Strack triumphiert erneut
Die dritten Rollstuhltennis Ost Open haben am Wochenende des 31. Januar und 1. Februar 2026 einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sich das Turnier längst als feste Größe im deutschen Rollstuhltennis etabliert hat. Insgesamt 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland gingen bei der Veranstaltung an den Start, die Teil der DTB-Rollstuhltennis-Race-Serie für ambitionierte Amateure ist.
In der Tennishalle von Bernburg wurde an zwei Tagen hochklassiger Sport geboten. In einer Gruppenphase am Samstag kämpften die Spielerinnen und Spieler zunächst um die besten Ausgangspositionen für die anschließende K.-o.-Runde am Sonntag. Dabei wurde schnell deutlich, dass mit dem Turniersieger von 2024, Carsten Strack aus Wetzlar, erneut zu rechnen war. Mit druckvollen Grundschlägen und einem äußerst starken Aufschlag dominierte er seine Konkurrenz und blieb sowohl in der Vorrunde als auch in der Endrunde ohne Satzverlust. Im Finale setzte sich Strack souverän durch und sicherte sich verdient seinen zweiten Titel bei den Ost Open.
Aus Sicht des TC Blau Weiß Schönebeck gingen Peggy Blanke und Dominik Lust an den Start. Blanke hatte es in ihrer Gruppe mit starker männlicher Konkurrenz zu tun und blieb zwar ohne Sieg, zeigte jedoch erneut ihre positive sportliche Entwicklung und ließ erkennen, dass ihr weiteres Potenzial für zukünftige Erfolge groß ist.
Lust hingegen präsentierte sich in ausgezeichneter Form und blieb in der Gruppenphase ungeschlagen. Besonders im Spiel um den Gruppensieg gegen Thomas Grimm aus Neuruppin überzeugte er mit taktischer Finesse und präzisen Vorhandschlägen. Sein Weg führte ihn bis ins Halbfinale, wo er jedoch dem späteren Turniersieger Strack unterlag. Im Spiel um Platz drei musste er sich schließlich Grimm geschlagen geben, der sich damit erfolgreich revanchierte.
Für Aufsehen sorgten insbesondere zwei Nachwuchsspieler: Jonas Keil vom Rollitennis e.V. Windhagen, ehemaliger Fußgänger Tennisspieler (LK 8), mischt erst seit wenigen Monaten die Rollstuhltennis-Szene auf und spielte sich direkt bis ins Finale vor. Auf dem Weg dorthin eliminierte er unter anderem den Vorjahressieger. Auch Ludwig Wiedemann überzeugte trotz schwieriger Auslosung mit starken Leistungen und empfahl sich für zukünftige Turniere.
Neben den sportlichen Höhepunkten zeichnete sich das gesamte Wochenende durch eine freundschaftliche und hilfsbereite Atmosphäre aus, die das Turnier seit jeher prägt. Großer Dank gilt dem Organisationsteam, insbesondere Michael Fritzsching vom Tennisverein Sportlust Gröna, der mit großem Engagement zum reibungslosen Ablauf und zur hervorragenden Versorgung aller Beteiligten beitrug.
Die 3. Rollstuhltennis Ost Open boten somit nicht nur spannenden und hochklassigen Sport, sondern auch gelebten Sportsgeist und Gemeinschaft – beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Fortsetzung im kommenden Jahr.
Text + Fotos: © Rollitennis e.V.

















