Start am Sonntag verpasste sie am Montag im Super G ein Tor, nachdem sie zuvor weit gesprungen war – zu einem Zeitpunkt, als sie nur 0,20 Sekunden hinter ihrer Dauerkonkurrentin Audrey Pascual Seco aus Spanien lag und damit vermutlich mindestens Silber gewonnen hätte. Am Montagnachmittag kam die große Enttäuschung bei ihr an, die sich auch bis in den Dienstagmorgen zog.
„Ich habe es nicht geschafft, den Super G abzuschütteln“, sagte die 30-Jährige vom BRSV Radolfzell und war daher „einfach froh“, den Kombi-Super G am Dienstag ins Ziel gebracht zu haben. Das Problem: Die junge Spanierin war 2,82 Sekunden schneller gewesen, Forster aber vor ihrer Paradedisziplin Slalom mit Platz zwei immerhin gut positioniert, um auf Medaillenjagd zu gehen. In PyeongChang 2018 und Peking 2022 hatte sie mit einer Aufholjagd jeweils Kombi-Gold gewonnen, 2014 in Sotschi auf ähnliche Weise mit Silber ihre erste Paralympics-Medaille überhaupt ergattert.
Im Kombi-Slalom von Cortina d’Ampezzo legte Forster eine starke Fahrt hin – und als die spanische Super G-Paralympics-Siegerin im Slalom unterwegs war, schwand ihr Vorsprung von Zwischenzeit zu Zwischenzeit. 0,46 Sekunden rettete Pascual Seco ins Ziel, doch Forster freute sich auch über Silber. „Für unseren Sport ist es wichtig, dass es spannend ist. Ich hätte es auch anders machen können und im Super G mehr Gas geben können, aber das war heute morgen einfach nicht drin. Jetzt mit dem Slalom bin ich happy und kann selbstbewusst in die Technik-Rennen gehen.“
Am Donnerstag steht der Riesenslalom für Forster an, am Samstag schließlich der Slalom. Dann könnten weitere Medaillen zu Forsters Sammlung dazu kommen: Mittlerweile steht sie bei elf Edelmetallen und die Vorfreude auf die technischen Disziplinen ist groß: „Ich fühle mich auf dem Schnee wohl, auch wenn er so gesalzen ist, das taugt mir und daher gehe ich mit Selbstbewusstsein in die letzten zwei Rennen.“ Eine Lektion konnte die Freiburgerin, die am Bodensee aufgewachsen ist, auch mitnehmen: „Es zeigt mir, dass man einfach weitermacht und weiterkämpft und von sich überzeugt bleibt, auch wenn man innerlich mal nicht an sich glaubt. Ich glaube, das hat mir der Tag heute gezeigt.“
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Foto: Anna-Lena Forster © Tom Weller / DBS

















