Walter holt Bronze – Wicker erreicht Rang vier
Im Klassik-Sprint der Frauen mit Sehbehinderung hatte sie ihre Silbermedaille wegen eines technischen Vergehens am Dienstag noch verloren. Einen Tag später gewann Leonie Walter mit ihrem Guide Christian Krasman über die zehn Kilometer in der klassischen Technik Bronze. Es war die positive Nachricht eines Tages, an dem aus deutscher Sicht in Tesero das eine oder andere nicht so gut gelaufen war. Kathrin Marchand und Sebastian Marburger mussten ihre Rennen mit körperlichen Beschwerden aufgeben, Anja Wicker verpasste als Vierte Bronze nur knapp um 1,5 Sekunden.
Zur Hälfte ihres Rennens der Frauen in der stehenden Konkurrenz lag Kathrin Marchand (Skiclub Bayer Leverkusen) auf Bronzekurs mit 23,3 Sekunden Vorsprung auf die hinter ihr Platzierte Brittany Hudak aus Kanada. Dann sah man sie auf den Fernsehbildern und auf der Videoleinwand im Stadion von Tesero (Val di Fiemme) plötzlich im Schnee sitzen. Ein Schwäche- und Schwindelanfall hatte sie bei knüppelharten Bedingungen im weichen Schnee zum Aufgeben gezwungen. „Ich habe schon nach dem zweiten Anstieg gemerkt, dass die Lichter ausgehen. Am Ende habe ich fast nichts mehr gesehen und meine linke Seite auch nicht mehr gemerkt. Es ging einfach nicht mehr“, sagte sie.
Ähnliches widerfuhr Sebastian Marburger (SK Wunderthausen), der im Rennen der Männer stehend an derselben Stelle ausstieg wie Marchand. Der 28-jährige Silbermedaillengewinner des Klassik-Sprints musste den Folgen seines Atemwegsinfekts Tribut zollen, der ihn mehr als eine Woche außer Gefecht gesetzt hatte. Marburger hatte angekündigt, es dennoch über die zehn Kilometer probieren zu wollen. Nach fünf Kilometer war er Vierter, kurz darauf war das Rennen nach einem Stechen in der Lunge vorbei. „Ich würde sagen, ich war zu euphorisch am Start und habe mich besser gefühlt, als es dann tatsächlich war.“ Für die Staffel am Samstag, für die er fest eingeplant ist, gab er vorsichtig Entwarnung. „Ich habe jetzt zwei Tage Zeit für sehr viel Regeneration und bin zuversichtlich.“
Nah dran an ihrer dritten Medaille dieser Paralympics war Anja Wicker bei den Frauen sitzend. Beim Sieg von Oksana Masters (USA) vor Yunji Kim (Südkorea) und Kendall Gretsch (USA) lag sie mit 1,5 Sekunden hinter Gretsch auf Platz vier. Weil sie allerdings alles aus sich herausgeholt hatte, was möglich war, hielt sich ihre Enttäuschung in Grenzen. „Kendall und ich sind beide am Limit gelaufen. Anderthalb Sekunden aufs Podium tun ein bisschen weh, aber ich bin zufrieden.“ Andrea Eskau (USC Magdeburg) wurde Zehnte.
>>> zur Fortsetzung: Leonie Walter mit guter Renneinteilung
Milano Cortina 2026
>>> zur offiziellen Webseite: www.olympics.com/de/milano-cortina-2026/paralympische-spiele
>>> auf der DBS-Sonderseite zu den Winterspielen 2026 gibt es eine Übersicht zu den Wettkampfplänen, den TV-Zeiten und mehr – kompakte Infos findet Ihr im ParalympicssGuide
>>> alles zu den Athleten & Athletinnen auf: TeamDeutschland-Paralympics.de
Foto mit Leonie Walter und Christian Krasman © Tom Weller / DBS

















