Sportarten

Wasserki, Fechten, Skaten oder Basketball spielen – Rollstuhlsport ist vielseitig!

Seit dem Anfängen der Paralympischen Bewegung durch Sir Ludwig Guttmann nach dem zweiten Weltkrieg hat sich das Angebot an Sportarten für Menschen mit Handicap rasant entwickelt. Mittlerweile gehören über 40 Sportarten zum Angebot des Deutschen Behindertensportverbandes.

Rollstuhlnutzer können beim DRS in 31 Sportarten aktiv werden. Neben klassischen Sommer- und Wintersportarten kommen immer wieder neue Angebote hinzu wie z.B. WCMX oder Yoga. Ausführliche Informationen und Ansprechpartner zu jeder Sportart befinden sich auf den Unterseiten.

Badminton

Ob jung oder alt, Frau oder Mann, egal ob mit oder ohne Behinderung – Badminton bietet allen die Möglichkeit zu gemeinsamer sportlicher Aktivität. – Badminton ist eine der schnellsten Ballsportarten, die, im Gegensatz zum Federball, in einer Halle gespielt wird. Es ist ein Rückschlagsport für zwei SpielerInnen in der Einzeldisziplin oder für vier SpielerInnen im Doppel oder Mixed. Badminton ist ein inklusiver Sport für Menschen mit und ohne Behinderungen, der mit geringem Aufwand durchgeführt werden kann. Er fördert Bewegung und Koordination und bringt schnelle Erfolgsergebnisse. 

So geht’s los!
In zahlreichen DRS-Vereinen und vielen Vereinen des Deutschen Badminton-Verbandes kann man Para-Badminton spielen. Unser Ansprechpartner hilft gerne, einen passenden Verein zu finden.

Klassifizierung
Gespielt wird in unterschiedlichen Klassen, die sich nach Art der Behinderung richten:

• WH 1 und WH 2 für Rollstuhlfahrer
• SL 3 und SL 4 für Spieler mit Behinderungen unterhalb der Hüfte
• SU 5 für Spieler mit Armbehinderungen
• SS 6 für Kleinwüchsige

Liga und Wettbewerbe 
Während der Liga-Saison (September-April) finden in Deutschland 4-6 Ranglistenspieltage statt, im Anschluss werden die Deutschen Meisterschaften ausgetragen. Die Europa-Meisterschaften finden in geraden Jahren, die Weltmeisterschaften in ungeraden Jahren statt.

Termine
>>> zu den aktuellen Events: www.rollstuhlsport.de/termine/badminton 

Regeln
Die Rollstuhlfahrer spielen grundsätzlich mit einer „toten Zone“ von der vorderen Aufschlaglinie bis zum Netz. Ein Einzel wird ansonsten auf einem halben Doppel-Feld ausgetragen. Die weiteren Spielregeln sind identisch mit denen der Fußgänger. So beträgt die Netzhöhe 1,55 m.

Eine besondere Variante im Badminton stellt Integra-Badminton dar. Hier spielt jeweils ein Rollstuhlfahrer gemeinsam mit einem Fußgänger in einem Doppel.

Sportgeräte
Zwei Schläger, ein Federball, ein Netz und ein Spielpartner – schon kann es los gehen

Deutsche Erfolge
Bei vergangenen internationalen Wettkämpfen konnten deutsche Para-Badminton-Sportler bereits zahlreiche Titel gewinnen. Mehrfache Welt- und Europameister wurden u.a. Thomas Wandschneider (RSG Langenhagen) in verschiedenen Rolli-Disziplinen und Pascal Wolter (OSC Düsseldorf) bei den Spielern mit Beinbehinderungen. Aber auch Nachwuchstalente wie Tim Haller (Buxtehuder SV) und Valeska Knoblauch (RBG Dortmund) nahmen schon an internationalen Siegerehrungen teil.

Links
para-badminton.de
Deutscher Badminton-Verband

 

Ansprechpartner/in:

Holger Hörenbaum
Basketball

 

Rollstuhlbasketball ist eine spektakuläre Sportart: schnell, akrobatisch, leidenschaftlich und inklusiv: In vielen Sportvereinen setzen sich auch nichtbehinderte Spieler hin und gehen per Rollstuhl auf Korbjagd.

So geht es los!
Basketball zählt, auch durch seine lange Historie, zu den populärsten Rollstuhl-Sportarten weltweit und wird mittlerweile in zahlreichen Vereinen in ganz Deutschland angeboten. Unser Ansprechpartner vermittelt gerne einen passenden Verein.
Auch die Teilnahme an einem der bundesweiten Try Outs bietet Gelegenheit, einen Einstieg in den Rollstuhlbasketball-Sport zu finden.

Liga
Im DRS-Fachbereich Rollstuhlbasketball sind insgesamt 23 Ligen organisiert, von einer Einsteigerliga über wettkampforientierten Breitensport bis zur ersten Bundesliga. Darüber hinaus werden auch der DRS-Pokal und regionale Pokalturniere ligaübergreifend ausgespielt. 

Termine
>>> zu den aktuellen Events: www.rollstuhlsport.de/termine/basketball 
Spielbetrieb Liga 

Regeln
Grundlegend auf dem Regelwerk das Basketballs basierend haben Körbe, Spielfeld und Spielzeit beim Rollstuhlbasketball die gleichen Dimensionen wie im „Fußgänger“-Basketball. Gespielt wird 4×10 Minuten. Im Rollstuhlbasketball spielen Männer und Frauen, Behinderte und Nichtbehinderte im nationalen Ligabetrieb zusammen. 

Klassifizierung
Die funktionelle Klassifizierung bewertet, über welche basketballrelevanten Muskelfunktionen ein Spieler verfügen kann. Die Skala reicht in 0,5-Punkte-Schritten von 1,0 (beispielsweise für hohe Querschnittlähmungen) bis zu 4,5 Punkten für Nicht- und Minimalbehinderte. Die Summe der Klassifizierungspunkte der fünf Spieler auf dem Feld darf 14,5 (auf Vereinsebene) bzw. 14,0 (Nationalmannschaften) Punkte nicht überschreiten.

Sportgerät
Der Rahmen des speziellen Sportrollstuhls ist fest verschweißt und äußerst belastbar. Die Sitzposition wählt man abhängig von Behinderung und Spielposition. Jeder Rollstuhl muss mit einen Rammbügel ausgerüstet sein. 

Erfolge
Die Deutsche Damen- und Herrenteams nehmen seit Jahren erfolgreich an internationalen Wettbewerben teil. Ein Highligt war der Paralympics-Sieg der Damen in London 2012.

Projekte
Mit dem Projekt „Rollstuhlsport macht Schule“ besuchen Referenten des DRS und seiner Kooperationspartner seit 2003 bundesweit regelmäßig Schulklassen im Sportunterricht, um Kindern und Jugendlichen den Basketballsport per Rollstuhl näher zu bringen.
 
Links
drs-rollstuhlbasketball.de 
teamgermany.net 
RBBL.de

be-magic.de
IWBF 
IPC Wheelchair Basketball 
Deutscher Basketball Bund

 

Ansprechpartner/in:

Basketball
kommissarisch Hans-Jürgen Bäumer

 

Boccia

So geht’s los
Ob in einem Verein, in der Freizeit, in der Halle oder am Strand-Boccia macht überall Spaß. Der Ansprechpartner hilft gerne einen passenden Verein zu finden.

Klassifizierung
Im Wettkampfbereich kann Boccia in den Klassen BC 1 und BC 2 von Sportlern mit schweren motorischen Beeinträchtigungen cerebralen Ursprungs gespielt werden. Sportler, denen ein eigenständiger Wurf nicht möglich ist, können in der Wettkampfklasse BC 3 mit Hilfe einer Rampe und eines Assistenten teilnehmen. In Wettkampfklasse BC 4 nehmen Sportler ohne eine Beeinträchtigung cerebralen Ursprungs teil, wie zum Beispiel einer hohen Querschnittlähmung.

Liga
Boccia kann als Freizeit- und als Wettkampfspiel durchgeführt werden. In Deutschland werden Landesmeisterschaften und seit 2004 Deutsche Meisterschaften durchgeführt. Seit 1990 ist Boccia Disziplin bei den Deutschen CP-Sportspielen. Bei internationalen Wettbewerben wie z. B. Europa- oder Weltmeisterschaften, Paralympics wird Boccia nur für schwerbehinderte Sportler/Innen ausgetragen, die einen Rollstuhl benutzen. Es gibt Einzel-, Paar- und Mannschaftswettbewerbe. Männer und Frauen starten gemeinsam.

Termine
>>> zu den aktuellen Events: www.rollstuhlsport.de/termine/boccia

Regeln
Der Jackball (weißer Ball) wird zuerst ins Spiel gebracht. Dann wechseln sich die Spieler mit den roten und blauen Bällen ab. Wessen Ball am Schluss am nächsten zu dem Jackball liegt, gewinnt. Der Ball kann mit der Hand, dem Fuß oder mit einer speziellen Abrollhilfe, der Rampe, ins Spiel gebracht werden.

Hier finden Sie das international gültige Regelwerk: www.bisfed.com

Sportgeräte
Benutzt werden Lederbälle, die mit Kunststoffgranulat gefüllt sind und unterschiedliche Härtegrade aufweisen können. Es wird im Alltagsrollstuhl gespielt.

Erfolge
2019 – BISFed World Open Montreal (CAN) – 4. Platz Boris Nicolai (BC4)
2018 – WM Liverpool (GBR) – 3. Platz Boris Nicolai (BC4)
2018 – WM Liverpool (GBR) – 4. Platz Pair BC4
2018 – BISFed Regional Open Olbia (ITA) – 4. Platz Nicole Michael (BC4)
2017 – BISFed World Open Kansas City (USA) – 2. Platz BC4 Pair
2013 – EM – Teilnahme Nationalteam GER
2012 – offene polnische Meisterschaften – erste internationale Turniersiege von  Andreas Welzel (BC4) und Manuel Wolfsteiner (BC2)
2012 – polnische Mannschafts-Meisterschaften – Turniersieger Pair BC3 – Andreas Knoth/A. Welzel
2011 – World Cup – Teilnahme Nationalteam GER
2010 – WM – Teilnahme Nationalteam GER
2009 – EM – Teilnahme Nationalteam GER

Links
>>> SFD KH – Sportfreunde Diakonie Bad Kreuznach e.V.
>>> BVKM – Bundesverband für körper- & mehrfachbehinderte Menschen e.V. – u.a. gibt es einen Boccia-Ratgeber
>>> BRSNW – Behinderten- & Rehabilitationssportverband NRW e.V.
>>> DBS – Deutscher Behindertensportverband e.V.
>>> BISFED – Boccia International Sports Federation – Webseite auf Deutsch verfügbar

 

Ansprechpartner/in:

Dirk Möller

Bogensport

 

Die Vielfalt der Bögen und Hilfsmittel und deren Bedeutung gibt dem Laien manches Rätsel auf. Die bunten Scheiben und die aufgereihten Schützen sind ein prächtiger Anblick. Hörbar sind nur das Vibrieren der losgelassenen Sehnen und der Aufschlag der Pfeile auf den Scheiben.

So geht’s los
Für den Anfänger gibt es preiswerte und leicht zu handhabende Bögen. Jeder Bogensport-, Schützen- und Sportverein ist gerne bereit, in die Grundlagen des Bogenschießens einzuführen. Um einen passenden Verein zu finden, nehmen Sie Kontakt mit dem Ansprechpartner auf – er hilft Ihnen gerne weiter.

Meisterschaften
Es konkurrieren Rollstuhlfahrer chancengleich mit Sportlern ohne Behinderung auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene. Spezielle Meisterschaften für Menschen mit Behinderungen richtet jährlich der DBS aus. Der bekannteste Wettkampf ist die WA/FITA. Mangels genügend aktiver Schützen beginnen Meisterschaften, bei denen ausschließlich Menschen mit Behinderung antreten, erst auf Landesebene.

Termine
>>> zu den aktuellen Events: www.rollstuhlsport.de/termine/bogenschiessen 

Regeln
Behinderte und nichtbehinderte Sportler können sich ohne Regeländerungen im Training oder Wettkampf messen. Je nach Behinderung sind Anpassungen am Bogen so wie ein spezieller Fingerschutz zuläßig. Bogensport kann in der Halle, im Freien, im Einzeltraining mit Schießstandaufsicht oder in der Gruppe ausgeübt werden.

Startklassen 
ARW1: überwiegend Rollstuhlnutzer mit Tetraplegie und Schützen mit eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten der oberen und unteren Gliedmaßen.

ARW2: überwiegend Rollstuhlnutzer mit Paraplegie mit eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten der unteren Gliedmaßen.

ARST: Sportler mit eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten der unteren Gliedmaßen, die stehen können. Athleten dieser Kategorie können entweder stehend oder sitzend schießen.

Sportgeräte
Die Recurvebogen-Schützen absolvieren 2×36 Pfeile auf 70m, die Compoundbogen-Schützen auf 50m Entfernung. Wettkämpfe werden in der Halle auf der Distanz von 18 Metern ausgetragen.

Welcher Bogen am besten zu einem passt, sollte man ausprobieren. Zwischen Recurve-Bogen, Langbogen und Compoundbogen fällt die Entscheidung nicht unbedingt leicht. Jedoch helfen die Vereine bei der Auswahl, stellen Bögen zum Ausprobieren zur Verfügung und beraten gerne.

Erfolge deutscher Schützen
Die deutschen Rollstuhlfahrer waren in der Vergangenheit bei den internationalen Meisterschaften und Weltspielen recht erfolgreich. Neben dem Gewinn zahlreicher Medaillen errangen sie auch mehrere Weltrekorde in Einzel- und Mannschaftswettbewerben.

Links
dbs-bogensport.de
Para-Archery

Ansprechpartner/in:

Rainer Schemeit

Curling

 

Rollstuhlcurling ist eine Mannschaftssportart, die unglaublich viel Spaß macht! Es ist ein sehr taktisch geprägter Sport.

Rollstuhlcurling für Anfänger 
Wer gern einmal Rollstuhlcurling ausprobieren möchte, sollte warme Kleidung und gute Bremsen am Rollstuhl mitbringen. Mehr Voraussetzungen gibt es nicht, denn Curling spielen kann jeder. Die DRS-Ansprechpartner helfen gerne dabei einen Verein zum Ausprobieren zu finden.

Liga
Ein Ligabetrieb wird angestrebt. Die Deutsche Meisterschaft für Rollstuhlcurler findet jährlich statt. 2013 wurden vom Deutschen Curling Verband und dem DRS drei Inklusionsturniere ausgetragen, an denen Rollstuhlfahrer und Fußgänger teilnahmen. 

Termine
www.rollstuhlsport.de/termine/curling 

Regeln
Ziel des Spiels ist es, pro Durchgang (End) acht Granitsteine näher am Mittelpunkt eines Kreises zu platzieren als der Gegner. Der Zielkreis (House) befindet sich am Ende einer 43 Meter langen Eisbahn, was den Sportlern ungeheure Präzision abverlangt. Es besteht ein Wischverbot. Rollstuhlcurler müssen daher noch viel genauer schießen, da der Lauf des Steins nicht mehr durch Wischen beeinflusst werden kann.

Der 20 Kilogramm schwere geschliffene Stein kann von Hand oder mit einer Art Armverlängerung (Extender) in die richtige Richtung geschoben werden. Hierfür benötigt der Spieler nicht übermäßig viel Kraft, da der Granitstein durch seine Trägheit fast wie von selbst über das Eis gleitet. Der Rollstuhl steht während des Schießens sicher auf dem Eis, und kann zusätzlich von Mitspielern gehalten werden.

Oft wird der Sport ›Schach auf dem Eis‹ genannt. Der Mannschaftsführer (Skip) muss mehrere Spielzüge vorausdenken, um seinem Team die richtigen taktischen Anweisungen zu geben. Dabei kommt es nicht selten vor, dass ein mehrstündiges Spiel erst mit dem letzten Stein entschieden wird. Nervenstärke ist also für Curler durchaus förderlich.

Eine Mannschaft besteht in der Regel aus vier Spielern, bei denen mindestens ein Tetraplegiker und ein Mitspieler des anderen Geschlechts mit von der Partie sein müssen. 

Klassifizierung
Die Sportler spielen aus einem Rollstuhl heraus, es gibt keine Unterteilung in Klassen.

Sportgeräte
Eine Teleskopstange (Stick) + 20 Kilogramm schwere Steine

Deutsche Erfolge
Bei den paralympischen Spielen in Vancouver 2010 nahm erstmals auch ein deutsches Team teil.

Links
www.facebook.com/WheelchairCurling (Team Germany)
www.curling-verband.de
www.paralympic.org/sport/wheelchair-curling

Quellen: DRS, Rehascout

Ansprechpartner/in:

Martin Schlitt

curling(at)rollstuhlsport.de

Elektrorollstuhlsport

 

 

Auch für Nutzer von Elektro-Rollstühlen gibt es diverse Möglichkeiten, Sport zu treiben. Die populärste von ihnen ist neben E-Ball und E-Rolli-Fußball das Powerchair-Hockey (PCH) – vormals Elektro-Rollstuhlhockey genannt. Fahrtechnisches Können mit dem Rollstuhl, faszinierende Arten der Ballführung mit dem Hockeyschläger sowie die Umsetzung von taktischen Spielzügen in der Offensive und der Defensive. Für Aktive, die den Schläger nicht mit den Händen führen können, wird der Schläger direkt am E-Rollstuhl installiert.

Es ist ein attraktives Spiel mit allen beliebten Merkmalen einer Mannschaftssportart. Dadurch, dass alle Spieler permanent in Bewegung sind, wird Powerchair-Hockey nie langweilig. Spektakuläre Torschüsse und Torwartaktionen beeindrucken sogar Laienzuschauer. Das geschickte Manövrieren der E-Rollstühle und das Vorausahnen der gegnerischen Züge, ohne dass Zusammenstöße entstehen, ist eine anspruchsvolle Herausforderung.

So geht’s los
Die DRS-Ansprechpartner finden gerne einen geeigneten Verein in Wohnortnähe. Bei einem Schnuppertraining zeigen kompetente Trainer und Übungsleiter die Grundlagen des Powerchair-Hockeys und beantworten auch Fragen abseits des Sports.

 

Liga
Die PCH-Spieler sind in drei Ligen organisiert.

Termine
zur Übersicht aller Events: www.rollstuhlsport.de/termine/elektrorollstuhlsport

Regeln
Die PCH-Regeln sind überwiegend aus dem Feld-Hockey, dem Hallen-Hockey und vor allem aus den Eishockey-Regeln übernommen worden. Diese wurden an die körperlichen Fähigkeiten der E-Rollstuhlfahrer angepasst. Hier geht es zum offiziellen Regelwerk.

Zusammenfassung der wichtigsten Regeländerungen zur Saison 2016-2017.

Klassifizierung
Um im Spiel Chancengleichheit zu gewährleisten, wurde 2004 ein offizielles Klassifizierungssystem eingeführt. So werden den Spielern abhängig von ihren körperlichen Fähigkeiten (Bewegungsradius, Muskelkraft etc.) Punktwerte zugeordnet, die von 1,0 (für Spieler mit festmontiertem Schläger) bis 5,0 (für Spieler, die im Alltag nicht auf einen Elektrorollstuhl angewiesen sind) reichen. 

Eine Mannschaft muss darauf achten, dass die im Spiel gemeinsam eingesetzten Spieler insgesamt höchstens 12 Punkte haben.

Sportgeräte
Es wird mit einem Handschläger oder Festschläger (T-Stick) und einem hohlen Plastikball mit Löchern gespielt. Der Elektrorollstuhl muss bestimmte Maße einhalten und darf dementsprechend getunt werden.

Erfolge
2010 gewann das deutsche Nationalteam in Italien erstmals den Weltmeistertitel. Bei der WM 2014 in München wird Deutschland tritt Deutschland als Titelverteidiger an. Weitere Erfolge.

Links

elektrorollstuhlsport.de
Powerchair Hockey Youtube-Kanal
E-Hockey WM 2014 in München

 

Ansprechpartner/in:

Julian Wendel

Fechten

 

Wie D’Artagnan und die Musketiere
Fechten ist ein integrativer Sport für die ganze Familie, ob als Rollifahrer oder Fußgänger, jung oder alt, Mann oder Frau – ganz getreu dem Motto: „Einer für alle, alle für einen!“ 

So geht’s los!
Das Training findet überwiegend integrativ in den Vereinen des Deutschen Fechterbunds statt, zusammen mit Sportlern ohne Behinderung. Die DRS-Ansprechpartner helfen gerne einen passenden Verein zu finden.

Wettkämpfe 
Wer sich gerne auf Turnieren messen möchte, kann bei Landesmeisterschaften, deutschen Meisterschaften bis hin zu Weltcups, Europameisterschaften oder Weltmeisterschaften antreten. Highlight sind alle 4 Jahre die Paralympics. Rollstuhlfechter können aber auch an den meisten Breitensportturnieren teilnehmen oder beim Deutschlandpokal als Teil einer Mannschaft um den Sieg kämpfen.

Alle zwei Jahre wird in Deutschland ein Weltcup im Rollstuhlfechten veransteltet. Im Januar 2014 können Interessierte der Weltspitze in Malchow zusehen.

Termine
>>> zu den aktuellen Events: www.rollstuhlsport.de/termine/fechten 

Regeln
Man sitzt sich im Rollstuhl gegenüber. Die „Rollis“ sind dabei in ein Gestell gespannt, das auf dem Boden liegt. Der Abstand zum Gegner wird je nach Körpergröße und Waffe individuell eingestellt. 

Die Kampfregeln weichen nur geringfügig von klassischen Fechtregeln ab. So ist beispielsweise die Trefferfläche im Degen begrenzt, so dass auf den Beinen oder dem Rollstuhl keine gültigen Treffer platziert werden können. 

Klassifizierung
Rollstuhlfechten eignet sich für Menschen mit einer leichten Gehbehinderung ebenso, wie für Para- und Tetraplegiker. Die Einteilung erfolgt in drei verschiedene Wettkampfklassen.

A: Sportler mit der geringsten Einschränkung (z.B. Beinamputierte), 
B: Sportler mit Einschränkung in der Rumpfmuskulatur oder im Waffenarm, 
C: Sportler mit starker Einschränkung in der Rumpfmuskulatur und dem Waffenarm

Sportgeräte
Es wird ebenso wie im „Fußgängerfechten“ mit den Waffen Florett, Degen und Säbel gefochten. Die Ausrüstung wird im Rahmen von Schnuppergruppen in der Regel von den Vereinen gestellt. Dabei sind die Vorschriften des Internationalen Fechtverbandes (FIE) eingehalten, welche die Sicherheit der Kleidung und Waffen gewährleisten.

Einen speziellen Fechtrollstuhl braucht man am Anfang nicht, es kann mit dem Alltagsrollstuhl gefochten werden. Profis fechten mit einem Fechtrollstuhl, der mit einer Griffstange ausgerüstet ist, die das Herausschnellen beim Angriff erleichtert.

Erfolge
Zu den aktuell erfolgreichsten deutschen Rollstuhlfechterinnen zählt Simone Briese- Baetke, die sich unter anderem bei den Paralympics 2012 die Silbermedaille im Degen erkämpfte. Bei der männlichen Konkurrenz punktete Steffen Nordmann. Er gewann 2013 in allen Waffen die deutschen Meistertitel und nahm unter anderem an den Weltmeisterschaften in Budapest 2013 teil.

Links
Rollstuhlfechten.de – DRS-Fachbereich Rollstuhlfechten
IWAS – International Wheelchair and Amputee Sports Federation
IPC – Paralympisches Rollstuhlfechten
DFB – Deutscher Fechter-Bund

Ansprechpartner/in:

Ira Ziegler

Flying Disc Sport

Die Welt ist also doch eine Scheibe!
Ein neuer Rollstuhlsport macht sich fliegend einen Namen. Wheelchair Flying Disc Sport (WFDS) ist der Überbegriff für inklusive Sportarten mit einer fliegenden Scheibe. Eine Variante davon ist Zone Disc – ein schneller Mannschaftssport ohne Körperkontakt, der noch in Entwicklung ist, also noch kein festes Regelwerk oder eine Spielerklassifizierung hat.

Das Spiel aus dem Rollstuhl – einfach und inklusiv
Den schnellen Mannschaftssport kann man ohne große Materialschlacht sowohl im Innen- als auch Außenbereich spielen. Am einfachsten spielt man mit Rollstuhlbasketball-Stühlen, da diese leicht und wendig sind. Natürlich kann man auch mit Aktivrollstühlen spielen – das macht besonders Sinn wenn man im Freien spielt, beispielsweise auf einem nicht ganz ebenen Parkplatz.

Die Scheibe steht für wesentlich mehr als einen temporären Zeitvertreib in Parks oder an Stränden. Sie bringt altersunabhängig Menschen mit und ohne Behinderung zusammen und ermöglicht damit ein inklusives Miteinander.

Sportart in Entwicklung – Mitmachen erwünscht!
Das Ziel ist die vielseitige, spielernahe Entwicklung einer neuen Mannschaftssportart durch folgende Schritte:

1. Präsentation des Spiels und seiner Grundregeln in Rehabilitationszentren, Kliniken, Behindertensportorganisationen, Messen.
2. Rekrutierung lokaler Gruppenleiter. Einbau des Spiels in Sportgruppen.
3. Testen und Erweitern des Regelwerkes 
4. Zusammentragen von Erfahrungen zur Ergänzung des aktuellen Regelwerks
5. Dieses Regelwerk bildet die Basis für erste Spiele und Turniere mit Wettkampfcharakter

Jeder, der im Spiel substantielle Erfahrungen gesammelt und die eine oder andere kreative Spielregel getestet hat oder sogar selbst eine Sportgruppe leitet, kann und soll seine Erkenntnisse und Erfahrungen einbringen. 

Regeln und Tryout
Einfach Spielregeln hier herunterladen und loslegen. Oder ein TryOut vor Ort beim Ansprechpartner anfragen.

Termine
www.rollstuhlsport.de/termine/flyingdisc

Links
World Flying Disc Federation

Ansprechpartner/in:

Daniel Schliessmann

Gewichtheben / Powerlifting

 

 

Gewichtheben ist die einzige Kraftsportart ohne gegnerischen Kontakt, vergleichbar mit dem Bankdrücken. Sowohl Männer als auch Frauen, die einen Rollstuhl nutzen, können die Sportartart ausüben. Sie ist gekennzeichnet durch Maximal- und Schnellkraft, aber auch durch Beobachten des Gegners, Technik und Taktik. Der einzelne Sportler kämpft für sich innerhalb eines Mannschaftsgefüges. Helfen und helfen lassen ist das Motto.

So geht’s los
Einmal im Jahr finden Nachwuchslehrgänge statt, bei denen  Anfänger von erfahrenen Athleten in die Sportart eingeführt werden. Darüber hinaus helfen die DRS-Ansprechpartner gerne jederzeit weitere Try-Out Möglichkeiten zu finden.

Termine
>>> zu den aktuellen Events: www.rollstuhlsport.de/termine/gewichtheben

 

Regeln
Die Regeln sind einfach. Wer das schwerste Gewicht in seiner Körpergewicht-Klasse stemmt, gewinnt. Frauen und Männer werden getrennt gewertet. Jeder Athlet hat 3 Versuche. Gewichtheben wird ab 14 Jahren empfohlen.

 

Klassifizierung
Das Kräftemessen in zehn Gewichtsklassen, unabhängig vom Grad der Behinderung, macht diesen Sport so reizvoll. Gewichtheben ist inklusiv, da Sportler mit und ohne Handicap zusammen Sport treiben können.

 

Sportgeräte
Da Gewichtheben auf einer Drückerbank mit einer Langhantel betrieben wird, ist keine spezielle Ausrüstung notwenig. Je nach Behinderung kann ein Gurt zur Fixierung genutzt werden.

 

Deutsche Erfolge
Die Herrennationalmannschaft nimmt seit Jahren erfolgreich an Europa-/Weltmeisterschaften und Paralympics teil.

Links
mariohochberg.de
paralympic.org/Powerlifting

Ansprechpartner/in:

Dieter Grimm

Golf

Mit dem Rollstuhl aufs Grün
Der koordinierte und genaue Bewegungsablauf sowie die psychische Herausforderung machen Golf zu einer optimalen Therapiemethode. Die Sportart ist gerade für Menschen mit Behinderung eine gute Möglichkeit, das Selbstwertgefühl zu steigern, die eigene Leistungsfähigkeit zu erforschen und mehr Lebensfreude zu gewinnen.

So gehts los
Die DRS-Ansprechpartner helfen gerne bei der Suche nach einem passenden Schnuppertraining in der Nähe. Sie geben auch ausführliche Infos zu  Schnupperkursen und Trainingsgruppen.

Liga
Man kann sich bei deutschen Meisterschaften bis hin zu Europa- und Weltmeisterschaften mit anderen Golfern mit Behinderung messen. Der BGC bietet aber auch Integrationsturniere an, bei denen Golfer mit und ohne Behinderung zusammen spielen.

Termine
>>> zu den aktuellen Events: www.rollstuhlsport.de/termine/golf 

Regeln
Das Regelwerk der Golfer mit Behinderungen unterscheidet sich nicht von dem Regelwerk der Nichtbehinderten.

Klassifizierung
Es gibt folgende Klassen:
Sehbehinderung, geistige Behinderung, Armbehinderung, Beinbehinderung, Gehörlose und Rollstuhlfahrer.

Sportgeräte
Als Rollstuhlfahrer auf dem unebenen Rasen der Golfanlagen mobil zu sein, erweist sich mit dem Alltagsrollstuhl als schwierig. Ein besseres Hilfsmittel ist hierbei der Spezialrollstuhl. Er bringt die Sportler in eine stehende Position und verschafft ihnen somit Bewegungsfreiheit.

Erfolge
Seit dem Jahr 2000 werden große nationale und internationale Golfturniere mit europäischem Ranglistensystem ausgetragen. Deutsche Golferinnen und Golfer schneiden dabei immer als eine der besten Nationen ab.

Links
bgc-golf.de
powerbasetec.de
jeder-hat-ein-handicap.de

Ansprechpartner/in:

Christian Nachtwey

Handbike

 

 

Eine Fahrradtour mit der Familie oder Freunden oder einen Marathon mitfahren- mit dem Handbike kein Problem! Neben dem sportlichen Aspekt gewährleistet das Handbiken auch mehr Mobilität und neue Freiheiten für den Rollstuhlfahrer, sowie das Training von Herz, Kreislauf und Muskulatur.

So geht’s los
Es ist ein leichter und unkomplizierter Einstieg in den Rollstuhlsport, der keine großen Vorkenntnisse erfordert. Wo es Handbikegruppen oder Vereine in Ihrer Nähe gibt, weiß der Ansprechpartner. Dieser steht Ihnen gerne für Fragen zur Verfügung.

Liga
Im sportlichen Wettkampf wächst das Angebot für Handbiker ständig, immer mehr Veranstalter aus dem Rollstuhl-, Lauf- und Radsportbereich bieten dieser Sportart Raum. Vielen Marathon-Läufen geht mittlerweile ein Handbike-Start voraus. Da es sich um eine Paralympische Sportart handelt, finden Wettkämpfe auch auf internationaler Ebene statt.

Termine
>>> zu den aktuellen Events: www.rollstuhlsport.de/termine/handbike 

Regeln
Der Sport ist nicht gebunden an Sporthallen oder Sportplätze und kann jederzeit und überall ausgeübt werden.

Klassifizierung
Es gibt die Kategorien H1-H4 wobei in H1 Menschen mit großen Einschränkungen im Arm- und Rumpfbereich starten und in H4 Menschen mit geringen Einschränkungen in diesen Bereichen. Genauere Details hier.

Sportgeräte
Das Handbike-Alltagsvariante („Adaptivbike“) lässt sich problemlos vor den Aktivrollstuhl spannen und wird dann mit den Armen über eine Handkurbel mit Schaltung angetrieben. Die immer besser und moderner werdende Rennradtechnik überträgt sich natürlich auch auf die Entwicklung der Handbikes.

In Renn- und Profisport werden speziell angefertigte Handbikes verwendet, in denen man liegend oder knieend fährt.

Es gibt viele Variationen von angepassten Bikes, die den Sport für Erwachsene und Kinder mit den unterschiedlichen Behinderungen ermöglichen.

Erfolge
Bekannte und international erfolgreiche Sportler sind z.B. Dorothee Vieth, Christiane Reppe, Vico Merklein und Torben Broer (Handbike) oder etwa Holger Frank (Triathlon).

Links
rollstuhlmarathon.eu
handbike.de
handbikesport.de

Ansprechpartner/in:

kommisarisch DRS Geschäftsstelle

Kampfkünste

 

 

Oft fällt es schwer im Überraschungsmoment einem Angreifer selbstsicher entgegenzutreten. Wer solche Situationen jedoch übt und Kampftechniken einstudiert, kann entschlossen gegenhalten, was viele Angreifer von Menschen mit Handicap nicht erwarten.

So geht’s los
Kampfkünste sind grundsätzlich für alle sportlich interessierten Menschen geeignet. Sie vermitteln ein positives Körpergefühl, schulen die Koordination, Ausdauer und Beweglichkeit. Damit sind sie gerade im Rehabilitationssport auch in integrativen/inklusiven Gruppen ausgezeichnet einsetzbar. Erfahrene und ausgebildete Trainer passen die verschiedenen Technikausführungen individuell an die Fähigkeiten und Möglichkeiten der Teilnehmer an. Angebote im Schulunterricht sind ebenfalls möglich.

Auch Menschen mit schwersten Beeinträchtigungen können Kampfkunst betreiben, beispielsweise durch das Blasrohrschießen. Hier werden mit sehr geringer körperlicher Anstrengung Präzision, Ausdauer und Körpergefühl geschult. Selbstbeherrschung und der vollständig inklusive Wettkampf fördern das Selbstwertgefühl.

Die DRS-Ansprechpartner helfen gerne ein kostenloses Schnuppertraining zu finden und beantworten Fragen.

Liga
Aufgrund der Vielfalt von Sportarten im Kampfsport und noch relativ geringem Bekanntheitsgrad, finden sich im Leistungssportbereich noch ausschließlich Rollstuhl-Karatekas wieder. Bisher nahmen diese Sportler an deutschen und internationalen Meisterschaften sowie an der Weltmeisterschaft teil.

Termine
aktuelle Events finden: www.rollstuhlsport.de/termine/kampfkuenste

Regeln
Je nach Kampfsportart der Trainingsgruppe variieren die Inhalte und Trainingsformen erheblich. In den meisten Fällen ist ein Vollkontaktkampf im Wettbewerb nicht vorgesehen.

Sportgeräte
Rollstuhlfahrer trainieren in ihrem eigenen Rollstuhl. 

Links
Karate.de 
Rollstuhlkarate.de 
Barrierefreies Budo  
Interessengemeinschaft Kae-In-Sog-In
blasrohr-sport.de
kampfkunst-board.info

Ansprechpartner/in:

Helmut Gensler
Kanu

 

Der Kanusport bietet Rollstuhlfahrern neben der sportlichen Betätigung vielfältige weitere Möglichkeiten etwas für den Körper und die Seele zu tun. Beim Kanufahren vergisst man, dass man Rollstuhlfahrer ist.

So geht’s los
Beim Kanuwandern bewegt man sich auf Gewässern wie Flüssen, Seen und an Meeresküsten. Das Wildwasser-Fahren ist eine besondere und spannende Herausforderung, hier geht es bergab in einem reißenden Fluss. Der Kanurennsportwird in speziellen Rennbooten ausgetragen. Seit 2016 gehört Parakanu auch zum offiziellen Sportprogramm der Paralympischen Sommerspiele.

Ob nun also im Freizeitsport oder Leistungsbereich – Parakanu bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich auf dem Wasser sportlich zu betätigen. Der DRS-Ansprechpartner hilft bei der Wahl der individuell geeignetsten Kanudisziplin gerne weiter.

Klassifizierung im Rennsport
Die ICF (International Canoe Federation) erkennt drei Kategorien der Klassifizierung für Menschen mit Behinderungen an, die sich an Rumpf-, Bein- und Armfunktion orientieren.

Termine
>>> zu den aktuellen Events: www.rollstuhlsport.de/termine/kanu

Regeln
Ein Rennen läuft folgendermaßen ab. Wenn alle Athleten am Start sind, fällt der Startschuss und wer im Finalrennen als erster die Ziellinie überquert, gewinnt. Damit Chancengleichheit besteht, gibt es bei den Booten Beschränkungen im Gewicht und der Größe.

Sportgeräte
Es gibt zwei Kanutypen, das Kajak und der Kanadier. Während man im Kajak immer sitzt und ein Doppelpaddel verwendet, kann man im Kanadier sitzen oder knien und verwendet ein Stechpaddel. Im Gegensatz zum Kajak, das nur im Einer oder Zweier gefahren wird, werden Kanadier auch für mehrere Personen gebaut.
In einem Drachenboot können 16-20 Paddler/Innen mit und ohne Behinderung fahren. Im Rythmus der asiatischen Trommel und in einem prächtig verzierten, drachenähnlichen Boot kann man hier ein exotisches Rudererlebnis genießen.

Links
Deutscher Kanu-Verband
Bayerischer Kanu-Verband 
Inklusives Kanuzentrum Augsburg e.V.
Parakanu im ICF (International Canoe Federation)

Ansprechpartner/in:

Frank Reinke

Kart

Kart fahren ist toll!
Regelmäßig treffen sich Rennbegeisterte mit und ohne Handicap auf der Rennstrecke in Laatzen und fahren Kart. Der gemeinschaftliche Gedanke wird dabei großgeschrieben.

So geht’s los  
Jeder Fahranfänger erhält eine ausführliche theoretische Einweisung und eine praktische Einweisung direkt am Kart. Ergänzt wird die Einweisung durch die Flaggenkunde und den gemeinsamen Umgang auf der Strecke.
Jeder Anfänger bekommt einen Paten zur Seite gestellt.

Erfolge
Neben dem regelmäßigen Fahrtraining und den EventRennen startet die RSG-Kartsparte als einziges Handicap-Team in einer Handicap freien Rennserie, dem NDS-Cup. Bei diesen 3-Stunden Teamrennen ist es eine besondere Herausforderung sich mit nichtbehinderten, jungen Rennbegeisterten zu messen.

Bereits zwei Mal konnte die RSG 2013 in dieser professionellen Rennserie bis auf Platz 2 vorfahren.

Termine
>>> zu den aktuellen Events: www.rollstuhlsport.de/termine/kart

Regeln
Jeder Fahrer muss über einen Helm verfügen, der kostenlos geliehen werden kann. Eine besondere Rennkleidung muss nicht getragen werden.

In einem Rennen sind natürlich Zweikämpfe und Positionskämpfe erlaubt und auch erwünscht, sofern beide Fahrer ein faires Zweikampfverhalten besitzen. Abdrängen, Anschubsen, oder absichtliches Bremsen sind nicht erlaubt.

Sportgeräte
Gefahren wird mit auf Handgas umgebauten Karts, die von einem 6,5 PS starken Motor angetrieben werden, der bis zu 60 km/h erreicht. Zusätzlich gibt es auch 2 Karts, wo Gas und Bremse per Pedal bedient werden.

Alle Karts verfügen über einen festen seitlichen Rahmen, einen Überrollbügel und Sicherheitsgurten. Darüber hinaus können die Beine per Klettband fixiert und der Sitz eingestellt werden.

Links
RSG Hannover (Anbieter von offenen Trainingskursen)
>>> mehr auch auf www.facebook.com/RsgKartsport

Ansprechpartner/in:

Dr. Meike Lüder-Zinke
Leichtathletik

 

Die Leichtathletik gehört zu den Kernsportarten der Individualsportler. Viele davon sind auch mit dem Rollstuhl möglich.

So geht’s los 
Egal ob Rennrollstuhlfahren, Kugelstoßen, Speerwerfen, Diskuswerfen oder sogar Fünfkampf – es gibt viele Möglichkeiten aktiv zu werden. Ein Schnuppertraining ermöglicht  unverbindliche Einblicke in die Disziplinen und beantwortet viele Fragen. Die DRS-Ansprechpartner helfen gernen den passenden Termin oder Verein zu finden. 

Klassifizierung
Leichtathletik für Menschen mit einer Behinderung gibt es seit den 1960er Jahren. Um die Leistungen vergleichbar zu machen, werden die Sportler für den Wettkamp bestimmten Klassen zugeordnet, die ihren körperlichen Fähigkeitn am nächsten entsprechen. Dazu gehören:

  • Rollstuhlfahrer
  • Sportler mit einer Sehbehinderung oder Blinde
  • Cerebral-Paretiker
  • Athleten mit Amputationen oder muskulären Behinderungen

Diese Klassen sind wiederum unterteilt, in manchen Fällen in bis zu 20 Unterkategorien, um einen fairen Leistungsvergleich zu ermöglichen. Dadurch gibt es häufig pro Disziplin mehrere Goldmedaillengewinner.

Liga
Rollstuhlsportler haben viele Möglichkeiten ihr Können unter Beweis stellen. Es gibt Jugend-Cups, Landesmeisterschaften und Deutsche Meisterschaften. Wer bereits ein gewisses Leistungsniveau erreicht hat, darf bei Europa- oder Weltmeisterschaften starten. Leichtathletik ist ein paralympischen Sport, so dass die besten Athleten der Welt sich alle vier Jahre bei den Paralympischen Sommerspielen um Medaillen messen können.

 

Termine

>>> zu den aktuellen Events: www.rollstuhlsport.de/termine/leichtathletik 

Regeln

Je nach Disziplin gelten unterschiedliche Regeln. Das umfassende Regelwerk unterliegt dem Regelwerk der Leichtathletik, entsprechende Regeländerungen und Regeln die sich speziell auf den Behindertensport beziehen sind im Regelwertk des IPC und der IWAS festgelegt

Sportgeräte
Rennrollstuhlfahrer nutzen spezielle „auf den Leib geschneiderte“ Rennrollstühle. Die gestiegenen Anforderungen an einen solchen Rollstuhl haben bewirkt, dass diese heute dreirädrig, besonders leicht und aerodynamisch sind. 

Die technischen Disziplinen werden aus speziellen „Technikerstühlen“ betrieben. Diese werden mit Spanngurten fest am Boden fixiert. Die Wettkampfstühle der Werfer sind ebenso Einzelanfertigungen und für die Wurfdisziplin entsprechend ausgestattet. So ist beispielsweise für den Speerwurf eine Haltestange sowie für Kugel und Diskus eine Armlehne angebracht, um die fehlende Rumpfmotorik auszugleichen. 

Erfolge

In den letzten Jahren gab es zahlreiche deutsche Gewinner bei Europa-, Weltmeisterschaften sowie den Paralympics. Erfolgreiche deutsche Rollstuhlsportler sind unter anderem Marianne BuggenhagenBirgit Kober und Marc Schuh.

Aber auch Athleten, die keine Spitzenleistungen anstreben, sind ein fester Bestandteil der Sportlergemeinschaft, haben Spaß am Leben, ihrem Sport und betreuen in vielen Fällen ihrerseits Nachwuchssportler. 

Links

myhandicap

Deutscher Leichtathletkverband

Ansprechpartner/in:

Simone Zimmermann

Para-Eishockey

 

Para-Eishockey (ehem. Sledge-Eishockey) ist eine paralympische Sportart, die durch Kraft, Ausdauer, Geschwindigkeit und Geschicklichkeit ausgezeichnet ist. Bei den Paralympischen Winterpsielen ist es ein Publikumsmagnet, dass die Eisstadien füllt.

So geht’s los
Para-Eishockey kann in mehreren Vereinen in Deutschland gespielt werden. Bei der Suche nach einem geeigneten Club helfen die DRS-Ansprechpartner gerne weiter.

Klassifizierung
Im Para-Eishockey gibt es nur eine Klasse. Es können Sportler teilnehmen, die wegen einer Behinderung an den unteren Extremitäten, kein „Fußgänger“-Hockey ausüben können. Dazu gehören beispielsweise: Beinamputationen, Muskelschwächen, Lähmungen und Versteifungen sowie unterschiedlich lange Beine.

Liga
In Deutschland gibt es seit 2000/2001 eine Para-Eishockey-Bundesliga. Ein regelmäßiger Trainingsbetrieb findet heute in Berlin, Dachau, Bremen, Dresden, Langenhagen, Niesky, Köln, Wiehl und Kamen statt. Primäres Ziel ist es, in Deutschland einen breit aufgestellten, regelmäßigen Ligabetrieb auszubauen, da in der Ligasaison 2017/18 derzeit nur vier Teams (Bremen, Langenhangen, Spielvereinigung NRW und Spielgemeinschaft Süd/Ost) gegeneinander antreten. Der Raum Süddeutschland benötigt noch dringend Interessenten und Aktive. Vereinsmannschaften treten auch bei internationalen Vereinsturnieren auf.

Termine
www.rollstuhlsport.de/termine/para-eishockey 

Regeln
Spielregeln, Spielfeld, Spielverlauf und Kleidung entsprechen dem „regulären“ Eishockey. Die Regelspieldauer beträgt 3 x 15 Minuten.

Sportgeräte
Statt Schlittschuhen benutzen die Spieler individuell angepasste Schlitten. Zur Fortbewegung und zum Spiel dienen zwei kurze Schläger, deren Enden mit Spikes bestückt sind.

 

Erfolge
Zu den größten deutschen Erfolgen bei internationalen Wettbewerben zählt die Teilnahme an den Paralympischen Winterspielen 2006 in Turin, bei denen das deutsche Team nur knapp die Bronzemedaille verpasste. Beim Qualifikationsturnier für die Vancouver 2010 Paralympics kam das Nationalteam leider nicht an seinen Gegnern vorbei. Die Qualifikation für die Paralympics 2018 in Pyeongchang verpasste das deutsche Nationalteam knapp.

Bei den Weltmeisterschaft 2004 in Schweden belegte Deutschland bei seiner ersten WM-Teilnahme den siebten Rang. Bei den erstmals ausgetragenen Europameisterschaften 2005 in Tschechien wurde Deutschland der erste Europameister. Bei der Verteidigung des EM-Titels 2007 scheiterte Deutschland und wurde hinter Norwegen und dem Überraschungszweiten Tschechien Dritter. Bei der WM 2008 in Boston kam das deutsche Team auf Platz 5. Bei der WM 2009 in Ostrawa gab es nur den 8. Platz.

Links & Informationen
Entwicklung bis 2018 – Perspektiven-Konzept (PDF 323 KB)
https://paraicehockey.de/ (Nationalmannschaft)
www.para-eishockey.de (nationaler Ligabetrieb)
IPC Para Ice Hockey (internationaler Spielbetrieb)
https://www.facebook.com/GermanParaIcehockey

Ansprechpartner/in:

Stefan Steurer

Rollstuhl-Handball

 

Rollstuhlhandball ist eine Mannschaftssportart, die ohne großen Aufwand von Rollstuhlsportgruppen betrieben werden kann. Da es auch von Menschen mit schwereren körperlichen Einschränkungen gespielt werden kann, ermöglicht es einem großen Personenkreis die Teilhabe. Neben dem Spaß am Spiel hat Handball durch das Training von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Koordination und Beweglichkeit auch gesundheitsförderliche Aspekte. Alle genannten Aspekte bewegen uns, Rollstuhlhandball als neue Sportart in Deutschland populär zu machen und einen nationalen sowie internationalen Spielbetrieb aufzubauen.

So geht’s los
Für Rollstuhlhandball braucht man nicht viel: ein Spielfeld (20 x 40 m), zwei Tore (2 x 3 m), einen Handball, zwei Teams (6 Spieler plus Torwart). Variationen innerhalb der Spielfeldgröße, der Torgröße und der Spielerzahl sind je nach Bedarf möglich. Speziell für den Spielbetrieb von Menschen mit schwereren körperlichen Einschränkungen sollte ein kleineres Spielfeld mit einer geringeren Spielerzahl sowie eine Abhängung des Tors (z.B. auf 1,20 m Höhe) gewählt werden.

Vereine / Liga
Während „Wheelchair Handball“ bereits in Ländern wie den Niederlanden, Portugal, Italien und Schweden etabliert ist und auch einen internationalen Spielbetrieb (IWHF, International Wheelchair Handball Federation) erfährt, ist die Sportart in Deutschland bislang noch rudimentär unterwegs und wird vereinzelt mit unterschiedlichen Regeln betrieben. Die RSG Hannover e.V. hat Rollstuhlhandball seit 2015 im Vereinsprogramm aufgenommen und verfügt über ein wöchentlich trainierendes integratives Team. Die RSG Blue Bandits haben sich zum Ziel gesetzt, einen nationalen und internationalen Spielbetrieb aufzubauen.

Termine
www.rollstuhlsport.de/termine/rollstuhl-handball

Regeln
Auf nationaler Ebene ist bislang noch kein verbindliches Regelwerk für Rollstuhlhandball entwickelt worden, so dass man sich bislang an den internationalen Regeln orientiert. Zusammen mit der RSG Hannover, dem DRS und dem DHB soll zeitnah ein verbindliches Regelwerk für Deutschland formuliert werden.

Sportgeräte
Rollstuhlhandball kann mit Sportrollstühlen gespielt werden, die zur Sicherheit über einen Kippschutz bzw. eine hohe Kippstabilität verfügen sollten. Wenn von der körperlichen Einschränkung möglich, ist der Einsatz von Sportrollstühlen mit niedriger Rückenlehne von Vorteil.

Links
www.rsghannover.de – RSG Hannover e.V. mit den RSG Blue Bandits
www.eurohandball.com/ehf/wheelchair – Europäischer Handballverband

Ansprechpartner/in:

Dr. Meike Lüder-Zinke

Rollstuhl-Hockey

 

Rollstuhl-Hockey steht für Action, Ausdauer und das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung.

So geht’s los

Rollstuhl-Hockey wird in einigen Vereinen in Deutschland angeboten. Der Ansprechpartner hilft gerne, einen passenden Verein zu finden.

Klassifizierung

Es spielen Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen. Mindestens drei der sechs aktiven Spieler müssen ein Handicap aufweisen. Ein Punktesystem wie z.B. beim Basketball gibt es beim Rollstuhl-Hockey nicht.

Liga
Zu der inzwischen bundesweiten Liga gehören sieben Mannschaften: drei aus dem Raum Aachen, eine aus Ostwestfalen-Lippe, eine aus Bramsche / Osnabrück und schließlich zwei Teams der RSG Hannover. Weitere Teams und potentielle „Gegner“ sind willkommen, um den Wettbewerb noch abwechslungsreicher zu machen.

Termine
>>> zu den aktuellen Events: www.rollstuhlsport.de/termine/rollhockey 

Regeln
Es wird mit einem Unihockey-Ball und Schlägern aus Plastik gespielt. In jeder Mannschaft spielen fünf Feldspieler und ein Torwart. Es wird insgesamt 40 Minuten gespielt.

Sportgeräte
Die Spieler benötigen jeweils einen Sportrollstuhl und einen verkürzten Street-Hockeyschläger. Das Spielfeld hat eine Größe von 26 x 16 m.

Deutsche Erfolge
6. Platz bei den ParaGames Breda 2013

Links
www.rollstuhl-hockey.de (RSG Hannover 94 e.V.)
www.swisswheelyopen.ch 
www.paragamesbreda.nl
www.praguewheelopen.cz

Ansprechpartner/in:

Dietmar Heinze
Rugby

Rollstuhlrugby ist ein actionreicher, spannender Sport für Personen mit Einschränkungen an mindestens drei Gliedmaßen. Dazu zählen überwiegend Menschen mit Querschnittlähmungen, anderen Lähmungen, Amputationen und Spastiken. Viele Sportvereine bieten Rollstuhlrugby an. 

So geht’s los
Wer Rollstuhlrugby ausprobieren möchte und Vereinsangebote sucht, wendet sich einfach an sekretariat(at)gerwr.de.

Klassifizierung
Jeder Spieler wird auf einer Punkteskala von 0.5 – 3.5 klassifiziert. Die Punktzahl richtet sich nach dem Grad der körperlichen Beeinträchtigung. Je höher die Punktzahl, desto geringer der Behinderungsgrad.

Nach internationalen Regeln dürfen die Spieler eines Teams zusammen nicht mehr als acht Mannschaftspunkte haben. National wird mit sieben Mannschaftspunkten gespielt, um eine faire Spielbeteiligung für Schwerstbehinderte zu gewährleisten. 

Ligabetrieb
Der Sport wird in vier Leistungsklassen gespielt:

  • international in der Champions League
  • national in der 1. und 2. Bundesliga
  • sowie in der Regionalliga.

Termine
Jährlich findet in Köln das >>> Bernd-Best Turnier statt – der größte Rugby-Wettbewerb der Welt, an dem bis zu 50 nationale und internationale Teams in vier Leistungsklassen teilnehmen.

Eine Übersicht aktueller Events gibt’s auf: www.rollstuhlsport.de/termine/rugby

Regeln
Gespielt wird auf einem standardgroßen Basketballfeld in einer Halle. Auf dem Spielfeld befinden sich zwei Mannschaften mit je vier Spielern. Es gilt, den Ball über die gegnerische acht Meter breite Torlinie zu fahren. Dabei muss sich der Ball sicher im Besitz eines Spielers befinden.

Ein Spiel dauert 4 x 8 Minuten plus Timeouts. Es gewinnt die Mannschaft, die am Ende der Spielzeit die meisten Tore erzielt hat. Der Ball darf gepasst, geworfen, gedribbelt und auf dem Schoß transportiert werden.

Regelverstöße
Verstößt ein Spieler gegen eine Regel, so verliert seine Mannschaft entweder den Ballbesitz oder der Spieler muss bei gegnerischem Ballbesitz auf die Strafbank, bis der Gegner ein Tor erzielt, jedoch maximal für eine Minute. Regelverstöße sind:

  • Berührung des Gegners mit dem Körper
  • Hineinfahren in den gegnerischen Rollstuhl hinter der Hinterachse, sodass sich der Rollstuhl um die eigene Achse dreht.
  • Rückspiel in die eigene Hälfte.
  • Rollstuhlkontakt während einer Spielunterbrechung.

Sportgeräte
Es wird mit speziellen Rugby-Rollstühlen gespielt, die äußerst robust und auf speziell auf den Sportler angepasst sind.

Erfolge
In Deutschland spielten in 2012 ca. 350 Aktive, darunter 40 Frauen Rollstuhlrugby. Die Nationalmannschaft hat bereits an den Paralympics in Sydney 2000, Athen 2004 und Peking 2008 teilgenommen. 2013 belegte sie Platz acht der Weltrangliste.

Links
GERWR.de – Germany Wheelchair Rugby ist die offizielle DRS-Fachbereichsseite Rollstuhlrugby, auf der weitere Informationen zu finden sind.
Bernd-Best Turnier
Wheelchair Rugby beim IPC
IWRF
 – International Wheelchair Rugby Federation
IWRF on Facebook
Wheelchair Rugby Ready – Initiative von IWRF & IRB

Fotoquelle: Frontcourt

Ansprechpartner/in:

Stefan Ebert

Schwimmen

Kein Rollstuhl, kein Sportgerät – nur der Körper und das nasse Element!


Schwimmen hat speziell für Menschen mit einer Behinderung einen hohen Stellenwert: das Wasser ermöglicht Bewegungen ohne Barrieren oder Hilfsmittel – eine wichtige Erfahrung und ein Erlebnis der besonderen Freiheit. 

So geht’s los
Schwimmen ist theoretisch in jeder Schwimmhalle möglich, sofern diese barrierefrei ist. Bei Querschnittlähmungen sind die Auftriebsbedingungen relativ günstig. Sobald die Position im Wasser kontrolliert werden kann, kommt auch schnell das Vertrauen zum nassen Element. Die DRS-Ansprechpartner beantworten gerne weitere Fragen zur Sportart.

Klassifizierung
Die Körperbehinderten werden in zehn Klassen bei Freistil, Rücken und Delfin (S1 – S10) eingeteilt, ebenso in zehn Klassen bei Lagen (SM1 – SM10) und in neun Klassen beim Brustschwimmen (SB1 – SB9). 1 bezeichnet die schwerste und 10 die geringfügigste Behinderung.  

Liga
Der Sport findet Anwendung sowohl in der Therapie als auch im Freizeitbereich. Natürlich kann man auch im Wettkampf sein Können unter Beweis stellen. Auf nationaler und internationaler Ebene finden zahlreiche Schwimmwettkämpfe statt.
Seit 1960 gehört das Schwimmen zum paralympischen Programm.

Termine
>>> zu den aktuellen Events: www.rollstuhlsport.de/termine/schwimmen 

Regeln
Es sind verschiedene Starts erlaubt (typischer Start vom Startblock, sitzender Start vom Startblock, Start aus dem Wasser).
Jede Klasse ermittelt nach Geschlecht getrennt in jeder vorgesehenen Disziplin einen Sieger. Ein Wettkampf wird in verschiedenen Lagen (Brust, Freistil und Delfin) und auf verschiedene Distanzen ausgetragen.

Sportgeräte
Badebekleidung

Erfolge
Zu den bekanntesten Athleten zählt Kirsten Bruhn, die sich mehrmals bei Paralympics und Weltmeisterschaften Gold erkämpfte. Christoph Burkard schwamm bei vielen internationalen Wettkämpfen in der Spitze mit und belegte einige Medaillenränge (u.a. Bronze bei den Paralympics 2012 Bronze). 

Links
IDM-Schwimmen
ard.ndr.de/peking2008/paralympics

Schwimmen im DBS
Team Germany

Ansprechpartner/in:

Swen Michaelis
Segeln

Segeln ist eine ganz besondere Erfahrung, vor allem für Rollstuhlfahrer – ein attraktiver Sport, bei dem der Rollstuhl nicht gebraucht wird. Grundsätzlich kann jeder segeln, da die Segelboote an die Anforderungen der Sportler angepasst werden. 

So geht’s los
Die DRS-Ansprechpartner helfen gerne einen Schnuppertermin zu finden und beantworten weitere Fragen. 

Klassifizierung
Je nach Einschränkung wird den Sportlern eine bestimmte Punktzahl zugewiesen. Die Addition der persönlichen Punkte einer Crew darf in der „SKUD 18“ acht Punkte und in der „SONAR“ 14 Punkte nicht überschreiten. In der 2.4mR bedarf es einer Klassifizierung (Einordnung in eine Klasse, entsprechend der Behinderungsart oder der körperlichen Leistungsfähigkeit), um an Regatten teilnehmen zu können.

Regatten
In Deutschland werden für die 2.4mR die Deutsche Meisterschaft, die Regattaserie „City Cup“ in Münster, Essen, Berlin, Prien, der CityCupGermany im Rahmen der Kieler Woche und der Handicup im Rahmen der Essener Segelwoche gesegelt.

Die IFDS Weltmeisterschaft und der ISAF World Cup sind ausschließlich für Segler mit einer Behinderung offen. Seit 2016 ist Para-Segeln aufgrund des Mangels aktiver teilnehmender Nationen leider nicht mehr paralympisch.

Termine
>>> zu den aktuellen Events: www.rollstuhlsport.de/termine/segeln 
Nationale Regattatermine: 2.4mR 
Internationalen Regatten: sailing.org

Regeln
Wer bei einem Rennen als erster die Ziellinie überquert, gewinnt. Natürlich gibt es noch weitere Regeln, die beispielsweise die Bootsmaße betreffen. Der DRS-Ansprechpartner antwortet gerne auf verwandte Fragen.

Sportgeräte
In Deutschland wird meist mit zwei Bootstypen gesegelt:

  • mit den paralympischen Klassen der 2.4mR, einem Einhandboot
  • und der Sonar, einem Dreimann-Crewboot

International wird auch das Zweimann-Crewboot SKUD 18 gesegelt. Das Besondere an diesem Boot ist, dass ein Crewmitglied weiblich und das andere schwerbehindert sein muss.

Eine gebrauchte segelfertige 2.4mR ist für 3.000-4.000 Euro zu haben. Die laufenden Kosten sind tragbar.

Deutsche Erfolge
In Sydney wurde Heiko Kröger mit der 2.4mR Paralympics-Sieger, die Sonarcrew gewann eine Silbermedaille. In Athen belegten beide Boote den vierte Platz. Bei anderen internationalen Regatten finden sich deutsche Segler meist auf den vordersten Plätzen ein. Bei den Paralympics 2012 in London gewann Heiko Kröger in der Klasse 2.4mR und das deutsche Sonar-Team jeweils die Silbermedaille. 

Links
sailing.org
paralympics
2.4mR
Skud18

Ansprechpartner/in:

Wilfried Klein

Sportschießen

Eine ruhige Hand, ein zielsicheres Auge, Technik und Konzentration –  das sind die Zutaten, die ein guter Schütze oder eine gute Schützin braucht.

So geht’s los
Eine Möglichkeit zum Schnuppern bieten die jährlichen Nord- und Südlehrgänge für Anfänger. Man kann aber auch in einem Sportverein erste Eindrücke gewinnen. Wo etwas passendes in der Nähe ist, weiß der Ansprechpartner und hilft Ihnen gerne weiter.

Disziplinen
Vom Rollstuhl aus kann in verschiedenen Disziplinen geschossen werden:

Pistolen: Luftpistole, Kleinkaliber Standardpistole und Freie Pistole  
Gewehre: Dreistellungswettbewerb (liegend, stehend, kniend) mit Luftgewehr, Kleinkaliber Standardgewehr bis 5,5kg und Kleinkaliber Freie Waffe bis 7,5kg.

Klassifizierung
Um die Wettkämpfe vergleichbar zu machen, gibt es zwei Klassen: Schießen im Stehen und Schießen im Sitzen vom Rollstuhl aus. Bei Einschränkung der Arm- und Fingerfunktionen hilft ein spezieller Schießständer.

Liga
Sportschützen mit Behinderungen können an lokalen, inklusiven Wettkämpfen im Einzel oder der Mannschaft teilnehmen. Ebenso werden Deutsche Meisterschaften, Europa- und Weltmeisterschaften ausgetragen. Seit 1976 ist das Schießen bei den Paralympics vertreten. 

Termine
>>> zu den aktuellen Events: www.rollstuhlsport.de/termine/sportschiessen

Regeln
Sportschießen wird nach den Regeln des Internationalen Sportschieß-Verbandes (ISSF) ausgeübt. 
Die behinderungsbedingten Regeländerungen unterliegen dem Regelwerk des International Paralympic Comittee (IPC) und des International Shooting Comittee for Disabled (ISCD).

Sportgeräte
Es kann im Alltagsrollstuhl mit der gleichen Ausrüstung geschossen werden. Man benötigt eine Sportwaffe, Munition und Zielscheiben. Die Ausrüstung kann meist von den Schützenvereinen ausgeliehen werden. Zum Ausgleich motorischer Behinderungen sind Hilfsmittel zugelassen, beispielsweise ein federgelagerter Ständer für Schützen mit Einschränkungen in den Armen. 
Rollstuhlfahrer können von ihrem Rollstuhl aus schießen – das entspricht dem stehenden Anschlag – oder im Liegen. Zum Verlassen und Einsteigen in den Rollstuhl ist Hilfestellung durch Dritte zulässig.

Erfolge
Bekannte deutsche Sportschützen sind Josef Neumaier und Manuela Schmermund, die beide unter anderem bei den Paralympics in London 2012 Medaillen erkämpften.

Links
www.dbs-sportschützen.de
www.paralympic.org/shooting

Ansprechpartner/in:

Hermann Illgen
Tanz

Eleganz, Rhythmus, Leidenschaft
Die Räder werden gedreht, gestoppt oder gekippt, der Oberkörper nimmt den Rhythmus auf. Rollstuhltanzen ist sehr vielfältig und bietet viel Raum für Musikalität und Gefühl. Rolli-Tanze ist salonfähig – auf dem Parkett bei Tanzfesten, Gala- und Sportveranstaltungen oder in Discos.

So geht’s los
Tanzen kann man fast überall, dabei müssen nicht beide Partner einen Rollstuhl nutzen. Die DRS-Ansprechpartner beantworten gerne Fragen zum Einstieg und helfen dabei den passenden Verein zu finden. 

Tanzklassen

  • Kombi-Tanzen: ein Tanzpaar bestehend aus einem Tänzer mit und einem Tänzer ohne Handicap
  • Duo-Tanzen: zwei Rollstuhltänzer tanzen miteinander
  • Formationstanzen: vier und mehr Paare tanzen zusammen, die Hälfte davon sind Rollstuhlfahrer
  • Solotanz: ein Tänzer oder Tänzerin mit Behinderung
  • Standardtänze: Langsamer Walzer, Tango, Slowfox, Wiener Walzer und Quickstep
  • Lateintänze: Samba, ChaChaCha, Rumba, Pasodoble, Jive, Discofox, Freestyle-Tanzen, Jazz und Modern Dance, Rock’n’Roll, Folklore, Tanztheater, Akrobatik

Klassifizierung
Je nach körperlichen Voraussetzungen der Rollstuhltänzer unterscheidet man zwischen zwei Leistungsklassen, engl. „Level Wheelchair Dance“: LWD 1 und LWD 2. LWD1 ist die körperlich eingeschränktere Klasse, hier wird teilweise in einem verlangsamten Tempo getanzt. 

Breitensport bis Leistungssport
Vielfache Breitensport- und Ranglistenturniere bieten eine sportliche Entwicklung bis hin zur Teilnahme an Deutschen-, Europa- und Weltmeisterschaften. Präsentationen im In- und Ausland zeigen die künstlerische und sportliche Vielfalt der Sportart. Workshops, Trainingscamps, Festivals und Tanztage finden immer mehr Freunde, die mit viel Spaß und Energie Tanzrhythmen im und mit dem Rollstuhl erlernen. Akrobatische Figuren mit dem Rollstuhl wirken spektakulär. Den sportlichen und kreativen Tanzvariationen sind keine Grenzen gesetzt.

Wie Rollstuhltänzer das Publikum begeistern können, vermittelt ein kleiner Video-Beitrag, bereitgestellt in der SWR-Mediathek.

Termine
>>> zu den aktuellen Events: www.rollstuhlsport.de/termine/tanzen

Regeln
Rollstuhltanzen gliedert sich in zwei Kategorien: In der Kategorie „Duo“ tanzen zwei Rollstuhlfahrer miteinander. In der Kategorie „Kombi“ tanzen ein Rollstuhlfahrer und ein Fußgänger oder Fußgängerin miteinander.

Die Tanzkategorien „Duo“ und „Kombi“ gibt es sowohl im Breiten- als auch im Leistungssport, mit dem Unterschied, dass im Breitensport auch gleichgeschlechtliche Partner miteinander tanzen und an Turnieren teilnehmen dürfen.

Unterschieden wird im Breitensport zudem noch zwischen Anfängern und Fortgeschrittenen. Altersklassen gibt es bei Turnieren innerhalb Deutschlands nicht, jedoch teilweise im Ausland, wie z.B. in den Niederlanden. Darüber hinaus gibt es Formationstänze, die jedoch aktuell nicht turnierrelevant sind und somit nur bei öffentlichen Tanzveranstaltungen oder Auftritten gezeigt werden.

Bei Formationstänzen wirken mehrere Kombi- oder Duo-Paare mit. Wie viele Tänzer insgesamt dabei sind, ist von der Choreographie abhängig. Im Leistungssport werden alle Standard- und/oder Lateintänze getanzt. Im Breitensport wird bei den Fortgeschrittenen ebenfalls in Standard und Latein differenziert, jedoch werden hier nicht alle fünf Tänze getanzt. Die Anfängerklasse stellt einen Mix aus Standard- und Lateintänzen dar. 

Sportgeräte
Man kann gut im Alltagsrollstuhl tanzen. Steigt das Leistungsniveau, empfiehlt es sich, einen speziellen Tanzrollstuhl anzuschaffen, der wendiger ist als der Alltagsstuhl.

Erfolge
International wird das Feld von den osteuropäischen Ländern dominiert. Im World Ranking 2013 lagen die deutschen Paare Birgit Habben-Kober und Reiner Kober LWD1 auf Platz 6 sowie Jean-Marc Clement und Andrea Naumann LWD2 auf Platz 3.

Im Breitensport kann Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern, eine große Anzahl aktiver Paare vorweisen, die mit Spaß und Freude ihrem Hobby nachgehen.

Ansprechpartner/in:

Andrea Naumann-Clément

Tauchen

„Als Taucher tritt die Behinderung in den Hintergrund. Es ist beinahe, als hätte ich nie einen Unfall gehabt“, sagt Gerd. Alle, die zum ersten Mal tauchen sind sich einig: Dieses einmalige Erlebnis ist weit mehr als nur Sport. Tauchen eröffnet Menschen mit Behinderungen eine zusätzliche Dimension – das Erlebnis ist ergreifend und oft sehr emotional.

Die positiven Einflüsse für Körper und Geist:

  • Aufrechterhaltung und Einwicklung einzelner Bewegungsfunktionen
  • Förderung der Koordination
  • Wiederaufbau von Muskelgewebe
  • Stimulation der Atmung
  • Stärkung des Selbstvertrauens
  • Steigerung der eigenen Fähigkeiten
  • Knüpfen von sozialen Kontakten
  • und vor allem: SPASS!

So geht’s los
Die DRS-Ansprechpartner helfen gerne dabei, einen Termin zum Ausprobieren zu finden und beantworten häufige Fragen. Die Referenten arbeiten mit den besten Tauchlehrern, Physiotherapeuten, Ärzten und Verbänden zusammen. 

Außerdem besteht seit langem eine enge Kooperation mit den Berufsgenossenschaftlichen Kliniken in Deutschland, die Tauchen in die Therapie integrieren. Der Deutsche Rollstuhl-Sportverband ist seit Jahren Förderer dieser einzigartigen Sportart. Die Arbeitsgemeinschaft Tauchen im DRS arbeitet eng mit der International Disabled Divers Association (IDDA) zusammen. 

Voraussetzungen
Der Sport ist mit fast allen Behinderungen möglich. Auch Menschen mit schweren körperlichen Beeinträchigungen können durch Tauchen ungeahnte Freiheiten erleben. Bei psychischen Erkrankungen und in der Rehabilitation wird Tauchen ebenfalls erfolgreich eingesetzt.

Termine
>>> zu den aktuellen Events: www.rollstuhlsport.de/termine/tauchen

Regeln und Sportgeräte
Der einzige Unterschied zum Tauchen von Menschen ohne eine Behinderung liegt darin, dass keine klassischen Schwimmflossen, sondern spezielle Handschuhe mit „Schwimmhäuten“ zum Einsatz kommen. Somit kann der Taucher auch ohne Beinbewegungen seine Position im Wasser variieren.

Links
I-D-D-A.com

Ansprechpartner/in:

Dirk Wondrak
Tennis

Rollstuhltennis

Rollstuhltennis – der faszinierende Sport für jedes Alter und Geschlecht – kann draußen oder in der Halle gespielt werden. Gespielt wird als Einzel- oder Doppelmatch sowie auch als Mixed, aber auch als Inklusionssport für Menschen mit und ohne Rollstuhl, denn „Tennis verbindet“! Der Erfolg und Spaß am Rollstuhltennis-Sport wird schnell wahrgenommen und auch die Koordination sowie die Bewegung werden dabei geschult.

So geht’s los
Rollstuhltennis ist eine Sportart, die je nach Witterung draußen an der frischen Luft oder in der Tennishalle gespielt werden kann. Wer diesen faszinierenden Sport gerne ausprobieren möchte, findet beim DRS-Ansprechpartner die richtige Anlaufstelle, um Fragen zu stellen und Hilfe beim Einstieg in die Welt des Rollstuhltennis‘ zu bekommen.

Klassifizierung
Tennis im Rollstuhl kann jeder spielen, der entweder aufgrund einer Behinderung komplett auf den Rollstuhl angewiesen ist, eine Gehbehinderung hat oder – sozusagen als „Nichtbehinderter“ – einen irreparablen Schaden an Hüfte, Knie oder Fußgelenken aufweist, die eine dauerhafte Ausübung der Sportart als Fußgänger/In verhindert. Dazu können auch gehören: Nervenschädigungen, Spina Bifida, Querschnittslähmungen, Amputationen, Fehlbildungen der unteren Extremitäten oder neurologische Erkrankungen. Aktive Spieler_innen werden nach ihren individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten, Tennis zu spielen, eingestuft – nicht nach Art ihrer Behinderung!

Kategorien: Damen, Herren, Quads 
Auf nationaler und internationaler Ebene gibt es im Bereich des Rollstuhltennis‘. neben den Damen- und Herren-Klassen zusätzlich die Spielklasse „Quad-Tennis“. Diese Kategorie ist für Spieler mit einer eingeschränkten motorischen Arm- und Handfunktion vorgesehen. Um in der Quad-Klasse antreten zu können, müssen mindestens drei Extremitäten eingeschränkt sein. Quad-Spieler sind mit dem Elektrostuhl sogar auf Wettkampfebene spielbereit!

Ligabetrieb und Spitzensport 
Auf nationaler Ebene gibt es jedes Jahr eine Reihe von Breitensport-Turnieren und Meisterschaften, bei denen Tennisspieler/innen (Damen, Herren, Junioren) um Titel kämpfen. 

Die International Tennis Federation (ITF) mit Sitz in London ist der internationale Dachverband für den Tennis- sowie den Rollstuhltennissport. Sein Ziel ist es, Menschen mit körperlichen Behinderungen die Möglichkeit zu bieten, Rollstuhltennis als Freizeitsport sowie auf Wettkampfebene auszuüben. Hierbei soll der Rollstuhltennissport auf allen Ebenen – vom Neuling bis zum professionellen Spieler – nutzbar gemacht und gefördert werden. Oberstes Ziel ist es, faire Bedingungen und Chancengleichheit für alle Sportler zu schaffen, die diesen Sport nach den Regeln für Rollstuhltennis ausüben.

Die ITF organisiert regelmäßig eine Rollstuhltennis-Tour, auf der teilnehmende Spielerinnen und Spieler national und international Punkte sammeln können, um sich auf der Weltrangliste zu platzieren oder sich zu verbessern. Auch arbeitet die ITF eng mit der paralympischen Bewegung zusammen, um sicherzustellen, dass Rollstuhltennis fester Bestandteil der alle vier Jahre stattfindenden Paralympics ist und bleibt.

Termine
>>> zu den aktuellen Events: www.rollstuhlsport.de/termine/tennis
Termine des Deutschen Tennisbundes (DTB) für Rollstuhlsportler.

Regeln
Es gelten die offiziellen ITF-Tennisregeln: Der Ball darf zweimal aufspringen (beim zweiten Mal auch außerhalb des Felds). Der erste Aufsprung des Balles muss innerhalb der jeweiligen Feldbegrenzung beim Einzel- oder Doppelspiel (Einzel- oder Doppelfeld) erfolgen.

Sportgeräte
Als Sportgerät dient – neben Tennisball und Tennisschläger – ein Tennisrollstuhl. Dieser unterscheidet sich von einem Alltags-Rollstuhl nicht nur durch ein wesentlich geringeres Gewicht, sondern auch durch einen Sturz der Laufräder sowie durch zusätzliche Stützräder vorne und hinten. Dadurch wird eine größere Wendigkeit erreicht und der Stuhl kann nicht so schnell umkippen. Zum Ausprobieren reicht vorerst der Alltagsrollstuhl. Vor dem Entschluss, sich selbst einen Tennissportrollstuhl anzuschaffen, kann dieser in einigen Vereinen probehalber ausgeliehen werden. 

Erfolge
Auch im Jahr 2017 waren gleich zwei deutsche Rollstuhlstuhl-Tennisspielerinnen in den Top 10 der Weltrangliste zu finden: Sabine Ellerbrock und Katharina Krüger (Stand: 25.10 2017). Ellerbrock konnte im Jahr 2017 mit dem Wimbledon-Titel ein großes Grand-Slam-Turnier für sich entscheiden. Beide nahmen an den Paralympischen Sommerspielen in London 2012 in Single- und Doppelwettbewerben teil, Krüger startete auch 2016 in Rio. Platzierungen konnten beide Spielerinnen bei den Paralympics bisher nicht erreichen.

Links
Paralympic Wheelchair Tennis 
International Tennis Federation (ITF)
Deutscher Tennisbund (DTB)

Ansprechpartner/in:

Jürgen Kugler
Tischtennis

Tischtennis ist ein sehr dynamischer Sport, der von Menschen mit verschiedensten Behinderungen gespielt werden kann.

So geht’s los
Tischtennisplatten, die gratis genutzt werden können, gibt es mittlerweile in fast jeder Stadt. Der geringe Platzbedarf erlaubt das Tischtennisspiel auch in privaten Räumen. Wer gerne den Sport in einem Verein ausprobieren möchte, findet Untersützung beim DRS-Ansprechpartner.

Klassifizierung
Durch Aufteilung in fünf Wettkampfklassen, zwei für Tetraplegiker und drei für Paraplegiker, ist ein faires Kräftemessen möglich. In Kategorie TT1 spielen Athleten mit der stärksten und in TT5 die Athleten mit der geringsten Beeinträchtigung.

Liga
Jährlich werden zahlreiche nationale Turniere veranstaltet. Viele davon sind inklusiv, bei den Deutschen Meisterschaften treten jedoch nur Spieler mit einer Behinderung an. Tischtennis ist eine der schnellsten und spannendsten Sportarten bei den Paralympics und seit 1960 dort vertreten.

Termine
>>> zu den aktuellen Events: www.rollstuhlsport.de/termine/tischtennis

Regeln
Es gelten die traditionellen „Fußgänger“-Regeln, bis auf die Angabe, die nicht über die Seiten des Tisches geschlagen werden darf und einige Ausnahmen, die sich auf den Rollstuhl und das Abstützen am Tisch beziehen. So trainieren Spitzenspieler im Rollstuhl nicht nur mit Fußgängern, sondern sind sogar echte Konkurrenten in traditionellen Tischtenniswettbewerben.

Sportgeräte
Man benötigt eine reguläre Tischtennisplatte, zwei Schläger, einen Ball und einen Mitspieler – schon kann es losgehen. Zu Beginn reicht ein Alltagsrollstuhl. Bei nicht ausreichender Greiffunktion kann der Tischtennisschläger auch an der Hand fixiert werden (z.B. bei Tetraplegie).

Erfolge
Die deutschen Tischtennissportler nehmen mittlerweile eine führende Rolle auf internationaler Ebene ein. Bei den Paralympics 2012 in London waren Thomas Schmidberger, Holger Nikelis und Selcuk Cetin dabei. Schmidberger und Nikelis waren unter den Medaillengewinnern.

Links
Offizielle Website des DRS-Fachbereichs Tischtennis mit noch mehr Informationen
Live-Ergebnisdienst der Rollstuhl-Tischtennis-Ligen
Facebook-Seite des DRS-Fachbereichs Tischtennis
Neue Webseite der Para-Tischtennis-Nationalmannschaft

Foto: DBS/Binh Truong

Ansprechpartner/in:

Ernst Weinmann
Tischkicker

Tischkicker findet man an vielen Orten in Deutschland. Dass man diesen Sport aber auch im Verein professionell betreiben kann, wissen nur wenige. Tischkicker spielen ist ein inklusiver Sport, der allen Spaß macht!

So geht’s los
Der DRS-Ansprechpartner hilft gerne, eine Schnuppermöglichkeit oder einen Verein in der Nähe zu finden.

Liga
Es wird im Doppel, Einzel oder mit einer Mannschaft um den Sieg gekämpft. Da Tischkicker für Menschen mit einer Behinderung eine sehr junge Sportart ist, spielen die Sportler meist inklusiv, also bei Turnieren mit „Fußgängern“ mit. Es gibt jedoch auch Deutsche Meisterschaften, bei denen nur Menschen mit Behinderung teilnehmen dürfen.

Termine
>>> zu den aktuellen Events: www.rollstuhlsport.de/termine/tischkicker

Regeln
Der Anstoß wird ausgelost. Der Gewinner legt den Ball zur mittleren Puppe der mittleren Stange. Sobald der Mitspieler bereit ist, beginnt das Spiel. Zuerst muss der Ballbesitzer zu einer seiner anderen Puppen passen, dann ist das Spiel frei gegeben. Nach einem Tor wird der Ball, wie oben beschrieben, erneut ins Spiel gebracht.

Das Durchdrehen der Puppe ist nicht erlaubt, max. 360°. Wer zuerst sechs Tore (mit zwei Toren Abstand) erzielt hat, gewinnt. Bei einem 5:5 endet das Spiel unentschieden.

Sportgeräte
Ein Tischfußballtisch, ein Ball und ein Mitspieler – schon kann es los gehen!
Als Rollstuhlfahrer kann man an jedem beliebigen Tischkicker spielen. Es gibt aber auch spezielle Tische, die ein Unterfahren des Tisches ermöglichen und dem die sitzenden Spieler einen besseren Überblick über das Spielfeld haben.

Links
Deutscher Tischfußball Bund

Ansprechpartner/in:

René Bresch

Wasserski

Wasserski ist eine Sportart, die mit schwerelosem Gleiten auf dem Wasser fasziniert. Die Sportler können Geschwindigkeit erleben oder gemütlich dahin gleiten. Es gibt viele Variationen von angepassten Sportgeräten, die das Wasserskilaufen auch Personen mit einer Behinderung ermöglichen.

So geht’s los
Die AG Wasserski im DRS bietet Schnuppercamps an verschiedenen Orten in Deutschland an. Ein Erfolgserlebnis ist garantiert, da ein erfahrener Wasserskilehrer zur Seite steht. Ist man erstmal in Fahrt, ist es kein Problem mehr, das Gleichgewicht zu halten. Dann wird es Zeit, sich langsam an erste kleine Schwünge oder rasante Turns heranzutasten. Wann und wo der nächste Schnupperlehrgang statt findet, weiß der DRS-Ansprechpartner.

Termine
>>> zu den aktuellen Events: www.rollstuhlsport.de/termine/wassersport 

Ausrüstung
Spezielle Ski, Sitze und Neoprenanzüge sowie Schwimmwesten werden bei den Camps und bei Schnuppertrainings bereitgestellt.

Links
Let’s get Wet! DRS Schnuppercamp Wassersport 2012
wasserski-handicap.de
International Waterski and Wakeboard Federation (IWWF)
Termine IWWF
H2Oski

Ansprechpartner/in:

Gerda Pamler

WCMX

WCMX – Adrenalin auf Rädern! 
Extremsport, Funsport, Free-Riding – Namen gibt es viele. Eins haben die Sportarten, die darunter fallen, gemeinsam: sie machen Spaß und bringen Action – natürlich auch mit dem Rollstuhl! In Deutschland und auch anderen Ländern zählt WCMX (oder Wheelchair skating) inzwischen zu einer der angesagtesten Rollisportarten. 

Highlights in 2019
In diesem Jahr gibt es gleich zwei internationale Spitzenwettbewerbe für WCMX-Freunde in Deutschland: Den Auftakt macht die DM am 18.05. in Berlin und dann folgt die erste WM außerhalb der USA vom 30.08.-01.09. in Köln.

So geht’s los
Der DRS bietet das ganze Jahr über Termine und Workshops an, um diverse Actionsportarten einmal selbst auszuprobieren. Ansprechpartner und Fachbereichsleiter beim DRS ist Patrick Krause. Einfach Kontakt aufnehmen und los geht die Action!

Veranstaltungen und Wettbewerbe
Seit Aaron „Wheelz“ Fotheringham mit seinen spektakulären Backflips auf der ganzen Welt bekannt geworden ist, werden Extremsportarten auch bei jungen Rollstuhlnutzern in Deutschland immer beliebter. Seit 2013 veranstaltet der DRS auch hierzulande WCMX-Workshops, aus denen sich 2015 das erste WCMX-„Team Germany“ bildete. Dieses nahm im gleichen Jahr erstmalig erfolgreich an der 1. WCMX-Weltmeisterschaft in den USA teil. 
In 2018 wird erstmalig auf deutschem Boden eine Offene Deutsche Meisterschaft (auch für ausländische Athlet_innen) in Hamburg ausgetragen. Die hierfür gültige Wettkampfordnung finden sie HIER.

Termine
>>> zu den aktuellen Events: www.rollstuhlsport.de/termine/wcmx

Regeln
Es gibt keine festen Limits. „Beim Skaten, egal ob „klassisch“ oder mit dem Rollstuhl, geht es darum, seine eigenen Grenzen zu entdecken und neu zu definieren – jeder kann selbst entscheiden, wann, was und wieviel er üben will. Es geht darum, Leute raus und runter vom Sofa zu holen, sich als Rollstuhlfahrer zu bewegen und etwas zu machen, woran man Spaß hat. „Bei unseren Workshops können Teilnehmer mit verschiedenen Behinderungen teilnehmen. Es gibt sogar schon Tetraplegiker, welche WCMX betreiben. Und das alles total inklusiv zwischen Skateboardern und BMX-Bikern“, sagt David Lebuser, Profi-Skater und WCMX-Pionier in Deutschland.

Sportgeräte
Beim WCMX wird anstelle eines Skateboards ein Sportrollstuhl genutzt. Für den Einstieg reicht der normale Alltagsrollstuhl. Wer aber vom WCMX-Fieber gepackt wird, regelmäßig üben und sich steigern möchte, sollte aufgrund der größeren Belastung der Wirbelsäule und des Rollstuhlrahmens auf einen speziell gefederten Skate-Rollstuhl mit Starrrahmen umsteigen, der auch Sprünge über Kanten, Treppen und Rampen ermöglicht.

… und außer Skaten? Rollstuhl extrem!
Neben WCMX („Wheelchair Motocross“ in Anlehnung an BMX) gibt es Wheelchair Longboarding, (Para-)surfing, Para-Skydiving, Kneeboarding, SUP, Mono-X, Wasserski, Wakeboarding, Downhill-Dirtbiking, Buggy-Kiting usw… natürlich möchte der Fachbereich WCMX auch diese und andere extreme Rollstuhl-Sportarten in Deutschland bekannter machen. 

Weitere Infos unter:
www.wcmxgermany.de – die fachbereichseigene Seite mit noch mehr Informationen
www.facebook.com/wcmxgermany
www.facebook.com/wcmotocross 
www.paraskate2019.de – WM-Premiere in Deutschland!

Ansprechpartner/in:

Patrick Krause
Wintersport

Auf die Piste, fertig, los! 
Wintersport ist was für jeden – ob alt oder jung, mit Handicap oder ohne. Besonders für Kinder ist es ein großer Spaß, in den Wintermonaten die Skipisten hinab zu sausen. Ebenso ist es sehr entspannend, auf den Loipen die schneebedeckte Landschaft zu genießen und einfach vom Alltag abzuschalten.

So geht’s los
Skifahren probiert man am besten bei einem Skikurs aus. Die DRS-Ansprechpartner helfen gerne einen Termin zu finden und beantworten weitere Fragen.

Wettkampf
Rollstuhlsportler können in folgenden Disziplinen starten: 
Ski-Alpin: Abfahrt, Slalom, Riesen-Slalom, Super-G, Super Combined
Langlauf und Biathlon: verschiedene Distanzen sowie Team- und Staffelwettbewerbe.

Termine
>>> zu den aktuellen Events: www.rollstuhlsport.de/termine/wintersport

Regeln
Je nach Disziplin gibt es ein spezielles Regelwerk. Bei allen Ski- und Skischlittenwettbewerben gilt es, mit der besten Zeit bis ins Ziel zu fahren.

Klassifizierung
Für Monoskifahrer:

Klasse LW 10 – Monoskiläufer (nach funktioneller Klassifizierung)
a) Hohe Querschnittlähmung
b) Cerebralparese mit Arm- und Beinbehinderung

Klasse LW 11 – Monoskiläufer (nach funktioneller Klassifizierung)
a) Niedere Querschnittlähmung
b) Cerebralparese mit Beinbehinderung

Klasse LW 12 – Monoskiläufer (nach funktioneller Klassifizierung)
a) Monoskiläufer LW 12/1: Inkomplett-Querschnittgelähmte
b) Monoskiläufer LW 12/2: Doppel-Oberschenkelamputierte

Sportgeräte
Monoski: Auf einem Carvingski ist ein gefederter Rahmen mit einer Sitzschale befestigt. Das Gleichgewicht kann man mit Hilfe von zwei kurzen Skistöcken halten, an dessen Ende zwei kleine Skier befestigt sind.

Bi-Ski: eine stabilere Variante ermöglicht Personen mit Einschränkungen der Rumpfmuskulatur den Skisport. Im Gegensatz zum Monoski wird hierbei eine Begleitperson benötigt.

Langlaufschlitten: Der Schlitten besteht aus zwei Skiern und einer Sitzschale, in der der Sportler festgeschnallt ist. Mit Hilfe von zwei kurzen Langlaufskistöcken bewegt man sich auf den Loipen vorwärts.

Erfolge
Zu den bekanntesten deutschen Rollstuhlwintersportlern zählen:
Alpin: Anna-Lena Forster, Anna Schaffelhuber (5x Gold in Sochi 2014), Georg Kreiter, Martin Braxenthaler
Nordisch: Andrea Eskau, Anja Wicker, Martin Fleig

Links
www.monoskikurs.de 
Deutsches Paralympic Ski-Team alpin
Nordic Paralympic Ski Team 
IPC Alpine Skiing 
IPC Cross-Country Skiing and Biathlon

Ansprechpartner/in:

Stefan Deuschl
Yoga

Yoga kann jeder!
Jeder Mensch kann ein Bewusstsein für seinen Körper und Geist entwickeln, unabhängig davon, ob er Fußgänger oder Rollstuhlfahrer ist. Ob als Ausgleich für den Alltagsstress, Gesunderhaltung des Körpers oder um Geist und Seele in Einklang zu bringen – akrobatische Verrenkungen sind beim Kundalini Yoga nicht nötig.

Inklusiv und für alle Arten von Behinderung
Kundalini Yoga bietet sich bei allen Arten von Behinderungen an, sowohl für Personen mit geistiger als auch mit körperlicher Beeinträchtigung. Die Kurse für Querschnittgelähmte sind für alle Lähmungshöhen möglich – auch Tetraplegiker sind herzlich willkommen, sofern sie selbständig atmen können. Assistenten können als Begleitperson an Kursen teilnehmen und davon profitieren. Menschen mit Querschnittlähmung können Kundalini Yoga zusammen mit Fußgängern und Partnern praktizieren.

Es gibt kein Richtig oder Falsch
Jede Übung ist dann perfekt, wenn der oder die Übende im Rahmen der eigenen Fähigkeiten das gibt, was möglich ist. Es geht darum, den Kontakt zu sich selbst zu intensivieren, eigene Möglichkeiten und Grenzen auszuloten, das eigene Sein im Hier und Jetzt bewusst zu erleben und es genauso anzunehmen, wie es in jedem einzelnen Moment gerade ist.

Gute Gründe für Yoga

  • Stressbewältigung
  • verbesserte Atmung und gesteigertes Atemvolumen
  • sensibilisiertes Körperbewusstsein
  • Kräftigung der Muskulatur
  • verbesserte Flexibilität
  • körperliche & seelische Ausgeglichenheit
  • Stärkung der Nerven
  • Verbesserung der Konzentration
  • bessere Köperhaltung
  • verbesserte Ausdauer
  • Stärkung des Immunsystems

Yoga des Bewusstseins
Kundalini Yoga ist verwandt mit anderen Yogaformen wie zum Belspiel dem Hatha Yoga. Es richtet sich stark auf das Spüren der eigenen Lebensenergie und wird deshalb auch als „Yoga des Bewusstseins“ bezeichnet. Da dem Atem im Kundalini Yoga ein zentraler Stellenwert zugeordnet ist und auch Meditation eine große Rolle spielt, ist diese Yogarichtung sehr gut für Menschen mit Handicaps geeignet.

Termine
>>> zu den aktuellen Events: www.rollstuhlsport.de/termine/yoga

Links
www.kundaliniyoga-ak.de

Ansprechpartner/in:

Antje Kuwert