DIE SCHNELLSTE MANNSCHAFTSSPORTART DER WELT

Para-Eishockey

Para-Eishockey gehört zur Königsklasse der Sportarten für Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Sie ist damit auch in diesem Bereich die mit Abstand schnellste Mannschaftssportart der Welt. Kraft, Ausdauer, Geschwindigkeit und Geschicklichkeit zeichnen diese Sportart aus. Para-Eishockey ist eine paralympische Sportart, die in den 1970er Jahren in den skandinavischen Ländern entstand und mittlerweile in vielen Wintersportnationen gespielt wird, so beispielsweise in den USA, Kanada, Schweden, Norwegen, aber auch in England, Japan, Tschechien und Deutschland. Diese treffen sich nicht nur alle vier Jahre zu den paralympischen Spielen sondern auch zu Europa- und Weltmeisterschaften.

Wo kann ich spielen?
In fast jeder Ecke Deutschlands gibt es Vereine, die am aktiven Spielbetrieb teilnehmen. Auskunft über Trainingszeiten und Möglichkeiten des Einstiegs gibt der Fachbereich Para-Eishockey. Die Vereine bieten regelmäßig Schnuppertrainings zum Testen der Sportart an. Leihausrüstungen und Leihschlitten stehen überall zur Verfügung. Auf unserer Vereinslandkarte können Sie nach Sportaten gefiltert den passenden Verein in Ihrer Nähe suchen. Besonders freuen wir uns über junge Spieler. Für diese können wir spezielle Unterstützung durch unseren Förderverein ermöglichen. Auch hier stellen wir gerne den Kontakt her. Bei der Suche nach einem geeigneten Club helfen die DRS-Ansprechpartner gerne weiter.

Wer kann Para-Eishockey spielen?
Ob Frau oder Mann, jung oder alt, amputiert oder gelähmt, alle sportbegeisterten Menschen mit Einschränkungen in der Beweglichkeit der unteren Gliedmaßen können diesen Sport ausüben. Es gibt keine weitere Klassifizierung. Grundsätzlich kann man bereits im Kindesalter in diesen Sport einsteigen. Jedoch ist der sichere Umgang mit dem Sportgerät Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme daran. Im nationalen Sportbetrieb steht die Inklusion im Vordergrund. Dort sind auch Menschen ohne Behinderung als Mitspieler willkommen und im Spielbetrieb zugelassen. Voraussetzungen sind nur die Freude am Mannschaftssport und der Bewegung. Der Sport für Menschen mit Behinderung trägt nachhaltig dazu bei, die Mobilität zu verbessern und echte Erfolgserlebnisse zu spüren. Diese sind sowohl für die sportliche Komponente als auch für das emotionale und persönliche Empfinden von unschätzbarem Wert. Eine verbesserte Mobilität und das gestärkte Selbstwertgefühl stellen einen unschätzbaren Gewinn für den Alltag dar!

Was benötige ich?
Spielregeln, Spielfeld, Spielverlauf und -kleidung entsprechen dem regulären Eishockey. Anstelle von Schlittschuhen benutzen die Spieler Schlitten. Zur Fortbewegung und zum Spiel dienen zwei kurze Schläger, deren Griff-Enden mit Spikes besetzt sind.

Deutsche Para-Eishockeyliga (DPEL)
In Deutschland gibt es seit 2000/2001 eine Para-Eishockey-Bundesliga. Ein regelmäßiger Trainingsbetrieb findet heute in Berlin, Dachau, Bremen, Dresden, Hannover, Freiburg, Iserlohn, Niesky und Wiehl statt. In der Ligasaison 2019/20 nahmen insgesamt fünf Teams bzw. Spielgemeinschaften am Ligaspielbetrieb teil. Der aktuelle Deutsche Meister ist die Spielgemeinschaft Dresden/Dachau.

Internationale Erfolge
Zu den größten deutschen Erfolgen bei internationalen Wettbewerben zählt die Teilnahme an den Paralympischen Winterspielen 2006 in Turin, bei denen das deutsche Team nur knapp die Bronzemedaille verpasste.
Bei den Weltmeisterschaften 2004 in Schweden belegte Deutschland bei seiner ersten WM-Teilnahme den siebten Rang. Bei den erstmals ausgetragenen Europameisterschaften 2005 in Tschechien wurde Deutschland der erste Europameister. Bei der Verteidigung des EM-Titels 2007 scheiterte Deutschland und wurde hinter Norwegen und dem Überraschungszweiten Tschechien Dritter. Bei der WM 2008 in Boston kam das deutsche Team auf Platz 5.