USC München Rollstuhlsport e.V. nimmt Abschied von seinem Gründungsmitglied
Wir trauern um unseren Sportkameraden Ludwig „Luggi“ Bornschlegl, der am 7. Januar 2026 im Alter von 78 Jahren verstorben ist.
Ludwig Bornschlegl zählt zu den Pionieren des Rollstuhlsports in Deutschland. Er war ein herausragender Rollstuhlbasketballer sowohl im Trikot der Deutschen Nationalmannschaft als auch des USC München.
1967, im Alter von 20 Jahren, wurde Luggi bei einem Arbeitsunfall als Zimmerer querschnittgelähmt. Schon früh nach seinem Unfall schloss er sich den Münchner Rollstuhlsportlern an und gewann etliche nationale und internationale Titel im Rollstuhlbasketball, aber auch im Slalom und in der Leichtathletik (Schnellfahren). Es war ihm nie wichtig, im Rampenlicht zu stehen, sondern immer stand für ihn der Erfolg der Mannschaft im Vordergrund.
Bereits im Jahr 1968 nahm er an den Paralympics in Tel Aviv im Slalom teil. Weitere Höhepunkte waren seine Teilnahme an den Paralympics 1972 in Heidelberg und 1976 in Toronto. Eine besondere Ehre war es für ihn die Fackel bei den olympischen Spielen in München zu tragen.
Luggi war auch ein innovativer Rollstuhltüftler. Zusammen mit den Technikern der Stiftung Pfennigparade entwarf und baute er in den 80er Jahren einen neuen Aktiv- und Sportrollstuhl mit der Modellbezeichnung „Lucky“.
Seine sportliche Leidenschaft gehörte nicht nur der Leichtathletik und dem Rollstuhlbasketball, sondern auch beim Segeln und Monoskifahren erreichte er größte Meisterschaft. Später kam noch das Handbiken hinzu.
Mit Ludwig Bornschlegl haben wir nicht nur ein Gründungsmitglied des USC München Rollstuhlsport verloren, sondern vor allem einen lebenslustigen, charmanten, engagierten und den Rollstuhlsport in Deutschland prägenden Menschen, der stets positiv im Leben stand.
Lieber Luggi, du wirst immer einen festen Platz in unserem Verein und in unseren Herzen haben. Du bleibst uns unvergessen.
Der Vorstand des USC München Rollstuhlsport e.V.
Foto: Privat / Renate Schäfer

















