Ein Traditionsevent für gelingende Inklusion
In der Therapiehalle des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke (GKH) fand Mitte Oktober das traditionelle Rollstuhlbasketball-Turnier statt. Nach einer kurzen Eröffnung durch Diplom-Mediziner Maik Ebert, Chefarzt der Abteilung für Rückenmarkverletzte (Station 2 A/B), wurden die ersten Körbe geworfen.
Nachdem sich aktuelle und ehemalige Patient*innen, Mitarbeitende verschiedener Fachabteilungen sowie befreundete Vereine herzlich begrüßten, wurden die Teams zusammengestellt: Es traten zehn motivierte Mannschaften gegeneinander an. Das Besondere dabei: Menschen mit und ohne körperliche Beeinträchtigung fanden sich zu Mannschaften zusammen, die sich kreative Namen wie „Neurotransmitter“, „Morbus Korb“, „Stuhl-Gäng“ oder auch „Rolling Robots“ gaben.
Der Spaß, Teamgeist und die Freude an der Bewegung standen wie in jedem Jahr im Vordergrund des Turniers. Schiedsrichter Bernd Fuhrmann sorgte dafür, dass die Spielregeln eingehalten wurden und „Fairplay“ immer die Nase vorn hatte.
Dank der Unterstützung zahlreicher Sponsoren sowie freiwilliger Helfer war auch für das leibliche Wohl für alle Sportler*innen und Gäste gesorgt: Es gab ein reichhaltiges Buffet mit selbstgebackenen Kuchen, Suppe, gegrillten Würstchen und anderen Leckereien. Bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit für gemütliches Zusammentreffen, interessante Gespräche und schöne Begegnungen. Auch waren einige Kinder dabei, die es sich nicht nehmen ließen, ihr Talent im Rollstuhlbasketball zu entdecken.
Sieger des Rollstuhlbasketballturniers war in diesem Jahr das Team „BBW Volmarstein“ – Herzlichen Glückwunsch! Am Ende waren jedoch alle Gewinner*innen – denn für alle Spiele galt das olympische Motto: „Dabeisein ist alles!“
Dank der vielen Spender*innen erhielten alle Teilnehmenden attraktive Sachpreise. Der Organisatorin Annette Grave ist es mit ihrem Team auch im 31. Jahr der Veranstaltung wieder gelungen, einen beeindruckend spannenden, lustigen und kurzweiligen Nachmittag zu gestalten. An dieser Stelle möchten wir uns für die großartige Unterstützung bedanken.
Geschrieben von einer Zuschauerin
Die Abteilung für Rückenmarkverletzte am Gemeinschaftskrankenhaus besteht seit 1987. Es werden Patienten mit Querschnittläsionen unterschiedlicher Ursache behandelt: aufgrund von Unfällen, degenerativen Erkrankungen, Tumoren, Entzündungen, Gefäßerkrankungen sowie angeborenen Leiden. Ziel der umfassenden therapeutischen Bemühungen ist es, dem Patienten zu helfen, die zumeist bleibende schwere Behinderung innerlich anzunehmen, eine neue soziale Zukunftsperspektive mit möglichst hoher Lebensqualität zu entwickeln und wieder Initiativnehmer seiner Biographie zu werden. Grundlage hierzu ist das Erlangen einer größtmöglichen körperlichen, seelisch-geistigen und sozialen Autonomie.
>>> www.gemeinschaftskrankenhaus.de/medizin-therapie-pflege/therapien/sporttherapie
Quelle Text & Fotos: GKH.de

















