Wintersport

Auf die Piste, fertig – los!

Wintersport ist was für jeden – ob alt oder jung, mit Handicap oder ohne. Besonders für Kinder ist es ein großer Spaß, in den Wintermonaten die Skipisten hinab zu sausen. Ebenso ist es sehr entspannend, auf den Loipen die schneebedeckte Landschaft zu genießen und einfach vom Alltag abzuschalten.

So geht’s los
Skifahren probiert man am besten bei einem Skikurs aus. Die DRS-Ansprechpartner helfen gerne einen Termin zu finden und beantworten weitere Fragen. Auf unserer Vereinslandkarte können Sie nach Sportaten gefiltert Gelegenheiten in Ihrer Nähe zum Ausprobieren suchen.

Wettkämpfe
Neben Weltcups und nationalen und internationalen Meisterschaften zählen die paralympischen Winterspiele zu den Highlights im Wintersport. Rollstuhlsportler*innen können bei Wettkämpfen in folgenden Disziplinen starten:

Ski-Alpin: Abfahrt, Slalom, Riesen-Slalom, Super-G und Super Combined
Langlauf und Biathlon: verschiedene Distanzen sowie Team- und Staffelwettbewerbe.

Alle Ski-Alpin-Wettkämpfe werden nach den FIS Reglementen mit gewissen Abweichungen oder erweiterten Anforderungen an die Pisten ausgetragen. Während die Rennen im Slalom, Riesenslalom und Super-G an jedem geeigneten Hang durchgeführt werden können, sind die technischen Anforderungen an die Abfahrtspisten für die Behinderten um einiges grösser als bei den nichtbehinderten Skirennfahrern. So dürfen keine grösseren Sprünge, Wellen oder Mulden auf der Rennstrecke auftreten.

Beim Para Skilanglauf veranstaltet der Weltverband World Para Nordic Skiing für Frauen und Männer Wettkämpfe über unterschiedliche Distanzen (vom Sprint über 0,8 km bis zur Langdistanz über 20 km) in drei Kategorien: Sitzend, stehend und sehbehindert.

Im Para Biathlon gelten dieselben Bedingungen wie im Para Skilanglauf:  Die Athleten treten entsprechend ihrer Wettkampfklasse in den Kategorien sitzend, stehend und sehbehindert gegeneinander an und bekommen je nach Behinderungsgrad Zeitgutschriften. Zuständig ist derselbe Weltverband.

Sportgeräte
Je nach Sportart variieren die Ski-Arten, die Rollstuhlnutzer*innen für den Wintersport zur Verfügung stehen:

  • Monoski: Auf einem Carving-Ski ist ein gefederter Rahmen mit einer Sitzschale befestigt. Das Gleichgewicht kann man mit Hilfe von zwei kurzen Skistöcken halten, an dessen Ende zwei kleine Skier befestigt sind.
  • Bi-Ski: eine stabilere Variante ermöglicht Personen mit Einschränkungen der Rumpfmuskulatur den Skisport. Im Gegensatz zum Monoski wird hierbei eine Begleitperson benötigt.
  • Langlaufschlitten: Der Schlitten besteht aus zwei Skiern und einer Sitzschale, in der der Sportler festgeschnallt ist. Mit Hilfe von zwei kurzen Langlaufskistöcken bewegt man sich auf den Loipen vorwärts.

Regeln
Je nach Disziplin gibt es ein spezielles Regelwerk (siehe oben „Wettkämpfe“). Bei allen Ski- und Skischlittenwettbewerben gilt es, mit der besten Zeit bis ins Ziel zu fahren.

Klassifizierung
Für Monoskifahrer:

Klasse LW 10 – Monoskiläufer (nach funktioneller Klassifizierung)
a) Hohe Querschnittlähmung
b) Cerebralparese mit Arm- und Beinbehinderung

Klasse LW 11 – Monoskiläufer (nach funktioneller Klassifizierung)
a) Niedere Querschnittlähmung
b) Cerebralparese mit Beinbehinderung

Klasse LW 12 – Monoskiläufer (nach funktioneller Klassifizierung)
a) Monoskiläufer LW 12/1: Inkomplett-Querschnittgelähmte
b) Monoskiläufer LW 12/2: Doppel-Oberschenkelamputierte

Internationale Erfolge
Zu den bekanntesten deutschen Rollstuhl-Wintersportler*innen zählen:

Alpin: Anna-Lena Forster, Anna Schaffelhuber (Karriere 2020 beeendet) und Georg Kreiter
Nordisch: Andrea Eskau, Anja Wicker und Martin Fleig

Weiterführende Links
www.monoskikurs.de – Monoskikurse für Rollstuhlfahrer*innen
Deutsches Paralympic Ski-Team alpin – Offizielle Webseite Ski Alpin
Nordic Paralympic Ski Team – Offizielle Webseite Ski Nordisch