Segeln

Im Einklang mit Wind und Wasser

Segeln ist eine ganz besondere Erfahrung, vor allem für Rollstuhlfahrer – ein attraktiver Sport, bei dem der Rollstuhl nicht gebraucht wird. Grundsätzlich kann jeder segeln, da die Segelboote an die Anforderungen der Sportler angepasst werden. Mancher findet seine Erfüllung im gemütlichen Segeln von Bucht zu Bucht um hierbei die Ruhe zu genießen und neue Kraft zu tanken. Manch anderer hingegen segelt in Regatten, welche es in nahezu allen Größenordnungen gibt, um die Wette.

So geht’s los

Segeln für Rollstuhlfahrer*innen ist mittlerweile in zahlreichen Segelclubs in Deutschland möglich. Auf unserer Vereinslandkarte können Sie nach Sportaten gefiltert den passenden Verein in Ihrer Nähe zum Ausprobieren suchen. Bei der Suche nach einem geeigneten Club helfen auch die DRS-Ansprechpartner gerne weiter.

Sportgeräte

In Deutschland wird meist mit zwei Bootstypen gesegelt:

– mit den paralympischen Klassen der 2.4mR, einem Einhandboot
– mit der Sonar, einem Dreimann-Crewboot

International wird auch das Zweimann-Crewboot SKUD 18 gesegelt. Das Besondere an diesem Boot ist, dass ein Crewmitglied weiblich und das andere schwerbehindert sein muss. Eine gebrauchte segelfertige 2.4mR ist für 3.000-4.000 Euro zu haben. Die laufenden Kosten sind tragbar.

Weitere Bootklassen, die von Personen mit körperlichen Behinderungen gefahren werden können, sind RS Venture Connect & Far East S/V 14 (YACHTtv stellt Bootsklassen auf YOUTUBE vor.). Die beiden Kielboote können auch mit inklusiver Besatzung gefahren werden.

Regatten

In Deutschland werden für die 2.4mR die Deutsche Meisterschaft, die Regattaserie City Cup in Münster, Essen, Berlin, Prien und Hamburg, der CityCupGermany im Rahmen der Kieler Woche und der Handicup im Rahmen der Essener Segelwoche gesegelt. Der ISAF World Cup ist ausschließlich für Segler mit einer Behinderung offen. Von 2000 bis 2016 war Segeln Teil des Paralympischen Wettbewerbs, aber seit Tokio 2020 ist Segeln für Menschen mit Behinderungen mangels aktiver teilnehmender Nationen leider nicht mehr paralympisch. Das gilt auch für Paris 2024 und Los Angeles 2028.

 

Regeln

Wer bei einem Rennen als erster die Ziellinie überquert, gewinnt. Natürlich gibt es noch weitere Regeln, die beispielsweise die Bootsmaße betreffen. Der DRS-Ansprechpartner antwortet gerne auf verwandte Fragen.

Klassifizierung

Je nach Einschränkung wird den Sportlern eine bestimmte Punktzahl zugewiesen. Die Addition der persönlichen Punkte einer Crew darf in der SKUD 18 acht Punkte und in der Sonar 14 Punkte nicht überschreiten. In der 2.4mR bedarf es einer Klassifizierung (Einordnung in eine Klasse, entsprechend der Behinderungsart oder der körperlichen Leistungsfähigkeit), um an Regatten teilnehmen zu können.

Internationale Erfolge

Bei den Paralympics 2012 in London gewann Heiko Kröger in der Klasse 2.4mR und das deutsche Sonar-Team jeweils die Silbermedaille.

Ansprechpartner
Wilfried Klein
segeln(at)rollstuhlsport.de

Termine
Zu den aktuellen Segel-Events

Weiterführende Links
2.4mR – Webseite www.2punkt4.de
Skud18 – Webseite International Hansa Class Association
sailing.org – Webseite Para World Sailing
rollisegler.de – rollstuhlgerechtes Großsegeln

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