Rollstuhlfechten

»En garde!« – aktiv mit Säbel, Degen & Co

Fechten ist ein inkusiver Sport für die ganze Familie, ob als Rollifahrer*in oder Fußgänger*in, jung oder alt, Mann oder Frau – getreu dem Motto der drei Musketiere: »Einer für alle, alle für einen!«
Das Training findet überwiegend integrativ in den Vereinen des Deutschen Fechterbunds statt, zusammen mit Sportlern ohne Behinderung.

Regeln

Die Fechter*innen sitzen sich im Rollstuhl gegenüber, bewegen sich dabei aber nicht mit dem Rollstuhl über die Fechtbahn, sondern sind in ›Fechtgestellen‹ festgeschnallt. Das Gestell besteht aus Schienen bzw. Plattformen, in bzw. auf die die Fechter*innen fahren. Die Schienen bzw. Plattformen der beiden Fechter*innen sind mit einer Querstange miteinander verbunden.

Je nachdem ob sich zwei Rechtshänder*innen, zwei Linkshänder*innen oder je ein Rechts- und ein Linkshänder*in gegenübersitzen, befinden sich die Gegner*innen auf den gleichen oder gegenüberliegenden Seiten der Querstange. Der Abstand zum*zur Gegner*in wird je nach Körpergröße und Waffe individuell eingestellt.

Die Kampfregeln weichen nur geringfügig von klassischen Fechtregeln ab. So ist beispielsweise die Trefferfläche im Degen begrenzt, so dass auf den Beinen oder dem Rollstuhl keine gültigen Treffer platziert werden können.

Wettkämpfe

Wer sich gerne auf Turnieren messen möchte, kann bei Landesmeisterschaften, deutschen Meisterschaften bis hin zu Weltcups, Europameisterschaften oder Weltmeisterschaften antreten. Das Highlight stellen alle vier Jahre die Paralympics dar. Rollstuhlfechter*innen können aber auch an den meisten Breitensportturnieren teilnehmen oder beim Deutschlandpokal als Teil einer Mannschaft um den Sieg kämpfen. Alle zwei Jahre wird in Deutschland ein Weltcup im Rollstuhlfechten veranstaltet.

Sportgeräte

Es wird ebenso wie im ›Fußgänger*innenfechten‹ mit den Waffen Florett, Degen und Säbel gefochten. Die Ausrüstung wird im Rahmen von Schnuppergruppen in der Regel von den Vereinen gestellt. Dabei sind die Vorschriften des Internationalen Fechtverbandes (FIE) eingehalten, welche die Sicherheit der Kleidung und Waffen gewährleisten. Einen speziellen Fechtrollstuhl braucht man am Anfang nicht, es kann mit dem Alltagsrollstuhl gefochten werden. Profis fechten mit einem Fechtrollstuhl, der mit einer Griffstange ausgerüstet ist, die das Herausschnellen beim Angriff erleichtert.

Klassifizierung

Rollstuhlfechten eignet sich für Menschen mit einer leichten Gehbehinderung ebenso wie für Para- und Tetraplegiker. Die Einteilung erfolgt in drei verschiedene Wettkampfklassen: 

A: Sportler*innen mit der geringsten Einschränkung (z. B. Beinamputierte), 

B: Sportler*innen mit Einschränkung in der Rumpfmuskulatur oder im Waffenarm, 

C: Sportler*innen mit starker Einschränkung in der Rumpfmuskulatur und dem Waffenarm

Kontakt

Picture of Lars Pickardt

Lars Pickardt

Anfrage per Mail

Aktuelles vom Fechten

Deutsche Meisterschaften im Rollstuhlfechten 2026

Deutsche Meisterschaften im Rollstuhlfechten 2026

Stellenausschreibung des »Fechtzentrum Berlin«

Unsere Partner

Consent-Management-Plattform von Real Cookie Banner