Euphorische Gastgeber jubeln nach packendem Duell

Lange war es ein packendes Duell zwischen Deutschland und Italien – doch im Schlussdrittel setzten sich die Gastgeber, angefeuert von den zahlreichen Zuschauern in der Mailänder Arena, doch noch durch. Ein Doppelschlag brachte Italien auf die Siegerstraße, am Ende unterlag das Team von Peter Willmann nach zweimaliger Führung mit 2:5 (1:0, 1:2, 0:3) und beendet das Paralympics-Comeback auf Rang sechs.

Lange war es ein packendes Duell zwischen Deutschland und Italien – doch im Schlussdrittel setzten sich die Gastgeber, angefeuert von den zahlreichen Zuschauern in der Mailänder Arena, doch noch durch. Ein Doppelschlag brachte Italien auf die Siegerstraße, am Ende unterlag das Team von Peter Willmann nach zweimaliger Führung mit 2:5 (1:0, 1:2, 0:3) und beendet das Paralympics-Comeback auf Rang sechs.

„Bis zum 2:2 war alles in Ordnung, die Italiener waren überlegen, wir haben in der Defensive gekämpft und alles gegeben. Nach dem Ausgleich haben wir die Ordnung und ein Stück weit die nötige Disziplin verloren“, berichtet Cheftrainer Peter Willmann und Kapitän Jan Malte Brelage ergänzt: „Wir hatten zwei gute Drittel, dann hat uns am Ende leider die Coolness gefehlt und die Routine, um unser Spiel durchzuziehen. Vorher haben wir aber gezeigt, wie gut wir uns im Laufe des Turniers gesteigert haben. Wir müssen daran arbeiten, so ein enges Match routinierter bis zum Ende zu spielen.“

Im Schlussdrittel hatten die Gastgeber das Momentum auf ihrer Seite. Angefeuert vom Großteil der zahlreichen Zuschauer in der bestens gefüllten Mailänder Arena gelang Italien ein Doppelschlag durch die jeweils zweifachen Torschützen Nikko Landeros und Gianluigi Rosa – die Entscheidung. „Dadurch war das Spiel gelaufen. Am Ende des Tages waren die Italiener spielerisch besser, das muss man einfach anerkennen“, betont Willmann. Rosa setzte den Schlusspunkt zum 5:2 und sorgte für großen italienischen Jubel auf dem Eis und auf den Rängen.

Ingo Kuhli-Lauenstein: „Die Niederlage tut schon weh, wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen. Doch gleichzeitig sind wir super stolz auf das, was wir erreicht haben – von der Qualifikation bis hin zu Platz sechs bei den Paralympics nach 20 Jahren Durststrecke. Es war heute eine unglaublich krasse Stimmung, wir haben diesen geilen Vibe, der hier in der Arena herrscht, total genossen und aufgesaugt“, sagt der 33-Jährige vom TuS Wiehl – und blickt schon in Richtung der kommenden Paralympics. „Wir wollen das als Vorgeschmack und Motivation mitnehmen, damit wir in vier Jahren wieder dabei sind. Wir werden alles geben, damit uns das gelingt.“

Die Rückkehr sei eine unglaubliche Erfahrung gewesen, sagt Kapitän Brelage: „Es hat super viel Spaß gemacht und wir sind total dankbar, hier gewesen zu sein.“ Peter Willmann resümiert: „Wir sind mit dem sechsten Platz zufrieden und haben ein super Turnier erlebt mit einer tollen Organisation. Es war eine Ehre, vor so einer Kulisse spielen zu dürfen. Generell war es ganz großes Hockey, eine super Atmosphäre – menschlich und warm, da geht einem das Herz auf. Die Welt kommt zusammen aus verschiedenen Nationen, alle sind super drauf und erfreuen sich gemeinsam am Sport.“

Der Kader der deutschen Para Eishockey-Nationalmannschaft (Name, Alter, Geburtsort, Verein):
Steven Betz (33 / Singen / ESC Dresden), Jan Malte Brelage (27 / Hannover / Hannover Ice Lions), Jano Bußmann (19 / Gummersbach / TuS Wiehl), Sebastian Disveld (50 / Zeven / Weserstars Bremen), Bernhard Hering (34 / Freiberg / ESC Dresden Cardinals), Christian Jaster (40 / Düsseldorf / TuS Wiehl), Ingo Kuhli-Lauenstein (33 / Biedenkopf / TuS Wiehl), Simon Kunst (39 / Berlin / Hannover Ice Lions), Marcel Malchin (27 / Ratingen / TuS Wiehl), Veit Mülhans (29 / Benediktbeuern / ESV Dachau Woodpeckers), Christian Pilz (42 / Karl-Marx-Stadt / ESC Dresden Cardinals), Hugo Rädler (47 / Wangen im Allgäu / ESV Dachau Woodpeckers), Leopold Reimann (29 / Strausberg / Para Eishockeyclub Berlin), Frank Rennhack (36 / Radebeul / ESC Dresden Cardinals), Felix Schrader (29 / Hannover / Hannover Ice Lions), Sven Stumpe (50 / Dortmund / Grizzlys Bergkamen), Jörg Wedde (60 / Ölsburg / Hannover Ice Lions)

 

Milano Cortina 2026

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>>> alles zu den Athleten & Athletinnen auf: TeamDeutschland-Paralympics.de

Text: Kevin Müller / DBS
Foto mit Bernhard Hering: © Ralf Kuckuck / DBS