Ein Infotag voller Motivation und Inspiration

Am Samstag, 13. September, herrschte im Brandenburgischen Zentrum für Querschnittsgelähmte in Beelitz-Heilstätten (Kliniken Beelitz) eine ganz besondere Atmosphäre. Der 3. Mobilitätstag lockte zahlreiche Patientinnen, Patienten und Interessierte an, die neugierig waren, Neues zu erfahren, Erfahrungen auszutauschen und praktische Tipps für den Alltag mitzunehmen.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Herrn Martin Kreuzträger Departmentleiter Zentrum für Querschnittgelähmte Beelitz-Heilstätten, der die Gäste herzlich begrüßte und mit ein paar einleitenden Worten auf den Tag einstimmte.

Im Anschluss nahm Frau Jeannette Obereisenbuchner Diätassistentin med. Ernährungs- & Diabetesberaterin die Teilnehmenden mit in die spannende Welt der Messverfahren zur indirekten Kalorimetrie. Anschaulich erklärte sie, warum gerade bei Querschnittslähmung eine passende Ernährung so wichtig ist – und wie moderne Verfahren dabei unterstützen können.

Sehr persönlich wurde es dann bei Herrn Jan Brachwitz, Peer der Fördergemeinschaft der Querschnittsgelähmten (FGQ). Er berichtete nicht nur über die Arbeit der FGQ, sondern auch darüber, wie die monatlichen Stammtische in der Klinik ablaufen. Viele Zuhörerinnen und Zuhörer konnten spüren, wie wichtig der Erfahrungsaustausch ist und wie viel Motivation von den Peers ausgeht.

Ein weiterer Höhepunkt war der Beitrag von Herrn Peter Richarz. Er stellte den Deutschen Rollstuhl-Sportverband vor und präsentierte das neue Konzept „Rollstuhlmobilität Wohnortnah“. Besonders spannend war für viele die Vorstellung, dass Mobilitätstraining und Sport künftig noch einfacher in der Nähe des Wohnortes stattfinden können.

Nach einer leckeren Mittagspause ging es aktiv weiter: Unter Anleitung von Herrn Richarz durften die Teilnehmenden in verschiedenen Übungen und Spielen selbst ausprobieren, was im Rollstuhl alles möglich ist. Mit viel Humor und Begeisterung gelang es ihm, auch Zurückhaltende zum Mitmachen zu bewegen – und so mancher verließ die Halle mit einem Lächeln und neuem Selbstvertrauen.

Rund um das Klinikgelände gab es außerdem viel zu entdecken: Verschiedene Hersteller und ein Sanitätshaus präsentierten ihre Hilfsmittel. Von modernen Rollstuhlmodellen über Alltagshilfen bis hin zu technischen Innovationen war für jeden etwas dabei. Viele nutzten die Gelegenheit, sich beraten zu lassen und neue Produkte direkt auszuprobieren.

Am Ende des Tages waren sich alle einig: Der Mobilitätstag war nicht nur informativ, sondern auch motivierend und inspirierend. Er hat gezeigt, dass Mobilität weit mehr bedeutet als nur Fortbewegung – sie steht für Lebensqualität, Selbstständigkeit und Gemeinschaft. 

FGQ_MT_2025_TN_web

Text / Fotos: FGQ