Organisation des DRS

Der DRS ist ein Fachverband des Deutschen Behindertensportverbandes e.V. (DBS) mit einer Geschäftsstelle in Duisburg und einer Niederlassung in Hamburg. Der Verband wird vom Vorstand geführt und gliedert sich in folgende Referate:

• Sport und Kommunikation
• Mobilität und Inklusion
• Vereinsservice und Beratung

Auf regionaler Ebene wird der DRS durch die Rollstuhlsportfachwarte der Länder unterstützt, die kooperativ mit dem jeweiligen DBS-Landesverband zusammenarbeiten. 

Für jede DRS-Sportart gibt es einen bundesweiten Ansprechpartner, den Fachbereichsleiter, der neben den DRS-Geschäftstellen, die DRS-Mitglieder im Bereich Service und Information zur Seite steht und ihnen z.B. hilft, den richtigen Verein zu finden.

Die Arbeit des DRS wird u.a. durch die Stiftung Rollstuhlsport unterstützt. Darüber hinaus, arbeitet der Verband mit einer Vielzahl von Sponsoren, Kooperationspartnern und ehrenamtlichen Mitarbeitern zusammen, um Synergieeffekte zu nutzen und gemeinsam den Sport von Menschen mit Behinderung weiter zu entwickeln.

Satzung

Ausführliche Informationen über die Organe, Gremien und Kommissionen des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes e. V. finden Sie zusammenfassend in den folgenden Unterlagen:

Vorstand

Vorsitzender:  Ulf Mehrens
Email: ulf.mehrens@rollstuhlsport.de

 

 

 

 

1. stellv. Vorsitzender: Jean-Marc Clément
Email: jean-marc.clement@t-online.de

 

 

 

 

2. stellv. Vorsitzender: Uwe Bartmann
Email: uwe.bartmann@gmx.de

 

 

 

 

Kooptiertes Mitglied: Gregor Doepke (Quelle: DGUV)

 

Beisitzer:  Peter Richarz    Email: peter.richarz@rollstuhlsport.de

Beisitzer:  Ann-Katrin Gesellnsetter    Email: ann-katrin.gesellnsetter@t-online.de

 

 

Ehrenpräsidenten

Wilfried Lemke

 

 

 

 

 Prof. Dr. Joachim Breuer

Referate & Standorte

Der Deutsche Rollstuhl-Sportverband e.V. gliedert sich in folgende Referate:

  • Sport und Kommunikation
  • Mobilität und Inklusion
  • Vereinsservice und Beratung

Die DRS-Referate finden Sie an den zwei Standorten des Bundesverbandes:

DIE DRS BUNDESZENTRALE IN HAMBURG

Deutscher Rollstuhl-Sportverband e.V.
c/o BG Klinikum Hamburg
Bergedorfer Str. 10
21033 Hamburg
Fax 040 7306 1390

Ulf Mehrens – Verbandsleitung – Fon 040 7306 1382 

Referat Sport & Kommunikation
Andreas Escher – Referatsleitung / Sportkoordination / Kommunikation – Fon 040 7306 1369
Alexander Groth – Projektkoordinator / Kommunikation – Fon 040 7306 1650
Malte Wittmershaus – Kommunikation – Fon 040 7306 1648
Pressekontakt presse@rollstuhlsport.de

Referat Mobilität & Inklusion
Peter Richarz – Referatsleitung – Fon 040 7306 3814
Tatjana Sieck – Rollstuhl-/Mobilitätstraining – Fon 040 7306 1991 (vormittags)
Bernhard Hoffmann – Sachbearbeiter

DIE DRS BUNDESGESCHÄFTSSTELLE IN DUISBURG

Deutscher Rollstuhl-Sportverband e.V.
Friedrich-Alfred-Str. 10
47055 Duisburg 
Fax 0203 7174 181
Mail info@rollstuhlsport.de

Referat Vereinsservice & Beratung 
ab 01.12.2019: Christina Hankamer – Referatsleitung / Lehrgangsverwaltung – Fon 0203 7174 191
Daniel Jakel – Vereinsservice / Verwaltung – Fon 0203 7174 182

Regionale Ansprechpartner

In jedem Bundesland stehen Ihnen regionale Ansprechpartner, sog. Rollstuhlfachwarte, zur Verfügung. 

Baden

Badischer Behinderten- und Rehabilitationsverband e.V.
Mühlstr. 68
76532 Baden-Baden
Fon 07221 3961 80
Fax 07221 3961818
bbs(at)bbsbaden.de

Bayern
Günther Vogel
Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern e.V.
Am Kreuzweiher 18
96135 Stegaurach
Fon 0951 290782
Mobil 0173 3907596
guenther.vogel.bamberg(at)t-online.de

Berlin
Marco Jahnke
Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Berlin e.V.
Steinmeisterweg 37
13593 Berlin
Fon 030 901394641
Mobil 0176 81744727
marcojahnke(at)sgh-berlin.de

Brandenburg
Ralf Paulo
Behinderten- und Rehabilitationssportverband Brandenburg e.V.
Tranitzer Str. 16
03048 Cottbus
Fon 0355 426921
Fax 0355 426995
ralfpaulo(at)bsbrandenburg.de

Bremen
Reinhard Lutz
Behinderten Sportverband Bremen e.V.
Euckenstr. 40
28201 Bremen
Fon 0421 3312903
Mobil 0179 9074015
reinhard.lutz(at)o2online.de

Hamburg

Behinderten- und Rehabilitationssportverband Hamburg e.V.
Schäferkampsallee 1
20357 Hamburg
Fon 040 41908155
Fax 040 41908158 
mail(at)brs-hamburg.de 

Hessen
Jean-Marc Clément
Hessischer Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband e.V.
Rheinstr. 37-39
63225 Langen
Mobil 0172 6733210
Fax 06103 9605309
jean-marc.clement(at)t-online.de

Mecklenburg-Vorpommern
Rüdiger Börst
Verband für Behinderten- und Rehabilitationssport Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Juri-Gargarin-Ring 1-2 
19370 Parchim           
Fon 03871 442322                                        
Mobil 0170 4748577 
ruedigerboerst(at)web.de  

Niedersachsen
Linda Klingenberg
Behinderten Sportverband Niedersachsen e.V. 
Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10 
30169 Hannover         
Fon 0511 12685118
Fax 0511 126845100                                                       
klingenberg(at)bsn-ev.de

Nordrhein-Westfalen
Dietmar Fedde
Behinderten- und Rehabilitationssportverband Nordrhein-Westfalen e.V.
Brünebrede 45           
48231 Warendorf
Fon 02581 7995                                  
Mobil 0152 06115139 
dietmar.fedde(at)gmx.de  

Rheinland-Pfalz
Christoph Werner
Behinderten- und Rehabilitationssport-Verband Rheinland-Pfalz e.V.
Auf der Hub 7  
35767 Breitscheid                                                      
Mobil 0171 3625790 
chw-1(at)t-online.de  

Saarland
Markus Lautenberg      
Behinderten- und Rehabilitations Sportverband Saarland e.V.
Krämersweg 45           
66123 Saarbrücken    
Fon 0681 373695                  
Fax 0681 58863906                         
brs-saarland(at)t-online.de  

Sachsen
Simone Zimmermann
Sächsischer Behinderten- und Rehabilitationssportverband e.V.
Am Sportforum 10/H2           
04105 Leipzig      
Fon 0341 2310 66 0
Fax 0341 2310 66 10
simone.zimmermann(at)behindertensport-sachsen.de

Sachsen-Anhalt
Mathias Sinang
Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Sachsen-Anhalt e.V.
Bremer Str. 25         
06128 Halle (Saale)                                                
Mobil 0177 4119798            
msinang(at)aol.com  

Schleswig-Holstein
Herbert Tietz 
Rehabilitations- und Behinderten-Sportverband Schleswig-Holstein e.V.
Bei den Rauen Bergen 15      
22927 Großhansdorf         
Fon 04159 825026 
Fax 04159 825028                           
Mobil 0179 1268743 
LFW.Rollstuhlsport(at)googlemail.com  

Thüringen
Marco Pompe
Thüringer Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband e.V.
An der Unstrut 24
99991 Altengottern                             
Mobil 0173 7216866            
marcopompe(at)gmx.de  

Württemberg

Württemb. Behinderten- u. Rehabilitationssportverband e. V. 
Fritz-Walter-Weg 19   
70372 Stuttgart                                  
Fon 0711 28077620  
Fax 0711 28077621             
info(at)wbrs-online.net

Geschichte des DRS

Die 1974 gegründete Arbeitsgemeinschaft Rollstuhlsport (ARGE) wandelte sich auf ihrer 3. Hauptversammlung am 29./30. Oktober 1977 in Bochum in den Deutschen Rollstuhl-Sportverband (DRS) um. Mehr als 330 Vereine, die rund 9.000 Rollstuhlsportler betreuen, haben sich bis heute dem DRS angeschlossen. Sie bieten ein breitgefächertes Angebot im Breiten- wie auch im Wettbewerbssport an.

Wichtige Daten:
Bereits 1978 erfolgte die Aufnahme als Fachverband in den Deutschen Behinderten-Sportverband und die erste Wahl von Fachwarten (FW) für die Sportbereiche: Basketball, Bogenschießen, Fechten, Leichtathletik, Tischtennis und Schwimmen. Der medizinische Sportausweis wird eingeführt.

1979 werden Deutsche Meisterschaften in allen DRS-Sportarten durchgeführt. Erste Wahl eines FW für Sportschießen.

1980 werden offiziell auch nichtgelähmte Rollstuhlsportler (Amputierte, Dysmele, Behinderte mit Glasknochen etc.) zum Wettkampfsport zugelassen. Erste Wahl eines FW für Breitensport.

1981 schafft die “Gesamtvereinbarung über den ambulanten Behindertensport” die Voraussetzungen für eine dauerhafte finanzielle Förderung des Rollstuhlsports.

1982 erscheint zum erstenmal die Zeitschrift “Rollstuhlsport”. Erste Wahl eines FW für Kinder- und Jugendsport.

1984 Erste Wahl eines FW für Wintersport.

1987 Erste Wahl der FW für Tanzen und Tennis.

1989 Erste Wahl eines FW für E-Rollstuhl-Hockey.

1992 Erste Wahl eines FW für Rollstuhl-Rugby.

1993 Der Vorsitzende des DRS, Herbert Krah, wird nach 19 Jahren unermüdlicher Arbeit für den Rollstuhlsport verabschiedet. Paul Laue übernimmt sein Amt.

1995 Ulf Mehrens wird zum Nachfolger von Paul Laue gewählt.

1995 Nichtbehinderte werden zum Spielbetrieb in Basketball zugelassen.

2006 Die Behindertenrechtskonvention fordert die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft: Inklusion ist ein Menschenrecht.  

2009 Die Behindertenrechtskonvention tritt in Deutschland in Kraft

2009 Ulf Mehrens wird als Vorstandsvorsitzender im Amt bestätigt

2011 Der DRS ist auf Facebook und Twitter

2012 Bei den Paralympics in London holt das Rollstuhlbasketball Nationalteam der Damen, um Trainer Holger Glinicki, die Goldmedaille.  

2013 Ulf Mehrens wird als DRS-Vorsitzedender wiedergewählt. Jean-Marc Clement und Uwe Bartmann sind erster und zweiter Stellvertreter.

2013 Zwei neue Fachbereiche werden gegründet: Actionsport und Tischkicker. Somit wächst die Anzahl der Sportarten im DRS auf 28 an.

2014 Bei den Paralympics in Sochi holen 13 deutsche WintersportlerInnen 15 Medaillen. Auf das Konto der acht Rollstuhlsportler gehen 13 Medaillen. Besonders erfolgreich ist die Ski-Alpin Athletin Anna Schaffelhuber mit Gold in allen fünf Disziplinen.  

2014 David Lebuser, Fachbereichsleiter der Actionsport AG, ist ein Gesicht der Aktion Mensch Kampagne bei ihrem 50-jährigen Jubiläum.

Geschichte des Rollstuhlsports

Die Entstehung des Rollstuhlsports ist eng verknüpft mit der Einführung moderner Behandlungsmethoden für Querschnittgelähmte.

Der deutschstämmige Neurologe Sir Ludwig Guttmann schuf durch seine revolutionäre Arbeit während des 2. Weltkriegs und danach erstmals reale Überlebenschancen für diese Schwerstbehinderten. Durch gezielte Verfahren konnten nun die bisher meist tödlichen Folgeschäden verringert werden. Bis zu diesem Zeitpunkt starben 90% der Betroffenen im ersten Jahr der Verletzung vorwiegend an den Belastungen durch Druckgeschwüre und durch Infektionen im Blasen-Nierenbereich. Querschnittgelähmte konnten erstmals funktionell und psychisch mobilisiert werden. Der Sport übernahm hierbei eine wesentliche Funktion für alle therapeutischen Maßnahmen. Darüber hinaus kam ihm die Aufgabe zu, vorhandene Ängste bei den Betroffenen und Vorurteile bei den Nichtbehinderten abzubauen.

Das außerordentliche sozial-politische Geschick von Sir Ludwig Guttmann ließ ihn den Rollstuhlsport mit der Olympischen Idee verknüpfen und als internationales Sportfest organisieren. An der 5. Austragung dieser Spiele in Stoke Mandeville in England nahm 1956 erstmals auch eine deutsche Mannschaft teil. Sie bestand aus 11 querschnittgelähmten Kriegsversehrten.

In der Bundesrepublik übernahmen zuerst die berufsgenossenschaftlichen Unfallkliniken die von Guttmann entwickelten Behandlungsmethoden. Tägliche sportliche Betätigung wurde zum Bestandteil der viele Monate, teils Jahre währenden klinischen Behandlung, die die Erhaltung des Lebens ebenso zum Ziel hatte, wie die berufliche und gesellschaftliche Rehabilitation.

Bis in die sechziger Jahre hatten die Querschnittgelähmten keine Möglichkeit, die in den Kliniken mühsam erworbene körperliche Leistungsfähigkeit durch weitere sportliche Betätigung zu erhalten. So war es nur naheliegend, dass zuerst an Orten mit berufsgenossenschaftlichen Kliniken, dann auch an anderen Orten, Rollstuhlsportgruppen gebildet wurden. Die Berufsgenossenschaften unterstützten diese Entwicklung durch Förderung der von ihnen betreuten Querschnittgelähmten. Auch richteten sie ab 1966 jährliche Sportfeste aus, durch die immer mehr Rollstuhlfahrer zu aktiver sportlicher Betätigung motiviert wurden.

Es ist ein überzeugender Erfolgsbeweis der Rehabilitation der Querschnittgelähmten, dass sie bald selbst ihre sportlichen Geschicke in die Hand nahmen, Wettkampfveranstaltungen organisierten und schließlich im Jahre 1977 den Deutschen Rollstuhl-Sportverband (DRS) gründeten. Seither ist dieser als Fachverband des Deutschen Behinderten-Sportverbandes zuständig für den Rollstuhlsport auf Bundesebene.

Aus dem “Gelähmtensport” der Pionierjahre wurde eine Sportbewegung der Rollstuhlfahrer. Zwar sind die Querschnittgelähmten mit etwa 80 % noch immer weitaus am stärksten vertreten, doch wurden Sportler mit anderen Behinderungen voll integriert.

Mehr als 330 Vereine, die insgesamt rund 9.000 Rollstuhlsportler betreuen, haben sich inzwischen dem DRS angeschlossen. Etwa 130 Personen, darunter viele Betroffene, haben ehrenamtliche Funktionen im DRS übernommen, um diesen Sportverband der Rollstuhlfahrer weiterhin zu fördern und fortzuentwickeln.