Zertifizierung zum Mobilitätscoach

Am vergangenen Wochenende drehte sich bei der romowo-Fortbildung alles um Rollstuhl & Mobilität – mit dem Ziel, sich als Mobilitätscoach zertifizieren zu lassen. 16 Teilnehmende – Rollifahrende und Fußgänger – kamen ins BG Klinikum Hamburg und erlebten spannende Theorie-Impulse und vor allem viel Praxis: Von Fahrtechniken, Ankippen und Rampenfahren bis hin zu Treppen und Rolltreppen wurde alles intensiv geübt.

Der Austausch unter den Teilnehmenden aus verschiedenen Regionen Deutschlands, von Greifswald bis Osnabrück, machte das Wochenende besonders lebendig und vielseitig.

Ein erfahrungsreiches Training mit echtem Mehrwert zur weiteren Entwicklung für die wohnortnahe Mobilitätsförderung durch das Projekt romowo. 

Nachfolgend noch ein persönlicher Kommentar von zwei Teilnehmenden:

Lieber Peter, 

ich möchte mich auch im Namen von Katrin bei dir und Annette für die professionelle Ausbildung an diesem Wochenende bedanken. Besonders hat mich gefreut, dass du uns die Gelegenheit eingeräumt hast, tiefgründiger das Wissen um die gefahrlose Nutzung eines Rollstuhls zu ergründen. Katrin und ich werden nun versuchen, unsere Kenntnisse und den Umgang mit dem Rollstuhl zu festigen. Wir hoffen, einen Level zu erreichen, dass wir als Assistent bei einem Mobilitätstag mitwirken zu können.

Wir wünschen dir einen schönen Sonntagabend und verbleiben mit herzlichen Grüßen 

Katrin und Peter  

RollstuhlMobilität Wohnortnah (RoMoWo)

Der Umgang mit dem eigenen Hilfsmittel ist eine wesentliche Voraussetzung für die Mobilität von Menschen, die im Alltag auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Eine gute Rollstuhlmobilität stellt wiederum die zentrale Bedingung für die selbstständige und selbstbestimmte Teilhabe an sämtlichen Lebensbereichen dar. 

Aus diesem Grund startete im April 2024 gefördert durch die Aktion Mensch und in Kooperation mit dem Deutschen Rollstuhl-Sportverband (DRS) e.V. das dreijährige Projekt „RoMoWo“ (RollstuhlMobilität Wohnortnah). Hierbei soll das bereits im Projekt „Mobilität 2020“ (2016-2020) entwickelte und wissenschaftlich evaluierte Trainingskonzept für Rollstuhlnutzer*innen bundesweit flächendeckend eingesetzt werden. Flächendeckend soll dabei so definiert sein, dass alle zukünftigen Teilnehmer*innen eine verlässliche und nachhaltige Angebotsstruktur im eigenen Bundesland vorfinden. Die Anzahl der Trainingsstandorte in einem Bundesland richtet sich dabei nach Landesgröße, Einwohnerdichte und Bedarf. Um möglichst allen Rollstuhlnutzer*innen, die im Alltag auf einen manuellen Rollstuhl angewiesen sind, zukünftig eine wohnortnahe Trainingsteilnahme zu ermöglichen, sind vor allem qualifizierte Mobilitäts-Coaches und feste, langfristige Trainingsstandorte in Deutschland von großer Bedeutung. Diese sollen im Projekt „RoMoWo“ akquiriert und die Coaches in Fort- und Weiterbildungen zur Durchführung des Programms befähigt werden.

Die angebotenen Trainingskurse werden durch digitale Angebote (z.B. Übungsbeschreibungen, Videos, Kontaktmöglichkeiten zu Coaches und erfahrenen Rollstuhlnutzer*innen) auf der Projekthomepage (www.romowo.app) ergänzt.