Forster verpasst erstmals Slalom-Medaille – um 0,08 Sekunden
Platz vier nach einem „Hundertstel-Krimi“ für Anna-Lena Forster bei den Paralympics in Cortina d’Ampezzo und Rang sechs für Anna-Maria Rieder waren am Samstag Dämpfer für das deutsche Para Ski alpin-Team und führten zu bitteren Tränen. Andrea Rothfuss konnte mit dem siebten Platz in ihrem letzten paralympischen Rennen hingegen gut leben und Debütantin Maya Fügenschuh war mit Guidin Johanna Holzmann als Zehnte ebenfalls zufrieden. Am Sonntag fahren zum Abschluss die Männer den Slalom.
Platz vier nach einem „Hundertstel-Krimi“ für Anna-Lena Forster bei den Paralympics in Cortina d’Ampezzo und Rang sechs für Anna-Maria Rieder waren am Samstag Dämpfer für das deutsche Para Ski alpin-Team und führten zu bitteren Tränen. Andrea Rothfuss konnte mit dem siebten Platz in ihrem letzten paralympischen Rennen hingegen gut leben und Debütantin Maya Fügenschuh war mit Guidin Johanna Holzmann als Zehnte ebenfalls zufrieden. Am Sonntag fahren zum Abschluss die Männer den Slalom.
Forster übernahm die Führung im zweiten Durchgang, doch die Finnin Nette Kiviranta rettete 16 Hundertstel auf die Freiburgerin ins Ziel. Dann: Die Chinesin Wenjing Zhang, die im Super-Kombi-Slalom als einzige schneller war als Forster und im Spezial-Slalom im Ziel noch 43 Hundertstel Vorsprung übrig hatte. Die Spanierin hatte es also in der Hand, ob Forster oder sie die jeweils vierte Medaille bei den Paralympics mitnehmen würde. Pascual Seco verlor unterwegs viel Zeit, rutschte von Platz eins auf drei ab – war im Ziel aber noch acht Hundertstel schneller als Forster, die bei ihren vierten Paralympics erstmals nach sieben Weltmeisterschaften und drei paralympischen Medaillen in ihrer Paradedisziplin leer ausging.
Forsters Cortina-Bilanz: „Ich habe krass performt“
„Es ist brutal bitter, es tut schon sehr weh. Mir war bewusst, dass der Slalom das schwierigste Rennen wird, weil der Hang einfach so flach ist und man da schwer etwas rausfahren kann“, sagte Forster, die im zweiten Lauf die schnellste Zeit fuhr: „Ich habe noch mal gezeigt, was ich kann, aber es hat leider nicht gereicht. Das muss ich erstmal verarbeiten.“ Der Druck von außen und auch von ihr selbst war immens: „Jetzt fällt erstmal viel von mir ab. Die Spiele waren brutal, ich habe noch nie so viel Trubel erlebt, die vielen Menschen, die hier sind, so wenig Platz für mich – das ist schon heftig gewesen.“
Mit Gold in der Abfahrt und im Riesenslalom – beides Premieren-Medaillen – sowie Silber in der Super-Kombination ist Forster dennoch die erfolgreichste deutsche Athletin bei diesen Winterspielen. „Ich habe krass performt, ich habe in den Rennen wirklich meine beste Performance gezeigt. Hätte mir vor ein paar Jahren jemand gesagt, dass ich vor allem im Riesenslalom die Goldmedaille hole, hätte ich dem den Vogel gezeigt. Es ist krass, wie ich mich noch entwickeln konnte, darauf bin ich sehr stolz.“
Die Paralympics 2030 in den französischen Alpen findet die Monoskifahrerin „reizvoll“, sagt aber auch: „Ich glaube, ich schaue jetzt mal von Jahr zu Jahr.“ Die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr sei für sie ihn jedem Fall „gesetzt“.
>>> zur Fortsetzung: Rothfuss „ein bisschen wie im Traum“
Milano Cortina 2026
>>> zur offiziellen Webseite: www.olympics.com/de/milano-cortina-2026/paralympische-spiele
>>> auf der DBS-Sonderseite zu den Winterspielen 2026 gibt es eine Übersicht zu den Wettkampfplänen, den TV-Zeiten und mehr – kompakte Infos findet Ihr im ParalympicssGuide
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Foto: Anna-Lena Forster © Tom Weller / DBS

















