DRS Jahresaktion 2021:
Botschafter des Rollstuhlsports »Wir schaffen was«

 Worum geht es ?
  • Sie sind Übungsleiter*in oder Trainer*in aus Leidenschaft?
  • Sie widmen einen großen Teil Ihrer Freizeit dem Engagement in einem Sportverein?
  • Sie begleiten eine Sportgruppe mit allen Höhen und Tiefen seit vielen Jahren?
  • Sie kennen eine*n Übungsleiter*in/Trainer*in, der/die immer zur Stelle ist und alles im Blick hat?
  • Sie finden, der/die Übungsleiter*in/Trainer*in in Ihrem Verein sollte für seine/ihre Leistung besonders geehrt werden?

Dann bewerben Sie sich selbst oder schlagen uns den/die entsprechende*n Übungsleiter*in/Trainer*in bis zum 30.09.2021 vor.

Teilnahmevoraussetzungen

Die Voraussetzung für eine Teilnahme ist die Vereinsmitgliedschaft oder die Zugehörigkeit zu einem Mitgliedsverein des DRS.

Preise

Platz 1: T-Shirts oder Trikots für ein ganzes Team im Wert von 500 €
Platz 2: Gutschein für einen Anbieter von Sportbekleidung/-materialien im Wert von 300 €
Platz 3: Eine portable Lautsprecherbox im Wert von 150 €

Wahl der Preisträger*innen

Die Wahl der Gewinner*innen wird im November in Form eines öffentlichen Online-Votings abgestimmt.

Bewerben Sie sich jetzt und sende Sie das beigefügte Formular per Mail an:

Referat Vereinsservice und Beratung
Denis Schneider
denis.schneider(at)rollstuhlsport.de
Fon 0203-7174-191
Fax 0203-7174-282

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Die Botschafter*innen der DRS-Jahresaktion 2021 im Überblick

 

Die insgesamt zehn Kandidat*innen der der DRS-Jahresaktion 2021 werden hier monatlich mit Steckbrief und Interview präsentiert. Im November 2021 haben Sie dann die Möglichkeit, Ihre*n persönliche*n Gewinner*in der Jahresaktion per Online-Abstimmung zu bestimmen.
Januar 2021

Christiane Renner

Renner2alexandrafink_web
Steckbrief

Name: Christiane Renner
Wohnort: Stubersheim
Alter: 49
Sportarten: Rollstuhlbasketball, Kinder und Jugendrollstuhlsport (Breitensport)
Heimverein: TSG Söflingen -Ulm
Hobbys / Interessen: Rad fahren, Rollisport, nähen, sticken, basteln, malen

Interview mit Christiane Renner

Was waren Deine Beweggründe, Übungsleiter*in / Trainer*in zu werden?

Da im Rollstuhlsport eher ein Mangel an Übungsleitern besteht, kam die Anregung aus dem Verein, die mich diesen Schritt gehen ließ. Allerdings war es für mich kein großer Schritt, denn ich bin mit Freude Lehrerin und die Aufgaben eines Übungsleiter sind doch sehr ähnlich. Außerdem spiele ich seit ca. zehn Jahren aktiv Rollstuhlbasketball und konnte vorher in zahlreichen Mobilitätskursen selbst Erfahrungen im Umgang mit dem Rollstuhl sammeln.

Gab es Personen, die Vorbilder für Dich für diese Aufgabe waren?

Vorbilder gab es eine Menge: Herbert Winterl, Arno Becker, Holger Kranz,… ich könnte hier noch mehr Namen nennen, aber das sind wohl die wichtigsten Menschen, die mir auf dem Weg zur Akzeptanz der Behinderung meines Sohnes geholfen haben. Sie haben über den „Spaß“ an der Bewegung im Rollstuhl einen Kanal für mich geöffnet, den Rollstuhl als gutes Hilfsmittel zu erkennen, der bei der Bewegung unterstützen kann. Hemmschwellen wurden durch sie überwunden und ich konnte mich, auch gegen Kritik aus meinem persönlichen Umfeld, für den Rollstuhl für meinen Sohn entscheiden.

Nicht zu vergessen ist hier auch Brigitte Rechtsteiner, die seit vielen Jahren in Ulm die Kinderrollstuhlsportgruppe „Feuerrollis“ leitet. Sie hat mit unermüdlichem Engagement, den Kindern in den Sportstunden Tipps zum Handling des Rollstuhls und Spaß an der Bewegung vermittelt. Von Durststrecken hat sie sich nicht entmutigen lassen und ist auch mit ganz wenigen Kindern in der Halle gewesen.

Aber das wichtigste Vorbild ist wohl mein Mann, auch wenn er nicht als Übungsleiter tätig ist, so zeigt er mir im alltäglichen Leben, wie wichtig es ist, das Schicksal anzunehmen und nach vorne zu blicken. Sich nicht entmutigen zu lassen, egal wie schwierig es manchmal auch ist.

Welche konkreten Ziele verfolgst Du während Deiner Tätigkeiten?

Es gibt mehrere Ziele, die ich verfolge: Zum Einen möchte ich, dass alle Kinder sich ausreichend bewegen, auch die, denen es schwerer fällt. Sie sollen Sport als etwas Positives erleben, damit sie auch in ihrem späteren Leben motiviert sind, sich zu bewegen. Aber ich möchte auch in der Gesllschaft ein wenig vermitteln, dass der Rollstuhl ein gutes Hilfsmittel und Rollstuhlsport eine ernstzunehmende Sportart ist. 2008 habe ich das erste Mal mit einer Schulklasse ein Rollstuhlsportprojekt durchführen können, als Lehrer musste ich dem Kollegium klar machen, warum es wichtig ist, diese Projekte durchzuführen. Nach anfänglichen Widerständen wurde es später als Highlight gelobt. Auch Eltern haben mich danach immer wieder daruf angesprochen, wie viel es bei den Kindern und Familien bewirkt hat. Heute ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Schulprojekte durchgeführt werden und das ist gut so. Jede Aktion ist ein kleines Puzzleteil zur Akzeptanz.

In den Köpfen der Menschen etwas zu bewegen, das ist eigentlich auch das wichtigste Ziel. Damit Ärzte und Therapeuten auch irgendwann Kindern empfehlen, Rollstuhlsport zu machen, auch wenn sie im Alltag keinen oder noch keinen Rollstuhl brauchen. Damit Eltern nicht so lange zögern, es mal mit dem Rollstuhlsport zu probieren. Denn Kinder die Mobilitätseingeschränkt sind möchten sich bewegen, aber sie möchten sich auch messen. Und nur, wer sich gleichwertig messen kann, wird Erfolgserlebnisse haben. Und nur wer immer wieder mal Sieger ist, wird ein gutes Selbstwertgefühl entwickeln. Und dieses gute Selbstwertgefühl ist so dringend notwendig, weil es im Alltag eines Rollstuhlfahrerso der und bewegungseingeschränkten Menschen immer wieder Gelegenheiten gibt, die einen den Kopf schütteln lassen.

Hast Du eine Übungsleiter-/Trainerlizenz? Wenn ja, wer hat Dich ausgebildet?

Vor zwei Jahren habe ich in Bad Wildungen bei Nora Sties und ihrem Team die Übungsleiterlizenz C erworben.

War die Ausbildung für Dich eine gute Basis, Deine Tätigkeiten im Verein zu beginnen?

Die Ausbildung war sehr vielseitig. Es wurden verschiedene Sportarten vorgestellt und ausprobiert. Außerdem waren die fachlichen Inhalte mit großem Wissen der Referenten untermauert. Trotz hoher Informationsdichte kam der Spaß nicht zu kurz. So war das Fazit des Kurses: Es hat sich gelohnt und die weite Anreise und der große Zeitaufwand waren es wert. Klasse war auch, dass egal welche Vorkenntnisse die Teilnehmer hatten, alle mitgenommen wurden und Raum war, nachzufragen. Die Ausbildung ist auf jeden Fall eine sehr gute Grundlage für die Tätigkeit im Verein!

Ist das Angebot an Aus- und Fortbildungen des DRS ausreichend für Dich? Was würdest Du Dir wünschen?

Ich bin sehr zufrieden mit dem Angebot. Es ist sehr vielseitig und abwechslungsreich. Wenn Corona wieder in den Hintergrund rückt, freue ich mich schon darauf, einen Kurs zu besuchen.

Welche Erlebnisse oder Erfahrungen sind Dir als Übungsleiter*in / Trainer*in besonders in Erinnerung geblieben?

Ein konkretes Erlebnis gibt es nicht, mehr das Gefühl, dass etwas Sinn macht. Es ist zum Beispiel ein schönes Gefühl, wenn man merkt, dass die Sportstunde Spaß gemacht hat. Und dass es Spaß macht, zeigt mir mein achtjähriger Sohn nach jeder Sportstunde, weil er kaum aushalten kann, dass es „schon“ zu Ende ist. An Corona findet er am Schlimmsten, dass er nicht zum Rollisport kann und er hat keine Behinderung. Zu Beginn hat er täglich gefragt, wann wir endlich wieder in die Halle können. Wir drücken alle fest die Daumen, dass es bald wieder soweit ist und wir alle durch die Halle flitzen!

Gab es Herausforderungen beim Rollenwechsel von Teilnehmer*in / Spieler*in zum/zur Übungsleiter*in / Trainer*in?

Als Übungsleiter ist man verantwortlich, dass es eine gute Sportstunde ist, was nicht immer einfach ist. Denn es ist von so vielen Komponenten abhängig, die man selbst gar nicht beeinflussen kann. Sind die Teilnehmer fit, gut gelaunt, war die Anreise schwierig oder gab es vielleicht Streit. Hier muss man ein gutes Gespühr entwickeln, wie man Situationen rettet, die aus dem Ruder zu laufen drohen. Als Teilnehmer ist es nicht unbedigt nötig aktiv zu werden, der Übungsleiter dagegen muss eine Lösung finden. In unserer Gruppe gab es diesen Wechsel von Teilnehmer zum Übungsleiter in dem Sinn nicht, da ich direkt als Übungsleiter eingestiegen bin.

Hast Du eine „Top 5“ von Lieblingsübungen oder Favoriten für Spiele im Rollstuhlsport?

Eine Top 5 Liste habe ich nicht, aber ich mag kooperative Spiele. Also Spiele, bei denen man nur als Team gewinnen kann. Dieses Gefühl, dass jeder Spieler zum Sieg beiträgt, egal welche Einschränkung er oder sie mitbringt, ist einfach wunderbar.

Wie würdest Du andere Menschen dazu motivieren, Übungsleiter*in/Trainer*in zu werden?

Das ist eine schwierige Frage, denn ich glaube, die wichtigste Motivation, kommt aus einem selbst heraus. Doch ab und zu trifft man Menschen, bei denen merkt man, dass sie auf der Suche nach einer guten Aufgabe sind. Jeder Mensch ist doch irgendwie auf der Suche nach einer Tätigkeit, die einen glücklich und zufrieden macht, davon bin ich überzeugt. Solchen Menschen schwärme ich dann auch vor, wie viel Spaß es macht, wenn man mit anderen Sportlern ein gutes Training hatte und wie viel mehr Spaß es macht, wenn man es ein Stück weit selbst in der Hand hatte.

Warum sollten alle Rollstuhlfahrer*innen Deiner Meinung nach Mitglied in einer Rollstuhlsportgruppe werden?

In einer Rollstuhlsportgruppe treffen viele, sehr unterschiedliche Menschen aufeinander, mit ganz unterschiedelichen Ansätzen, mit ihrer Behinderung zu leben. Es gibt gute Möglichkeiten Tipps für den Alltag zu bekommen oder auch mal über Fußgänger Witze zu machen, wir halten das aus. Was ich aber noch viel wichtiger finde: wer in einer Rollstuhlsportgruppe Sport macht, ist fitter, kann besser mit dem Rollstuhl umgehen, was ihm oder ihr auch im Alltag nützlich ist.

Ein weiterer Grund ist, dass hier Rollstuhlfahrer „nichts Besonderes“ sind. Im Alltag wird man oft beäugt, auch als Familie. Gut vielleicht liegt es auch daran, dass bei uns zwei Rollstuhlfahrer zur Familie gehören. Man gewöhnt sich daran, beobachtet zu werden, aber manchmal ist es auch lästig, denn wir selbst, finden nicht, dass wir etwas Besonderes sind. Im Rollstuhlsport fallen wir nicht auf und gehören einfach dazu!

Februar 2021

Alexander Butz

Alexander_Butz
Steckbrief

Name: Alexander Butz
Wohnort: Bad Krotzingen
Alter: 36
Sportarten: Rollstuhlrugby
Heimverein: Dragons Freiburg, Ring der Körperbehinderten e.V.
Hobbys / Interessen: Handbiken, Tischtennis, FGQ und chillen

Interview mit Alexander Butz

 

Was waren Deine Beweggründe, Übungsleiter*in / Trainer*in zu werden?

Unser Übungsleiter und Trainer, Thomas Moser, hat vorausschauend gedacht. Da er diese Positionen, nach über 10 Jahren, nicht mehr jedes Training leiten kann. Um den Fortbestand des Teams weiter zu gewähren, haben wir als Team entschieden, dies Aufzuteilen. Ein Übungsleiter mit dem klaren Hintergrund, weiterhin Rehasport abrechnen zu können und ein Trainer der die Spielübersicht behält und Taktiken im Rollstuhlrugby Bereich zu erklären.

Gab es Personen, die Vorbilder für Dich für diese Aufgabe waren?

Um ehrlich zu sein, nein gab es nicht, es war einfach ein Mittel bzw. Verpflichtung einen Übungsleiter mit B-Lizenz zu haben.

Welche konkreten Ziele verfolgst Du während Deiner Tätigkeiten?

Fortbestand des Teams und neue Spieler/ Frischverletzte zu werben und Integrieren. Für alle neue Spieler die kommen, haben wir für den ersten Zeitraum, immer ein „Welpenschutz“. Mit dem klaren Ziel, dass sich neue Spieler, sich austauschen können. Lernen selbstsändig zu werden, soweit es möglich ist, sowie Teamaufgaben und Verantwortung für sich und das Team zu übernehmen.

Hast Du eine Übungsleiter-/Trainerlizenz? Wenn ja, wer hat Dich ausgebildet?

Ich habe eine Übungsleiterlizenz. Die Grundlagen und C-Lizenz habe ich beim DRS in Bad Wildungen erworben, die B-Lizenz beim Landesverband Baden BBS Badischer Behinderten Sportverband.

War die Ausbildung für Dich eine gute Basis, Deine Tätigkeiten im Verein zu beginnen?

Nicht nur für die Tätigkeit, war die Ausbildung gut, sondern auch für mich selbst. Eigene defizite zu erkennen und versuchen diese zu lernen oder zu verbessern. Selbst, dass lernen, einem lerneden was bei zu bringen hat man gelernt. Man kann als Spieler hunderte Sachen und Tricks drauf haben, aber diese auf den Punkt genau zu definieren und erklären ist nicht immer leicht.

Ist das Angebot an Aus- und Fortbildungen des DRS ausreichend für Dich? Was würdest Du Dir wünschen?

Finde ich schwierig zu beantworten, Angebot und Nachfrage, zumal lernt man immer wieder was neues dazu oder es gibt neue Erkenntnisse zu verschiedenen Übungen. Hier an dieser Stelle muss man auch den Ausbildern/innen Danke sagen, was Sie vermitteln und Ihre Freizeit dafür opfern.

Welche Erlebnisse oder Erfahrungen sind Dir als Übungsleiter*in / Trainer*in besonders in Erinnerung geblieben?

Nach der Ausbildung stellt man fest, dass es sehr wenige Übungsleiter gibt und sehr wenige Angebobte, was Rollstuhltraining angeht. Mit dem Ring der Körperbehinderten e.V. sind wir auch dran, (in Freiburg) neue Angebote zu schaffen. Nur ist es schwer, Intressenten zu finden, die Interesse haben eine Gruppe zu leiten.

Gab es Herausforderungen beim Rollenwechsel von Teilnehmer*in / Spieler*in zum/zur Übungsleiter*in / Trainer*in?

Ja die gibt es immer noch. Unser Trainer/Übungsleiter Thomas hatte das auch, vorallem, wenn wir Spieler aus dem Kadertraining in Bad Wildungen kamen wusste es jeder besser wie man was macht. Man bekommt eine neue Sichtweise als Übungsleiter und erinnert sich an alte Zeiten zurück, wo man dem Trainer widersprochen hat.

Hast Du eine „Top 5“ von Lieblingsübungen oder Favoriten für Spiele im Rollstuhlsport?

Ich habe eine Lieblings-Sprintübung: Jeder Spieler bekommt ein Kegel auf Schoß oder aufs Fußbrett. Alle Spieler stellen sich an der Grundlinie mit einem Abstand von zwei Metern auf. Nach Pfiff wird gesprintet bis zum nächsten Pfiff bei diesem müssen die Spieler sofort stehen bleiben. Der Pfiff sollte kommen, sobald der erste Spieler über der ersten Hallenhälfte ist. Die Spieler stehen und müssen den Kegel vor sich stellen. So kann sich jeder Spieler wieder an der Grundlinie aufstellen und um den Kegel sprinten. Vorteil: alle Spieler sollten zeitgleich an der Grundlinie ankommen und jeder kommt an seine Leistungsgrenze, in dem für seiner Lähmungshöhe machbaren.

Wie würdest Du andere Menschen dazu motivieren, Übungsleiter*in/Trainer*in zu werden?

Gute Frage – es ist nicht wirklich leicht. Lerne was fürs Leben! Mit der Ausbildung erlernt man Inhalte der Pädagogik, Psychologie, Physiotherapie und weitere Gebiete. Man lernt sich selbst, seinen Körper und sein Handeln neu kennen. Ein neuer Blick auf das Leben kann anderen helfen, sich selbst zu entdecken und oder zu motivieren.

Warum sollten alle Rollstuhlfahrer*innen Deiner Meinung nach Mitglied in einer Rollstuhlsportgruppe werden?

Warum nur Mitglied werden? Mit Hilfe des DRS und ortsansäßigen Vereinen kann man was auf die „Räder (Beine)“ stellen. Sport muss Spaß machen und darf kein dahin Gequäle sein. Ich persönlich stelle den Sport nicht mehr an die erste Stelle, sondern die sozialen Kontakte, die man durch den Sport in jeglicher Art und Weise kennen und erfahren darf. Aus einer noch so kleinen Sportgruppe kann sich was großes, in jeglicher Hinsicht, entwickeln.

März 2021

Jörg Köhler

Joerg_Koehler_web_600x400
Steckbrief

Name: Jörg Köhler
Wohnort: Nierstein
Alter: 53
Sportarten: Handbiken, Kraftsport, alles mit Ball
Heimverein: TV Laubenheim
Hobbys / Interessen: Lesen, Serien-Junkie, Spaß verbreiten

Interview mit Jörg Köhler

 

Was waren Deine Beweggründe, Übungsleiter*in / Trainer*in zu werden?

Aufgrund meiner schleichend verlaufenden Erkrankung wurde das ›normale‹ Laufen immer unmöglicher für mich, so dass ich mich im Sommer 2013 erstmals im Rollstuhl ausprobierte. Zunächst klappte da überhaupt nichts, so dass ich im Herbst 2013 ziemlich frustriert an einem Mobilitätstraining in Mainz-Laubenheim teilgenommen habe, wo ich das Rollifahren erlernte und sofort Feuer und Flamme für dieses Sportgerät war. Nora und Thomas, die beiden Leiter des Trainings, haben mich schnell neugierig auf die Erwachsenen-Sportgruppe gemacht. Seit November 2013 gehe ich dorthin und habe seitdem kaum ein Training verpasst. Die beiden sprachen mich danach an, ob ich Lust hätte, die Übungsleiter-Ausbildung zu absolvieren, um sie als Trainer der Sportgruppe ab und zu unterstützen oder auch mal vertreten zu können. Mittlerweile bin ich sogar der Übungsleiter dieser Sportgruppe geworden. Ich merke, dass ich Leute begeistern kann und mit viel Empathie, Humor und Begeisterung gelingt es mir wohl, die Sportler*innen immer wieder zum Erscheinen in den Trainingsstunden zu gewinnen.

Gab es Personen, die Vorbilder für Dich für diese Aufgabe waren?

Absolute Vorbilder sind für mich Nora Sties (Rollifahrerin) und Thomas Reinelt (Fußgänger), die beim TV Laubenheim eine wunderbare Rollisportabteilung ins Leben gerufen haben, die schon seit vielen Jahren toll und nachhaltig läuft. Wie die Beiden als Paar und mittlerweile auch als kleine Familie zusammen ihr Leben meistern, imponiert mir sehr. Da habe ich mir viel an Leichtigkeit und auch Kompetenz abgeschaut.
Natürlich sind auch meine Frau Sabrina und unser Sohn Ben Vorbilder für mich, wenn es darum geht mir zu zeigen, dass da doch gar kein Problem ist, dass ich im Rollstuhl sitze. Beide können mittlerweile selbst sehr gut Rollstuhl fahren und sind selbst auch aktive Rollstuhlsportler.
Ein weiteres ›Vorbild-Paar‹ sind Judith, meine Physiotherapeutin (seit 2007) und ihr Lebensgefährte Uli, der selbst Rollifahrer ist und mir einen ganz tollen Rollstuhl, für den ich oft bewundert werde, in seiner kleinen Firma selbst gebaut hat. Auch die Beiden leben mir und uns als Familie vor, dass auch im Rollstuhl sitzend alles möglich ist, auch wenn es oftmals einfach ›anders‹ ist, sein Vorhaben umzusetzen.

Welche konkreten Ziele verfolgst Du während Deiner Tätigkeiten?

Im TV Laubenheim bin ich seit vielen Jahren Übungsleiter in der Kindersportgruppe und dieser Termin am Freitag- Mittag ist immer wieder ein Höhepunkt in meiner Woche. Das Einfahren in die Halle und die Freude der kleinen Sportler*innen, dass man da ist und Zeit für sie hat, das allein lohnt schon, die Anfahrt auf sich zu nehmen. Da sind so tolle, junge Menschen, die gemeinsam Lachen, sich austauschen und Sport treiben wollen. Das mache ich super gerne und bestimmt noch viele weitere Jahre lang. 😉
In der Erwachsenen-Sportgruppe bin ich mittlerweile auch hauptverantwortlicher Übungsleiter und wir sind immer mindestens zehn, manchmal auch über 20 Teilnehmer*innen und sporteln zusammen. Wir haben ein klares Trainingsraster und jeder weiß grob, was am jeweiligen Dienstag dran ist (Wechsel zwischen Techniktraining/Koordination oder Kondition/ langfristige Spielformen/wechselnde Spiele). Dies findet immer genau so statt. Jeder, der kommt, weiß grob, was ihn oder sie an diesem Abend erwartet. Mir geht es immer darum, eine Mischung aus Sport, Austausch und zum Teil fast schon Lebenshilfe zu bieten. Wir lachen viel und messen uns trotzdem im Wettkampf.

Hast Du eine Übungsleiter-/Trainerlizenz? Wenn ja, wer hat Dich ausgebildet?

Nora und Thomas haben mich davon überzeugt, dass zu meiner damaligen ›normalen‹ Sportlehrer-Ausbildung (1990 bis 1994) die Übungsleiter-C-Ausbildung (2015) ganz bestimmt Sinn macht. Ich hatte das Glück, dass ich Horst Strohkendl noch als Ausbilder erleben durfte. Da habe ich ganz viel Spontaneität erlebt , eine riesige Fachkompetenz erfahren und mir wurde ganz viel beigebracht, was ich heute noch umsetze. Mittlerweile darf ich sogar in der Übungsleiter-Ausbildung selbst als Referent mitwirken. Cool – und das macht richtig Spaß.

War die Ausbildung für Dich eine gute Basis, Deine Tätigkeiten im Verein zu beginnen?

Ja, auf jeden Fall. Als Regelschul-Lehrer absolvierte ich meine Ausbildung damals ja auch als Sportlehrer und kann auf dieser Basis, gemischt mit meinem ›neuen inklusiven‹ Wissen angepasste Sportstunden konzipieren und eine gute Mischung anbieten. Mir hat es gut getan, in der Übungsleiter-Ausbildung viele Spiele kennenzulernen und auszuprobieren. Dadurch bin ich viel mutiger geworden und habe mich als ›alter Sack‹ auch noch in den Skatepark gewagt und kriege dort coole Sachen hin.

Ist das Angebot an Aus- und Fortbildungen des DRS ausreichend für Dich? Was würdest Du Dir wünschen?

Ich finde es klasse, dass im DRS soooooo viele verschiedene Sportarten angeboten werden. Schön, dass man als Interessierter sowohl Skaten als auch einfach ›nur‹ Boccia spielen oder irgendeine Ballsportart ausüben kann. Trainings mit und ohne weiteres Hilfsmittel werden angeboten und mittlerweile gibt es auch Fortbildungen, in denen es um den Teamgedanken und das gemeinsame Lösen von Aufgaben geht.

Welche Erlebnisse oder Erfahrungen sind Dir als Übungsleiter*in / Trainer*in besonders in Erinnerung geblieben?

Als Übungsleiter der Erwachsenen- Sportgruppe habe ich jede Woche die ›Angst‹, dass ich meine Teilnehmer*innen auch mit meinem Angebot erreiche. Im Techniktraining passiert es mittlerweile, dass wir die Holzelemente falsch herum auf den Boden legen und diese dann irgendwie trotzdem überfahren/meistern lassen. Das ist ein Höhepunkt für manche Sportler* innen, denn diese Aufgabe sieht oftmals zunächst unlösbar aus. Dann geht es ans gemeinsame Überlegen, Ausprobieren und Meistern. Mir ist es immer wichtig, dass alle Teilnehmer*innen der Trainings die Spiele und Aufgaben auch lösen können. Wir verändern immer Regeln und entwickeln eine Mitmach- Möglichkeit für alle.
Bei uns im Verein gibt es Teilnehmer*innen, die mehrfach beeinträchtigt sind und auch geistig Beeinträchtigte sind Teil der Gruppe. Der Austausch mit genau diesen Sportler*innen ist für mich ein Geschenk, denn ich weiß ja selbst, wie schnell man nicht mehr dazu gehört, wenn man ›anders‹ ist.

Gab es Herausforderungen beim Rollenwechsel von Teilnehmer*in / Spieler*in zum/zur Übungsleiter*in / Trainer*in?

Als normaler Teilnehmer der Erwachsenen-Sportgruppe habe ich mich total gerne mit den anderen Sportler*innen gemessen und richtige Duelle geliefert. Das war uns wichtig und wir haben so oft Fortschritte erzielt, wenn wir neue Bestleistungen aufgestellt haben. Mir war in dieser Zeit aber auch immer wichtig, die damaligen Chefs Nora und Thomas zu unterstützen und besonders auch für die mehrfach Beeinträchtigten da zu sein. Ich war super gerne einfacher Teilnehmer dieses Trainings und bin mittlerweile eben der Übungsleiter geworden. Ehrlich gesagt passiert es immer mal wieder, dass ich gerne einfach nur Teilnehmer wäre und mal ohne diese größere Verantwortung teilnehmen könnte.

Hast Du eine „Top 5“ von Lieblingsübungen oder Favoriten für Spiele im Rollstuhlsport?

Ich spiele total gerne Wheel Soccer, setze immer wieder aber auch Spiele ein, in denen man im Team zum Erfolg kommen kann, wie z.B. „ADAC-Ball“. Gerne setze ich in den Trainings auch erlebnispädagogische Übungen ein, bei denen die Teilnehmer*innen sich zunächst besprechen und dann gemeinsam eine Herausforderung lösen.

Wie würdest Du andere Menschen dazu motivieren, Übungsleiter*in/Trainer*in zu werden?

Ich vermittele sehr gerne die Tatsache, dass gerade wir beeinträchtigten Menschen uns (unter-)stützen müssen und gegenseitig Vorbild sein sollten. Die Zeit im Rollstuhlsport hat mich total weiterentwickelt. Ich weiß, dass ich andere Menschen gut anleiten kann, dass es mir gelingt, für sie als Vorbild da zu sein, denn trotz meiner Beeinträchtigung, bin ich ›normaler‹ Lehrer und erledige meinen Job gerne und gut. Das motiviert viele, sich auch weiterhin zu trauen, aktiv im Beruf und im Sport zu sein und zu bleiben.
In unserem Verein gibt es viele Menschen, die als Übungsleiter*in richtig gut geeignet wären. Da ist es nun die Aufgabe, positiv und ressourcenorientiert dran zu bleiben und diese Menschen stark zu machen, dass sie ihr Talent erkennen und auch hier an sich glauben. Das ist etwas, was ich mir generell zur Aufgabe gemacht habe: Wir Menschen können so viel mehr, als man uns zutraut. Es gibt so tolle Menschen, die oftmals an sich zweifeln. Ich sage und vermittle meist, dass du als Mensch einzigartig bist und dich so zeigen darfst, wie du bist.

Warum sollten alle Rollstuhlfahrer*innen Deiner Meinung nach Mitglied in einer Rollstuhlsportgruppe werden?

In der Rollstuhlsportgruppe erlebt man sich als Teilnehmer*in als Teil einer tollen Truppe. Man tut etwas für sich und seinen Körper, man erlernt immer besser das Rollstuhlfahren, auch wenn man glaubt, das doch schon zu können.
Im Rollstuhlsport wird man stark gemacht, durch das Training und durch den Austausch untereinander. Oftmals ist es wirklich Selbst- und Lebenshilfe, wenn wir füreinander da sind und uns unterstützen.
Für mich ist es ein ganz tolles Erlebnis, in einer recht großen Gruppe von Übungsleiter*innen für andere Menschen da zu sein und sich füreinander zu interessieren. Da sind richtige Freundschaften entstanden. Mein kleiner Freund Willi ist fast 50 Jahre jünger als ich. Doch wir freuen uns, uns zu sehen und uns auszutauschen und uns sportlich zu begegnen.

April 2021

Jürgen Erdmann-Feix

Juergen_Erdmann_Feix_web600x400
Steckbrief

Name: Jürgen Erdmann-Feix
Wohnort: Bad Kreuznach
Alter: 60
Sportarten: derzeit regelmäßig Rollski, zu selten anderer Sport, wie z.B. Rollstuhltanz, Liegerad-Tour, Schwimmen oder auch Schlittschuhlaufen
Heimverein: Sportfreunde Diakonie (SFD) Bad Kreuznach
Hobbys / Interessen: neben Sport Reisen, Holzarbeiten, Fotografieren (z. B. ungewöhnliche Bäume)

Interview mit Jürgen Erdmann-Feix

 

Was waren Deine Beweggründe, Übungsleiter*in / Trainer*in zu werden?

Als Kind und Jugendlicher war ich sportbegeistert und wollte zunächst erstmal mehr über meinen Sport Tischtennis wissen, als ich mit 18 Jahren meine erste Übungsleiterausbildung machte. Dann kamen die Lernfortschritte, der Spaß und die Erfolge mit den Jugendlichen, auch mit meinen Mannschaftskameraden in meinem damaligen Verein TSG Merlau dazu. Der Grundstein fürs Sportstudium, weitere Übungsleiterausbildungen und Tätigkeiten war gelegt. Es reizte mich, das Fachliche aber genauso auch den Spaß an Bewegung zu vermitteln. Der größte Antrieb sind die Menschen, wenn man spürt, wie wichtig ihnen ihr Sport ist.

Gab es Personen, die Vorbilder für Dich für diese Aufgabe waren?

Ich denke gerne an Kollegen, mit denen ich zusammen wirken durfte, mit denen ich mich austauschen konnte, von denen ich etwas abschauen konnte und die mich in vielen Facetten bereichert haben. Ich denke beispielsweise an das unbändige Anfeuern meines Tischtennis-Trainerkollegen Alfred Bogner mit seinen lauten ›Hussa‹-Rufen und an die Kreativität vom früheren Tischtennis-Lehrwart Werner Heißig. Auch ich ging durch Horst Strohkendels Lehre und seine Weisheiten. Die Ausbilder spielen eine besondere Rolle.
Als erster Bundestrainer im Boccia in Deutschland war natürlich kein Vorbild möglich. Da ich gerne auch selbst Tüftler bin und schon etwas Erfahrungen hatte, war das aber reizvoll, und ohnehin sollte jeder irgendwann seinen eigenen Stil finden.

Welche konkreten Ziele verfolgst Du während Deiner Tätigkeiten?

Die Ziele sind unterschiedlich. Bei meiner Powerchair Hockey-Mannschaft, den ›Star Drivers‹, zählt die Mannschaftsleistung. Hier will ich die Fähigkeiten der einzelnen Spieler als Bausteine zu einem größeren Ganzen zusammenbauen. Generell versuche ich, den einzelnen Sportler da abzuholen, wo er steht und ihn weiterzubringen. Dabei ist es mir wichtig, dass der/diejenige Spaß hat und eine eigene Motivation entwickelt.

Hast Du eine Übungsleiter-/Trainerlizenz? Wenn ja, wer hat Dich ausgebildet?

Ich war Tischtennistrainer mit B-Lizenz, Ausbildung in den Fachverbänden von Hessen und RLP. Ich bin Rehasport-Übungsleiter, schwerpunktmäßig Neurologie, Ausbildung beim DRS durch Horst Strohkendl. Meine aktuellste Qualifikation ist Boccia Coach Level 1 vom internationalen Fachverband BISFed. Zudem bin ich natürlich durch mein Studium zum Diplom-Sportlehrer geprägt, sowie durch zahlreiche Fortbildungen.

War die Ausbildung für Dich eine gute Basis, Deine Tätigkeiten im Verein zu beginnen?

Ja, das war sehr wichtig, um eine Grundlage, Motivation und auch eine äußere Akzeptanz zu bekommen.

Ist das Angebot an Aus- und Fortbildungen des DRS ausreichend für Dich? Was würdest Du Dir wünschen?

Ich bin vor allem im Sport für Menschen mit starker Körperbehinderung involviert. Es ist mir eine Herzensangelegenheit, dass für diese Menschen mehr bewegt wird. Im Verein bin ich als Trainer im Powerchair Hockey und im Boccia aktiv, die am weitesten entwickelten Sportarten für o. g. Sportler. Für beide würde ich mir eine Fachübungsleiter-Ausbildung wünschen, zumindest mehr Fortbildungen. Hauptberuflich arbeite ich u. a. mit Menschen, die eine Cerebralparese, Muskelkrankheit, MS oder eine Behinderung nach Schädel-Hirn Trauma haben. Auch für diese Menschen finde ich Sportangebote und das Ausbildungs-Angebot des DRS noch ausbaufähig.

Welche Erlebnisse oder Erfahrungen sind Dir als Übungsleiter*in / Trainer*in besonders in Erinnerung geblieben?

»Fairness gibt innere Stärke«. Als Tischtennistrainer coachte ich einmal ein Doppel gegen bekannterweise unfaire Gegner. Die Schiedsrichter bemerkten mehrere Kantenbälle nicht, die bei uns auf dem Tisch landeten. Gegen anfänglichen Widerstand meiner Spieler signalisierte ich jedesmal, dass wir korrigierten und der Punkt den anderen zuerkannt wurde. Gegen Spielende war es umgekehrt, doch die Gegner hatten »nichts gesehen«. Dann bin ich verbotenerweise in die Spielbox gestiegen und hab mich vor den Trainer des Gegners gestellt. Ich wusste, viele Zuschauer hatten es auch gesehen und kannten die Vorgeschichte unserer Fairness. Der moralische Druck war so groß, dass sie schließlich den Punkt für uns zugaben (unter Applaus der Zuschauer und ohne Sanktionen für mich).
Die Geschichten, die ich noch auf Lager habe, würden den Rahmen hier sprengen, aber beispielsweise sind es gewonnene Spiele meiner ›Star Drivers‹, die nach einer Aufholjagd und zuvor beschworenem und geschürten Kampfeswillen und Teamgeist geschafft wurden. Auf jeden Fall auch Momente, wo etwas nach langem Üben dann gelingt, oder das schöne Gefühl, wenn etwas von selbst läuft und ich mich als Trainer zurückziehen konnte.
Besondere Wettkampferfolge mit der gemeinsamen Freude sind mir auch in Erinnerung. Die vielen Medaillengewinne bei Deutschen Meisterschaften durch ›meine‹ Kreuznacher Boccia-Spieler erfreuen mich. Die Erfahrungen und Erlebnisse beim Aufbau der Boccia-Nationalmannschaft, verbunden mit dem Ziel und den Aktivitäten, diese Sportart in Deutschland zu etablieren, sind für mich sehr bedeutsam.
Zehn Jahre Boccia-Bundestrainer waren eine spannende, intensive Zeit. Es gab natürlich auch problematische, schwierige Situationen, die letztlich aber nützlich waren, um daran zu wachsen. Glücklicherweise verblassen die Probleme gegenüber den schönen Erinnerungen.

Gab es Herausforderungen beim Rollenwechsel von Teilnehmer*in / Spieler*in zum/zur Übungsleiter*in / Trainer*in?

In meinen intensiven 25 Tischtennisjahren musste ich das eigene Spielen zunehmend runterfahren. Die Diskrepanz zwischen dem zunehmendem Wissen über Trainingsmethoden, Spielfertigkeiten etc. (ich war von 1991 bis 2000 Honorar-bzw. Cheftrainer Rollstuhltischtennis) und dem, was ich für mich selbst umsetzen konnte, war schwer auszuhalten. Immerhin konnte ich durch mein Taktik Wissen etliche Wettkampfspiele zu meinen Gunsten drehen. Jedenfalls finde ich es sehr hilfreich, beide Rollen zu kennen. Deshalb setze ich mich natürlich gerne in Rollis zum selbst erproben.

Hast Du eine „Top 5“ von Lieblingsübungen oder Favoriten für Spiele im Rollstuhlsport?

Hier meine derzeitigen Top 5 ohne Rangfolge:
1. Boccia für Konzentration, Taktik, Spannung und seine vielfältigen Ausübungsmöglichkeiten.
2. Polybat, das ich auch Roll-Tischtennis nenne. Toller Sport vor allem für Rollifahrer mit stärkerer Spastik. Ich experimentiere gerade mit Ideen zur Differenzierung.
3. Powerchair Hockey für Action, Teamgeist und bei Wettkämpfen dafür, dass man als Trainer hellwach sein muss, um situationsgerecht auch mal ins Spiel reinbrüllen zu können.
4. ›Flitzpuck‹, weil ich in der Coronazeit eigene Rolli-Varianten gefertigt habe und es erstaunlich viele Leute spielen können.
5. ›Fänger und Erlöser‹ mit diversen Varianten als Aufwärmspiel, z. B. mit Poolnudel am E-Rolli.

Wie würdest Du andere Menschen dazu motivieren, Übungsleiter*in/Trainer*in zu werden?

Prägnante Fotos von Sportlern zeigen und dazu eine Story mit besonderem Erlebnis erzählen. Dabei würde ich eine Mischung überlegen aus besonderen Erlebnissen menschlicher Art, evt. von Wettkampferfolgen und unbedingt auch Weiterentwicklungen, die im Training passiert sind.

Warum sollten alle Rollstuhlfahrer*innen Deiner Meinung nach Mitglied in einer Rollstuhlsportgruppe werden?

»Alle« find ich etwas zu absolut. Es gibt einfach auch Menschen, für die es nicht passt. Aber ich finde, jeder sollte mal probieren, ob das tolle Gefühl nach einer freudvollen, erfüllenden sportlichen Betätigung nicht auch das eigene Leben bereichert. Mit Gleichgesinnten ist vieles einfach noch intensiver.

Übersicht der bisherigen Jahresaktionen

 

Jahresaktion 2020

ROLLMITMENSCH“

DRS Jahresaktion 2020 – „rollmitmensch!“

Die Jahresaktion in diesem Jahr ist ein Teil von „kommmitmensch“ der gemeinsamen Präventionskampagne von Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). In der 17. DRS-Jahresaktion geht es um persönliche Geschichten, die aufzeigen wie Menschen sich mit dem Sport verbunden haben und die vielleicht auch zum Nachahmen anregen. Der DRS sucht somit Menschen, die durch Freunde, Bekannte oder einen Verein zum Sport gekommen sind oder selber seit Jahren sportverbunden andere an die Hand nehmen.

Schicken Sie uns Ihre Bewerbung, wenn Sie sich in folgenden Fragen wiederfinden oder weitere interessante Geschichten zu berichten haben:

  • Sie sind selbst sportlich aktiv und haben jemanden aus Ihrem Bekanntenkreis unter Ihre Fittiche genommen?
  • Sie hatten nie was mit Sport am Hut und ein alter Hase hat Sie mal mit zum Sport geschleppt?
  • Ihr Verein hat eine Aktion veranstaltet und einige Teilnehmende sind heute aktiver denn je?
  • Sie sind durch einen interessanten Zufall zum Sport gekommen?
  • Sie gehen als gutes Beispiel voran und zeigen anderen Menschen mit Behinderung, dass der Sport keine Grenzen kennt?

Wir freuen uns auf Ihre zahlreichen Bewerbungen und interessante Geschichten!

Bewerben Sie sich bis zum 30.10.2020 über das beigefüge Formular und schicken Sie uns per Mail aussagekräftige Fotos, Berichte oder Videos an:

DRS Vereinsservice & Beratung
Christina Hankamer
christina.hankamer@rollstuhlsport.de
Fon 0203-7174-191
Fax 0203-7174-181

>>> zur Teilnahme: Ausschreibung_rollmitmensch_ausfüllbares Formular

Teilnahmevoraussetzungen

Die Voraussetzung für eine Teilnahme ist die Mitgliedschaft in einem DRS-Verein oder direkt im DRS-Verband.

Preis

Die diesjährigen Gewinner*innen (Platz 1-3) erhalten eine Einladung zum German Paralympics Media Award (GPMA) 2021 in Berlin.*

1. Platz: 4 Karten für GPMA inkl. Unterkunft/1 Übernachtung bei eigener Anreise
2. Platz: 3 Karten für GPMA inkl. Unterkunft/1 Übernachtung bei eigener Anreise
3. Platz: 2 Karten für GPMA inkl. Unterkunft/1 Übernachtung bei eigener Anreise

Die Wahl der Gewinner*innen wird im Januar 2021 abgestimmt und im Februar 2021 bekanntgegeben.

* Aufgrund der Corona-Pandemie können Ort und Zeit der Veranstaltung nicht genau zugesagt werden.

Jahresaktion 2019

Entdecke Neues im Verein

drs_jahresaktion_2019_logo_web

Der DRS zeichnet seine drei besten „Neu-Entdecker“ aus

2019 möchten wir unsere Vereine mit ihrem tollen Engagement in den Fokus stellen. Dieses besondere Engagement möchten wir aufzeigen und belohnen; daher zeichnet der DRS seine drei besten „Neu-Entdecker“ aus. – Was bedeutet „Entdecke Neues im Verein“? – Erfahre mehr:

Die Vereine an der Basis als Motor und Spiegelbild

Unsere Vereine an der Basis sind auch ein Spiegelbild dafür, welche positiven Impulse der Rollstuhlsport für den einzelnen Menschen und den gesamten Verein mit sich bringen kann. Jahr für Jahr wird deutlich, dass das Angebot an Sportarten für Menschen im Rollstuhl steigt. Es sind unsere Vereine, die das Neue erlebbar machen und die sich selbst und den Sport immer wieder neu entdecken.

Inklusion als Chance für ein neues Miteinander im Vereinssport

In Zeiten der Inklusion wird spürbar wie wichtig und fruchtbar das gemeinsame Sporttreiben ist. Weg von der Trennung zwischen Behinderten- und Nichtbehindertensport und hin zum Miteinander im Sport. Viele Vereine kooperieren miteinander und entdecken dadurch Neues im Verein. Unsere Rollstuhlsportvereine nehmen hier eine wichtige Aufgabe wahr, in dem Sie die Barrieren im Kopf abbauen und mit Ihrem Knowhow in der praktischen Umsetzung das gemeinsame Neue erlebbar machen.

Nichts ist unmöglich: Das Neue als Herausforderung – unsere Vereine als „Anpacker“

Immer wieder nehmen engagierte Vereine neue Rollstuhlsportarten mit in das bestehende Sportprogramm auf, ganz nach dem Motto: „Einfach mal machen“. Damit Menschen Sport im Rollstuhl ausüben können, bedarf es eines breiten Sportspektrums, zugleich muss dies aber auch möglichst lokal und somit zugänglich sein. Daher stehen bei der Jahresaktion 2019 unter anderen auch die Vereine im Fokus, die sich neu auf dem Weg in den Rollstuhlsport gemacht haben und somit den Zugang zum Rollstuhlsport ermöglichen. Oftmals müssen Vereine dafür neue Wege gehen, um etwas Neues ins Rollen zu bringen.

Das gibt es zu gewinnen:

Die besten drei „Neu-Entdecker“ werden vom DRS ausgezeichnet, präsentiert und zugleich wird die Vereinskasse aufgestockt.

  1. Platz: 1.000 Euro
  2. Platz: 500 Euro
  3. Platz: 300 Euro

Wer kann sich bewerben?

„Entdecke Neues im Verein“ kann dabei vieles bedeuten. Bewerben können sich zum Beispiel Vereine,

  • die eine neue Sportart entdecken und umsetzen
  • die durch eine Kooperation Neues entdecken und damit etwas ins Rollen bringen
  • die neu (seit 2018) im DRS Mitglied sind und somit den Rollstuhlsport neu entdecken
  • die „Altes“ neu in ihrem Verein entdecken

Ab sofort könnt Ihr Eure Aktionen, Projekte etc. bei uns einreichen, spätestens aber bis zum 14.10.2019, dann endet die Bewerbungsfrist.

Habt Ihr Fragen?

Dann wendet Euch bitte an Daniel Jakel in unser Duisburger Geschäftsstelle.

Jahresaktion 2017

Wir suchen deine Geschichte!

DRS Jahresaktion 2017 – 40 Jahre DRS – 40 Jahre Emotionen und Erinnerungen

Der DRS wird in diesem Jahr 40 Jahre! Unser Wunsch ist es, dass die gesamte DRS-Familie diese Feier aktiv mitgestalten möge. Alle Freunde des Rollstuhlsports, die Mitglieder des DRS, Fördermitglieder, Abonnenten und Sponsoren rufen wir auf: Stöbern Sie in Ihren Schatzkisten und teilen Sie Ihren schönsten Moment aus 40 Jahren DRS mit anderen – ob in Text- oder Bildform oder als Erinnerungsstück. Spannend sind alle kleinen und großen Geschichten und auch bei den Bildern gilt das Motto ›je oller umso doller‹.

Im Rahmen des kommenden DRS-Verbandstages im September 2017 in Bonn soll das eingesandte Material den Besuchern/Teilnehmern präsentiert werden. Ausgesuchte Beiträge werden im Magazin veröffentlicht.

Eine offizielle Jury wird die originellsten und/oder attraktivsten Einsendungen bewerten und wir überreichen den Gewinnern ein kleines Dankeschön als Belohnung.

Wir würden uns freuen, wenn wir viele Rollstuhlsportler/innen motivieren und begeistern könnten, uns ihre historischen Schätze zur Verfügung stellen. (bitte nur ein bis zwei Sendungen schicken).

>>> sendet Eure Beiträge per Post an:

  • DRS-Bundeszentrale
  • Stichwort 40 Jahre DRS
  • c/o BG Klinikum Hamburg
  • Herrn Peter Richarz
  • Bergedorfer Str. 10
  • 21033 Hamburg

>>> oder per eMail an:

Jahresaktion 2016

Feiert mit uns die Paralympics 2016!

DRS Jahresaktion bringt gemeinsam mit Euch was ins Rollen!

Die diesjährigen paralympischen Spiele finden vom 7. bis 18. September im brasilianischen Rio de Janeiro statt. Wir wollen mit Euch gemeinsam dieses besondere Sportereignis feiern und stellen die DRS-Jahreskation 2016 – im Zeichen der Paralympics – unter das Motto unserer Inklusionskampagne „Gemeinsam was ins Rollen bringen!“.

Wie könnt Ihr mit uns gemeinsam die Paralympics feiern?

  • Plant einfach ein inklusives Sportfest.
  • Dieses sollte am Wochenende 17./18. September 2016 stattfinden.
  • Ob Samstag, Sonntag oder beide Tage, das liegt bei Euch.
  • Sportliche Mitmachangebote für Eure Mitglieder und Besucher sollten fester Bestandteil sein.

Was gibt es zu gewinnen?

  • Die 3 besten Ideen werden im Vorfeld mit 500 Euro unterstützt.
  • Unter diesen 3 Prämierten wird außerdem ein Hauptgewinn vergeben. Dieser beinhaltet:
  • Wir kommen mit unserem neuen DRS-Spielmobil vorbei und unterstützen Eure Veranstaltung mit Rollstuhlparcours, Fechtsimulator u.v.m.
  • Eines unserer Kampagnen-Gesichter wird bei Eurer Party dabei sein und mitfeiern.
  • Wir stellen das Equipment (Beamer, Leinwand) für ein „Paralympics Public Viewing“.
  • Wir erstellen für Euch ein exklusives Event-Plakat im Kampagnen-Design.
  • Kampagnen-Goodies für Gewinnspiele, Auszeichnungen usw.

Wie ihr Euch bewerben könnt?

  • Schreibt eine formlose E-Mail an info(at)rollstuhlsport.de
  • Gibt den Betreff „Jahresaktion 2016“ an.
  • Und beachtet den Einsendeschluss: 30. Juni 2016.

Lasst Euch diese einmalige Chance nicht entgehen, mit uns gemeinsam die Paralympics und den inklusiven Rollstuhlsport im Rahmen von „Gemeinsam was ins Rollen bringen!“ zu feiern. – Wir freuen uns auf Eure Bewerbungen!

Jahresaktion 2015

Gemeinsam was ins Rollen bringen! – Euer Event gesucht

Unter diesem Motto steht nicht nur unsere bundesweite Imagekampagne, sondern auch unsere diesjährige Jahresaktion: Wir möchten den Rollstuhlsport auf breiter Basis präsentieren, zum Sporttreiben motivieren, die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen aufzeigen und die Gesellschaft für das Thema Inklusion sensibilisieren – damit Hindernisse und Barrieren nicht nur im Alltag, sondern vor allem in den Köpfen abgebaut werden.

Darüber hinaus dient die Kampagne auch unseren DRS-Vereinen, die eigens dafür eingesetzte Werbemittel für Ihre Arbeit vor Ort nutzen können und sollen. Unter www.ins-rollen-bringen.de haben unsere Vereine die Möglichkeit ihr Sportangebot einem breiten Publikum vorzustellen und von Interessierten besser gefunden zu werden.

Die bundesweiten Aktionen – unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Arbeit und Soziales Andrea Nahles – starten vielversprechend mit starken Argumenten: Die Förderung von Inklusion ist eine zentrale Forderung der Vereinten Nationen an Deutschland und einhelliger politischer Wille; Inklusion ist die Voraussetzung für eine gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen an unserer Gesellschaft, der Abbau von Barrieren kommt dabei uns allen zugute.

Unsere Kampagne kann jedoch nur ein Anfang sein: Alle Maßnahmen und Aktionen lassen sich fortsetzen und weiterdenken – um uns, unseren Partnern und Sponsoren im Einsatz für den Behindertensport in Deutschland langfristige und nachhaltige Aufmerksamkeit zu sichern.

Alle Vereine, Fachbereiche, Mitglieder, Sportler und interessierte Rollstuhlfahrer sind dazu aufgerufen – auf dem Weg zu einem neuen inklusiven Leben – spannende Events zu entwickeln und sich mit diesen beim DRS zu bewerben. Die besten Ideen werden ausgezeichnet. – Einsendeschluss der formlosen Bewerbung ist der 30.06.2015.

Jahresaktion 2014

Gemeinsam bewegen und spielen

Auf Grund der vielen Einsendungen, die uns auch nach dem Meldeschluss der diesjährigen Jahresaktion erreicht haben, möchten wir die Jahresaktion auch auf das Jahr 2014 verlängern.

„Gemeinsam bewegen und spielen“ heißt die DRS Jahresaktion 2014. Mit diesem Motto führt der Deutsche Rollstuhl-Sportverband seine zahlreichen Inklusionsgedanken fort und vernetzt aktuelle Schwerpunkte der Verbandsarbeit.

Alle Vereine, Fachbereiche, Mitglieder, Sportler und interessierte Rollstuhlfahrer sind dazu aufgerufen auf dem Weg zum neuen inklusiven Leben spannende Events zu entwickeln und beim DRS zu bewerben. Die besten Ideen werden prämiert und erhalten einen Geldpreis. Einsendeschluss der formlosen Bewerbung ist der 31.05.2014.

Bewegung, Sport und Spiel mit und ohne Rollstuhl machen Spaß! Noch viel größerer Spaß kommt jedoch in der Gruppe auf. Gemeinsam werden neue Herausforderungen gemeistert, Erfolge errungen sowie kleine und große Ziele erreicht. Dabei stehen nicht die sportlichen Höchstleistungen im Vordergrund. Der Fokus liegt vielmehr auf dem Breitensport. Schon allein die regelmäßige sportliche Bewegung ist ein Gewinn: Für die Gesundheit, weil sportliche Betätigung den Erhalt der körperlichen Leistungsfähigkeit fördert und für das seelische Gleichgewicht, weil Sporttreiben die ideale Basis ist, um soziale Kontakte zu knüpfen und zu vertiefen.

Der DRS hat sich daher in 2014 zum Ziel gesetzt, für Menschen mit Handicap, durch Kooperationen mit den Sportverbänden, ein inklusives flächendeckendes Sportangebot anzubieten. Die DRS Vereine bieten Menschen, die auf die Nutzung eines Rollstuhls angewiesen sind, ein umfangreiches Programm von traditionellen Sportarten wie Tischtennis, Badminton, Rugby und Basketball bis hin zu den boomenden Funsportarten wie Handbiken, Kanufahren oder Wasserski. Die Öffnung dieser Sportangebote für Menschen ohne Handicap, die sich nur zum Sporttreiben in den Rollstuhl setzen, hat längst stattgefunden. Nun soll nachhaltig das Ziel verfolgt werden, auch die Öffnung des Nichtbehindertensports zu fördern und den Inklusionsgedanken zu verankern.

Sport für Jedermann:  Jeder sollte die Möglichkeit erhalten sportlich aktiv zu sein – egal wo!

Lernen, Bewegen und Spielen Sie gemeinsam, erfahren Sie Ihre Grenzen in der Gruppe und gestalten Sie Ihre Freizeit auch mit sportlichen Veranstaltungen. Helfen sie so gleichzeitig Neueinsteigern neue Kontakte zu knüpfen. Wenn Sie keine eigene Veranstaltung ins Leben rufen möchten, nutzen sie bereits jetzt die Vielzahl der DRS Veranstaltungen, um unterschiedliche Sportarten auszuprobieren und mit Ansprechpartnern in Ihrer Nähe in Verbindung zu treten. Oft wird so der passende Verein für eine nachhaltige sportliche Betätigung gefunden.

Jahresaktion 2013

Gemeinsam bewegen und spielen

„Gemeinsam bewegen und spielen“ heißt die DRS Jahresaktion 2013. Mit diesem Motto führt der Deutsche Rollstuhl-Sportverband seine zahlreichen Inklusionsgedanken fort und vernetzt aktuelle Schwerpunkte der Verbandsarbeit.

Alle Vereine, Fachbereiche, Mitglieder, Sportler und interessierte Rollstuhlfahrer sind dazu aufgerufen auf dem Weg zum neuen inklusiven Leben spannende Events zu entwickeln und beim DRS zu bewerben. Die besten Ideen werden prämiert und erhalten einen Geldpreis. Einsendeschluss der formlosen Bewerbung ist der 31.05.2013.

Bewegung, Sport und Spiel mit und ohne Rollstuhl machen Spaß! Noch viel größerer Spaß kommt jedoch in der Gruppe auf. Gemeinsam werden neue Herausforderungen gemeistert, Erfolge errungen sowie kleine und große Ziele erreicht. Dabei stehen nicht die sportlichen Höchstleistungen im Vordergrund. Der Fokus liegt vielmehr auf dem Breitensport. Schon allein die regelmäßige sportliche Bewegung ist ein Gewinn: Für die Gesundheit, weil sportliche Betätigung den Erhalt der körperlichen Leistungsfähigkeit fördert und für das seelische Gleichgewicht, weil Sporttreiben die ideale Basis ist, um soziale Kontakte zu knüpfen und zu vertiefen.

Der DRS hat sich daher in 2013 zum Ziel gesetzt, für Menschen mit Handicap, durch Kooperationen mit den Sportverbänden, ein inklusives flächendeckendes Sportangebot anzubieten. Die DRS Vereine bieten Menschen, die auf die Nutzung eines Rollstuhls angewiesen sind, ein umfangreiches Programm von traditionellen Sportarten wie Tischtennis, Badminton, Rugby und Basketball bis hin zu den boomenden Funsportarten wie Handbiken, Kanufahren oder Wasserski. Die Öffnung dieser Sportangebote für Menschen ohne Handicap, die sich nur zum Sporttreiben in den Rollstuhl setzen, hat längst stattgefunden. Nun soll nachhaltig das Ziel verfolgt werden, auch die Öffnung des Nichtbehindertensports zu fördern und den Inklusionsgedanken zu verankern.

Sport für Jedermann:  Jeder sollte die Möglichkeit erhalten sportlich aktiv zu sein – egal wo!

Lernen, Bewegen und Spielen Sie gemeinsam, erfahren Sie Ihre Grenzen in der Gruppe und gestalten Sie Ihre Freizeit auch mit sportlichen Veranstaltungen. Helfen sie so gleichzeitig Neueinsteigern neue Kontakte zu knüpfen. Wenn Sie keine eigene Veranstaltung ins Leben rufen möchten, nutzen sie bereits jetzt die Vielzahl der DRS Veranstaltungen, um unterschiedliche Sportarten auszuprobieren und mit Ansprechpartnern in Ihrer Nähe in Verbindung zu treten. Oft wird so der passende Verein für eine nachhaltige sportliche Betätigung gefunden.

Jahresaktion 2012

Bewegung verbindet

„Bewegung verbindet 2012“ – ist die Wiederauflage der der DRS Jahresaktion 2007 und dokumentiert die aktuellen Schwerpunkte des Verbandes. Mobilität als Ausdruck von Selbstbestimmung und der Freiheit sich individuell bewegen und fortbewegen zu können. Auch 2012 wollen wir durch Rollstuhl- und Mobilitätstrainingskurse motivieren, aktivieren und unterstützen um bestehende Barrieren zu überwinden.

Damals wie heute ist Mobilität gleichbedeutend mit Teilhabe und der zentrale Baustein zur individuellen, selbstbestimmten gesellschaftlichen Inklusion. Innerhalb elementaren Lebensbereichen, wie der Familie zusammen mit Freunden sowie innerhalb der Freizeit und des Berufsalltag  dienen Bewegung und Sport als effektiver und nachhaltiger Katalysator.

Bewegung und Sport mit Rollstuhl machen Spaß und schaffen neue Herausforderungen. Damit gilt es, auf dem Weg zum neuen ungewohnten Alltag, freudvolle und zugleich spannende Erfahrungen zu sammeln. Lernen sie mit uns ihre Mobilität mit dem Rollstuhl voll auszuschöpfen, gestalten sie ihre Freizeit mit Veranstaltungen auf breitensportlicher Ebene und helfen sie gleichsam mit, anderen Rollstuhlsport Neueinsteigern den Weg in ihre Selbständigkeit und Unabhängigkeit näher zu bringen.

Angebote, Training und Trainer
Sind Sie richtig mobil und sicher unterwegs? Wenn nicht, erhalten Sie die Chance in einem bundesweiten Kursangebot die Techniken des Rollstuhlfahrens zu erlernen. Auch erfahrene Rollstuhlpiloten lernen in den Kursen weiterführende Techniken um in jeder Situation optimal reagieren zu können. Erfahrene DRS Übungsleiter und Trainer werden sie in diesen Kursen individuell fördern und beraten.

Sport für Jedermann – jeder sollte es ausprobiert haben! Wir bieten in einer Vielzahl von Breitensportfesten die Möglichkeiten unterschiedliche Sportarten auszuprobieren und mit den Rollstuhlfachwarten in ihrer Nähe in Verbindung zu treten. Oft wird so der passende Verein im persönlichen Umfeld für eine nachhaltige sportliche Betätigung gefunden.

Die Sport- und Bewegungstherapie  innerhalb der Erstrehabilitation dient auch heute noch als Einstieg in ein langes Sportlerleben. Unsere DRS Klinikbeauftragten unterstützen die frisch verletzten Patienten indem sie die Grundlagen der Mobilität schaffen und durch erste Bewegungs- und Sporterlebnisse motivieren. Bei Entlassung bekommen die Patienten ihre ersten Sportempfehlungen gleich mit nach Hause. Im Rahmen der DRS Kliniksportfeste haben auch Sie die Möglichkeit die unterschiedlichen Bewegungsangebote und Sportarten auszuprobieren und erhalten einen leichten Einstieg in ein selbst gewähltes Bewegungsprogramm.

Jahresaktion 2011

Hand in Hand – dank Ehrenamt

Der Deutsche Rollstuhl-Sportverband e.V. ist überregional aktiv über die nationalen Grenzen der Republik hinaus. Das Netzwerk an Information und sachlicher Qualität funktioniert gerade deshalb, weil sich viele Menschen in den Dienst der gemeinsamen Sache stellen.

Nichts davon ist selbstverständlich!

Der Vorstand des DRS plant in Zukunft intensiver das ehrenamtliche Tun herauszustellen und zu würdigen. Basis dieser Aktivitäten ist die Ehrenordnung des DRS.

Sich bewegen, bewegt etwas!
In den 4 folgenden Kategorien sind öffentliche Belobigungen vorgesehen:

————————–
Kategorie 1
Wahl ›Verein/Gruppe des Jahres‹
Jährlich öffentliche Wahl des DRS-Vereins/der DRS-Mitgliedsgruppe/ Gruppe des Jahres.

Kriterien: erfolgreiche und kommunikative Vereinsarbeit, Ausrichtung einer besonderen Veranstaltung oder besondere Verdienste um den Rollstuhlsport.
Wahlzeit über drei Monate (Juli/August/September).
Würdige und öffentliche Verleihung.
Preis: Ehrengabe
————————–

Kategorie 2
Sportler-Ehrenpreis
Den Sportler-Ehrenpreis erhalten DRS-Mitglieder, die durch herausragende Wettkampferfolge auf sich aufmerksam gemacht haben.

Jährliche Wahl einer erfolgreichen Sportlerin/eines erfolgreichen Sportlers.
Befragt werden die Mitglieder des Sportausschusses.
Öffentliche Verleihung per anno bei besonderer Gelegenheit oder auf dem DRS Verbandstag alle zwei Jahre.
Preis: Ehrengabe
————————–

Kategorie 3
Sport-Ehrenpreis
Den Sport-Ehrenpreis erhalten DRS-Mitglieder, die sich um den Verband in besonderer Weise verdient gemacht haben

Jährliche Wahl eines verdienstvollen DRS -Mitglieds für besonderes ehrenamtliches Engagement.
Öffentliche Verleihung per anno bei besonderer Gelegenheit oder auf dem DRS-Verbandstag alle zwei Jahre.
Preis: Ehrengabe
————————–

Kategorie 4
Individueller Ehrenpreis
Jährlich werden mindestens zwei Individualpersonen aus den Reihen und des Umfelds des DRS öffentlich geehrt

Verleihungsmonate: März und August oder nach Bedarf
Preis: Ehrennadel in Gold bzw. Ehrennadel in Silber und Ehrenurkunde
————————–

Sie haben die Wahl!

Sie möchten, dass ein verdienstvolles Mitglied eine Ehrung durch den DRS erfährt?
Hier finden Sie die notwendigen Unterlagen je Kategorie zum Download als PDF:

Kategorie 1: Antrag Ehrung „Verein/Gruppe“
Kategorie 2: Antrag Sportler-Ehrenpreis
Kategorie 3: Antrag Sport-Ehrenpreis
Kategorie 4: Antrag individuelle Ehrung

Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge!

Jahresaktion 2007

Bewegung verbindet

„Bewegung verbindet“ – der Name der DRS Jahresaktion 2007 ist Leitbild der Arbeit des DRS. Mobilität ist Ausdruck von Freiheit, der Freiheit sich individuell bewegen und fortbewegen zu können. Der DRS hilft Ihnen dabei Ihre eigene Mobilität einzuschätzen. Aus diesem Grund haben wir in Kooperation mit der Reha Group Automotive, Mitsubishi und Astra Tech die DRS Jahresaktion „Bewegung verbindet“, bei der es viele tolle Preise zu gewinnen gibt, ins Leben gerufen.

Mobilität ist eine wesentliche Bedingung zur individuellen, selbstbestimmten Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft. Neben familiären, freundschaftlichen und berufsbezogenen Lebenswelten spielt dabei auch der Lebensbereich Bewegung und Sport für viele Menschen eine zentrale Rolle.

Bewegung und Sport im Rollstuhl machen Spaß und können ein Weg sein, um als Mensch mit Handicap in eine neue Normalität zu finden. Lernen Sie mit uns ihre Mobilität mit dem Rollstuhl voll auszuschöpfen und fördern Sie so Ihre Selbständigkeit und Unabhängigkeit.

Bei der Feststellung, wie mobil Sie sind, fordert und unterstützt Sie die DRS Jahresaktion 2007 „Bewegung verbindet“. In den Monaten Januar, April, Juli und Oktober dieses Jahres werden vier verschiedene Fragebögen in der Zeitschrift „Rollstuhlsport“ veröffentlicht. Anhand derer können Sie testen, wie es um Ihre persönliche Mobilität bestellt ist. Beherrschen Sie die Grundtechniken des Rollifahrens? Vorwärtsfahren, Drehen am Ort, Rückwärtsfahren oder Balancieren auf den Hinterrädern? Sind Sie vielleicht schon sicher im Umgang mit Ihrem Rolli und Sie beherrschen bereits die Techniken für Fortgeschrittene? Fahrtechnik bei einer Steigung, Fahrtechnik bei Gefälle oder Bremsen aus schneller Fahrt? Wie ist es um Ihr Gleichgewicht bestellt? Können Sie nur auf den Hinterrädern vorwärts fahren? Und wie steht es um Ihre Fahrtechniken im Außenbereich? Können Sie Rolltreppen benutzen? Sind Sie bereits einmal alleine mit dem Bus gefahren?

Diese und viele andere Fragen werden in den Fragebögen gestellt. Anhand derer können Sie ablesen, wie mobil und selbstständig Sie bereits sind. Wichtiger noch als diese Erkenntnis ist jedoch, dass Sie ablesen können wie mobil Sie sein könnten. Was ist möglich?!? Diese Feststellung kann Anreiz sein, sich die Angebote des DRS zum Thema Mobilität einmal genauer anzusehen. Es gibt viele Möglichkeiten, die eigene Mobilität zu fördern, diese müssen nur ergriffen werden. Machen Sie also den ersten Schritt hin zu einem selbstbestimmten und aktiven Leben.

Die Rücksendung Ihres Fragebogens an die Geschäftsstelle des DRS ermöglicht es außerdem, unsere Angebotspalette den Bedürfnissen und Wünschen der Mitglieder entsprechend anzupassen und zu optimieren.

Wie nehmen Sie an der Auslosung der Preise teil?
Alle Personen, die den Fragebogen unter Angabe Ihrer E-Mail-Adresse ausgefüllt haben, und deren Bogen bis zum 05. des Folgemonats in der DRS Geschäftsstelle eingegangen ist, nehmen an der Verlosung teil. Auf Sie warten in jeweiligem Quartal tolle Preise. Unter allen Einsendern die Ihre E-Mail-Adresse angegeben haben, wird am Ende des Jahres der Hauptpreis ausgelost.

Hauptgewinn: unter anderem 3 Monate einen behindertenfreundlich ausgestatteten Mitsubishi testfahren.

HOW TO DO
1.Mobilitätsbogen aus der Zeitung „Rollstuhlsport“ herausnehmen
2.Mobilitätsbogen ausfüllen
3.Mailadresse angeben (falls die Teilnahme am Gewinnspiel gewünscht ist)
4.Mobilitätsfragebogen an die DRS Geschäftsstelle senden
5.Die jeweiligen Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt und in der übernächsten „Rollstuhlsport“ bekannt gegebe

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Herausfinden der eigenen Mobilität

Jahresaktion 2006

Baustein Verein

Effiziente Mitgliederwerbung und somit Mitgliedergewinnung – das war das Ziel der DRS Jahresaktion 2006. Der DRS wollte Ihre Aktivitäten im Bereich der Mitgliedergewinnung unterstützen und innerhalb Ihres Vereins vorantreiben. Aus diesem Grund riefen wir, in Kooperation mit der Audi AG, die DRS Jahresaktion „Baustein Verein“, bei der es viele tolle Preise zu gewinnen gab, ins Leben.

Viele hatten eine kreative, witzige oder innovative Idee zur Mitgliederwerbung. Einige Vereine hatten schon eine konkrete Veranstaltung erarbeitet, die nur noch auf ihre Durchführung gewartet hat.

Natürlich erhalten alle, die im vergangnen Jahr neue Mitglieder im Rahmen der DRS Jahresaktion gewinnen konnten und diese dem DRS gemeldet haben, den DRS Mitgliedsbeitrag in Höhe von 10€ pro Jahr und Mitglied für den Zeitraum von einem Jahr geschenkt. Selbstverständlich erhalten die neu geworbenen Mitglieder, wie auch alle anderen Mitglieder Ihres Vereins, die Verbandszeitschrift „Rollstuhlsport“ kostenfrei zugestellt sowie die Persönliche Service Karte des DRS, mit der es viele attraktive Vergünstigungen bei unseren Partnern gibt.

Im Rahmen der Aktion hatten wir noch weitere Preise ausgelobt, zu denen u.a. eine Werksbesichtigung bei Audi sowie Präsente aus der aktuellen Audi Kollektion gehörten. Aus allen Einsendungen hat der Vorstand folgende drei Gewinner gezogen:

1. eine Werksbesichtigung für den gesamten Vereinsvorstand bei der Audi AG in Ingolstadt – „Einheit“ Grimmen e.V.

2. sportliche Geschenke aus der Audi Kollektion – Athletik Club 1892 Weinheim e.V.

3. sportliche Geschenke aus der Audi Kollektion – „Ohne Barrieren e.V. Rostock“

An dieser Stelle möchten wir uns, auch im Namen der Gewinner, für die zur Verlosung bereitgestellten Preise der Audi AG sehr herzlich bedanken.  

Jahresaktion 2005

Integra 2005 – Mach mit, sei fit, sei dabei

Worum es geht:
Im DRS Jahresprojekt 2005 soll vorrangig mit Methoden der Ganzheitlichkeit und des Peer Counsellin’s die Integration und Begegnung von Frischverletzten Rollstuhlnutzern, Nichtbehinderten und bereits aktiven Rollstuhlsportlern aktiv gefördert werden. Durch die gemeinsamen sportlichen Aktivitäten während regional angebotener Workshops wollen wir die Integration von Frischverletzten Querschnittpatienten und Fußgängern in die DRS- Vereine anbahnen. Neben den sozialen Aspekten stehen hierbei die gesundheitsfördernden sportlichen Aktivitäten im Bereich des Sportes in der Rehabilitation im Vordergrund.

Zielgruppe / Ziele:
Frischverletzte Rollstuhlnutzer –> Integration DRS – Verein
Nichtbehinderte –> Integration DRS – Verein
DRS Vereine um ihre RS- Angebote zu erweitern
Fußgängervereine um Rollstuhlsport bei sich neu aufzunehmen / integrieren / neue Angebote schaffen / DRS-Mitglied werden –> Rollstuhlsportverbreitung, Angebotsindividualisierung
Kommunale Strukturen ( DBS-LV / LSB / Schulen etc.) –> für RS-Sportstrukturen sensibilisieren, Angebote schaffen
Wie wollen wir das erreichen?
Es sollen in Kooperation Fachbereiche DRS/DRS-Vereine/Kliniken/Kommunen sportartspezifische Workshops stattfinden. (ca. 2 pro Sportart, bspw. im Nord-Westen/Süd-Osten)

Inhalte:
die Sportart wird durch Mitmachaktionen und den persönlichen Kontakt an die Workshopteilnehmer durch bereits aktive Sportler dieser Sportart näher gebracht
es wird die Möglichkeit des intensiven Austausch stattfinden
Aufklärungsarbeit, wo finde ich das nächste Angebot? Wer berät mich? Was ist zur Ausübung des Sportes notwendig?
Adressaufnahme, zwecks intensiver Begleitung

Jahresaktion 2004

Talente U22

Für acht Nachwuchstalente im Rollstuhlsport schlug am 13. November die große Stunde. Durch besondere Leistungen in ihren jeweiligen Sportarten wurden acht jugendliche „Sport-Talente“ vom Deutschen Rollstuhl-Sportverband e.V. (DRS) und der Astra Tech GmbH ausgezeichnet.

Der Deutsche Rollstuhl Sportverband e.V. hat es sich als Fachverband des Deutschen Behinderten-Sportverbandes zur Aufgabe gemacht, Rollstuhlsport als Sport in der ganzheitlichen Rehabilitation auf breitester Basis zu fördern und fortzuentwickeln. Dabei ist die Kinder- und Jugendarbeit innerhalb des Verbandes ein wichtiger Bestandteil. Darum ist die Jahresaktion 2004 den jungen Talenten innerhalb des Verbandes gewidmet. Die Aktion „Talente U22“, die von Astra Tech unterstützt wird, fand in der Prämierung der acht „Youngsters“ ihren Höhepunkt. Ziel der Aktion ist es, besonders talentierte Kinder und Jugendliche unter 22 Jahren zu fördern. „Talente U22“ kümmert sich um den Nachwuchs, der durch Begeisterung, Trainingsfleiß und Interesse für seine Sportart auffällt. Von den vielen durch die DRS-Vereine gemeldeten Kinder und Jugendlichen konnten nur exemplarisch monatlich in der Zeitschrift „Rollstuhlsport“ einige Talente vorgestellt werden. Letztendlich war es die Aufgabe des jeweiligen Fachbereiches, die Talente bei einer Sichtungsveranstaltung persönlich kennen zu lernen und danach seinen Favoriten zu bestimmen. Am Ende übrig geblieben sind acht stolze „Jungstars“ die es sich nicht nehmen ließen persönlich zur Preisverleihung nach Düsseldorf im Rahmen der RehaCare zu kommen. Zu den glücklichen Acht gehören der 18-jährige Alhassane Balde´aus dem Bereich Leichtathletik, Anna Kreissl (16, Rollstuhl-Fechten), Frank Rennhack (15, Sledge-Eishockey), Jochen Gerbel (20, Handbike), Katharina Krüger (14, Rollstuhl-Tennis), Wolfgang Schmitt (22, Rollstuhl-Rugby), Kai Möller (13, Rollstuhl-Basketball) und der 13-jährige Thomas Schmidberger (Rollstuhl-Tischtennis).

Wobei die beiden Letzteren an diesem Wochenende für ihre Mannschaften im sportlichen Einsatz waren und deshalb ihre Auszeichnung nicht persönlich entgegen nehmen konnten.

Neben einer Medaille gab es einen Rucksack voll mit Trainingsutensilien, wie einer Pulsuhr, einem Handtuch, Socken und vielem mehr. In ihren Grußworten ließen der Ministerialrat Ernst A. Denneborg vom Bundesministerium des Innern und die Vorsitzende des Sportausschusses des Landtages NRW, Gisela Hinnemann keinen Zweifel daran, dass die Förderung von Kinder- und Jugendlichen im Sport wichtig ist. Sie lobten die Anwesenden „Sport-Stars“ für ihr Engagement und ermunterten sie mit dem Fleiß und der Ausdauer wie bisher weiter zu machen. Gerade im Hinblick auf die Winter-Paralympics 2006 in Turin und die Sommer-Paralympics 2008 in Peking sei es wichtig die Jugendlichen professionell zu trainieren und zu begleiten. Alle 8 Talente werden weiterhin über die DRS-Fachbereichsleiter betreut und sportlich gefördert. Darüber hinaus bietet die Firma Astra Tech den „Youngster“ eine individuelle Patenschaft an. Dabei wird durch die Astra Tech Außendienstmitarbeiter der persönliche Kontakt vor Ort gewährleisten und ein Netzwerk aufgebaut.

Zum Gelingen der Veranstaltung haben auch die beiden Tanzpaare Christiane Fürll-Riede und Wolfgang Schneider sowie Jean-Marc Clement und Andrea Naumann beigesteuert, die mit ihrer Tanzperformance das Publikum zum Klatschen brachten. Wir bedanken uns bei allen die zum Erfolg dieser Jahresaktion beigetragen haben und wünschen weiterhin viel Spaß beim Rollstuhlsport.

Jahresaktion 2003

Partner

Unsere im Januar gestartete Aktion Partner 2003 findet diesen Dezember ihr erfolgreiches Ende. Die in sie gesetzten Erwartungen sind bei weitem übertroffen worden. Das Engagement unserer Leser lies keine Wünsche offen. Nach der anfänglich noch etwas zurückhaltenden Beteiligung von Ihnen stieg die Anzahl der geworbenen Personen von Monat zu Monat. Zu Beginn der Jahresaktion stellten wir uns die Frage, ob wir dadurch unser Ziel, die Integration von Anfängern in ihre Vereine erreichen könnten. Jetzt am Ende des Jahres können wir neben vielen neuen Mitgliedern in den DRS Vereinen und der dadurch stattgefundenen Integration auch noch den Austausch von Geselligkeit und Themen des alltäglichen Lebens beobachten.

Ein Dank an Sie, die als Ansprechpartner und „Wegbegleiter“ für Rollstuhlsportneulinge in den letzten Monaten fungiert haben. Sie, die aktiven Rollstuhlfahrer, sind für ihr persönliches Engagement monatlich durch die Vergabe der Haus Rheinsberg Gutscheine belohnt worden. Die Gewinner sind schriftlich und persönlich benachrichtigt worden. Alle Gewinner haben wir monatlich in der Rollstuhlsport vorgestellt. Folgende Vereine profitieren von den Rekrutierungen ihrer Mitglieder und können sich über Sport-Thieme Gutscheine freuen.

1. Märkische Turngemeinde Horst 1881 e. V.  Essen ( im Wert von 300€ )
2. VBSG Bad Hersfeld ( im Wert von 200€ )
3. TTC Halle e. V. ( im Wert von 100€ )

Eine weitere Zielsetzung der Aktion Partner 2003 war es, Anreize für die Neugründung von Rollstuhlsportvereinen und Abteilungen zu geben. Herzlichen Glückwunsch den ersten 5 neuen DRS-Vereinen im Jahr 2003 die für dieses Jahr eine Jahresmitgliedschaft gewonnen haben.

1. Behinderten-Sportverein Wismar e. V.
2. Handicap Rollstuhlsport e. V.
3. MTV Stuttgart 1843 e. V.
4. Rollstuhlsportclub Aachen 2003 e. V.
5. TSV Grebenhain

Obwohl die DRS – Jahresaktion nun zu Ende geht, sind wir sicher, dass Sie, die sportlich aktiven Mitglieder, auch weiterhin durch ihren Einsatz Rollstuhlfahrer für ihre Vereine gewinnen werden. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Spaß bei der gemeinsamen Ausübung des Rollstuhlsports.

Wir bedanken uns für die rege Beteiligung an unserer Aktion Partner 2003.

Abschließend möchten wir uns noch sehr herzlich bei unseren Partnern der Jahresaktion Haus Rheinsberg und Sport-Thieme bedanken. Diese haben es uns ermöglicht unsere Gewinner mit diesen attraktiven Preisen zu beglücken.

Jahresaktion 2002

Aktion fit… im Rollstuhl

Der Deutsche Rollstuhl Sportverband feierte im Jahr 2002 seinen 25- jährigen Geburtstag. Der Verband ist fit!

Mit der Jahresaktion 2002 hatte jedermann Gelegenheit zu überprüfen, ob er anlässlich dieses Jubiläums auch persönlich fit ist:

Ich bin Rollstuhlnutzer und ich möchte wissen wie fit ich bin!
Ich möchte ausprobieren, was im Rollstuhl machbar ist und was in mir steckt!
Ich möchte überprüfen, ob ich über den Rollstuhlsport in Deutschland alles weiß

Tanzen…
Bike fahren…
Tischtennis spielen…
Basketball spielen…
Rugby spielen…
Rampen alleine hochfahren…
Schnellfahren…
auf unterschiedlichen Straßenbelägen fahren…
oder…
Wie fit bin ich im Umgang mit meinem Rollstuhl im Alltag und/oder im Sport? Mit drei, über das Jahr gestreute „Fit-Fragebögen“ konnte jeder das testen – ob allein, mit Freunden, im Team oder im Verein. Worum ging es in den Fragebögen?

Dies waren Fragen rund um das Thema Sport(-arten) im Rollstuhl, Geschicklichkeit, Rollstuhlbeherrschung bzw. Mobilität und das Vereins- und Verbandswesen. Wer den ausgefüllten Fragebogen an die Geschäftsstelle zurückschickte, erhielt als „Dankeschön“ ein Präsent und ein Fitnesspaket.

Jahresaktion 2001

Aktion Stubenhocker

Auch schlapp und träge?

Dann bewegt euch!